Backpacking Ecuador 3 Wochen

Backpacking Mexiko Belize Guatemala
Chichen Itza

Südamerika in drei Variationen!

Wer gerne reist, den wird auch irgendwann der Wunsch packen Südamerika zu besuchen. Südamerika ist bekannt für schöne Strände, tiefe Regenwälder, uralte Traditionen und wertvolle, kulturelle Schätze längst vergangener Zeiten. Ein vergleichsweise kleines Fleckchen auf diesem großen Teilkontinenten macht das wunderschöne Ecuador aus. Im Nordwesten Südamerikas gelegen, zählt es dank der geographischen, topographischen und klimatischen Bedingungen zu den vielfältigsten Ländern der Erde. Beim Backpacking quer durch Ecuador, kannst Du gleich vier unterschiedliche, geographische Zonen erkunden. Vom östlichen Amazonas Tiefland über die zentrale Andenregion bis hin zum westlichen Küstenbereich und wenn Du noch Zeit und vor allem das nötige Reisebudget investieren möchtest, dann kann die Reise noch weiter zu den Galapagosinseln gehen, die ca. 1000km vor der Westküste Ecuadors im Pazifischen Ozean liegen. Für unser wunderschönes, dreiwöchiges Ecuador Backpacking entschieden wir uns aber bewusst gegen die Galapagos Inseln. Den Grund dafür und viele wertvolle Tipps fürs Backpacking Ecuador sowie eine tolle Ecuador Route, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Backpacking Ecuador Tipps

1. Unsere Reise nach Ecuador

Wir waren im September 2020 drei tolle Wochen lang in der schönen Republik Ecuador unterwegs. Zeitzone Ecuador GMT-5 Stunden. Zahlungsmittel ist der US Dollar und der Wechselkurs lag ca. bei 1€ = x USD. 

2. Einreise und Visum Ecuador

Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Der Aufenthalt von bis zu 90 Tagen im Jahr ist visafrei. Wer sich für längere Zeit in Ecuador aufhalten möchte, der sollte sich schon vorab alle nötigen Informationen zu den Visabestimmungen bei der Ecuadorianischen Auslandsvertretung in Deutschland einholen.

3. Wann ist die beste Reisezeit für Ecuador?

Diese Frage ist schwer zu beantworten für all diejenigen, die das ganze Land bereisen möchten, denn Ecuador besteht aus vier unterschiedlichen, geographischen Zonen. Die jeweils beste Reisezeit orientiert sich maßgeblich an den Regenzeiten, wobei es im tropischen Tiefland ganzjährig regnet, dort gibt es eben nur Zeiten mit weniger starken Regenfällen. Generell sind dies die bevorzugten Reisezeiten:

  • Im Westen des Landes und der Küstenregion von Mai bis Dezember
  • In der Andenregion zwischen Juni und September
  • Im östlich gelegenen Amazonasgebiet von September bis Dezember
  • Auf den Galapagosinseln von Januar bis Juni
Wir haben uns für September entschieden und damit alles richtig gemacht. Sogar die Beobachtung der Buckelwale (Juni bis September) war noch möglich, da das Wasser an der Küste zu dieser Zeit noch recht kühl ist.

4. Wie ist das Klima in Ecuador?

Wegen der unterschiedlichen Höhenlagen und verschiedenen geographischen Zonen, erwarten Dich auf einer Reise quer durch Ecuador hohe Temperaturunterschiede in den verschiedenen Landesteilen. Dennoch herrscht aufgrund der Lage am Äquator ein generell angenehmes Klima.

5. Zum ersten Mal in Mexiko?

Wenn Du zum ersten Mal nach Mexiko reist, eignet sich Yucatan als perfekter Einsteig. Dort lässt es sich aufgrund der guten Infrastruktur sehr einfach reisen und Du findest traumhaft schöne Strände vor, am türkisblauen Wasser der karibischen Küste. Außerdem kannst Du in Cenoten tauchen und triffst im Inland auf beeindruckende Mayastätten.

5. Wie teuer ist Ecuador?

Ecuador erfreut sich zunehmender Beliebtheit unter Touristen, entsprechend sind auch die Preise im Laufe der vergangenen Jahre gestiegen. Dennoch lässt sich in Ecuador immer noch problemlos eine wundervolle Reise mit überschaubarem Budget planen, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Lediglich die Galapagosinseln sind nichts für eine knappe Reisekasse. Wer dort günstig reisen will, sollte sich bereits vorab ausreichend informieren und frühzeitig planen.

5. Preise für Transportmittel

  • Fernbusse:
  • Lokale Busse:
  • Öffentliche Taxis (verhandelbar):
  • Private Taxis: davon ist abzuraten!

6. Backpacking Ecuador, was muss man vorab planen?

Vor der Abreise hatten wir den Hinflug und Rückflug, die beiden Unterkünfte in Mexiko und das Hostel auf Caye Caulker in Belize organisiert. Alle weiteren Unterkünfte haben wir spontan von unterwegs über Booking gebucht.

7. Die Touristenkarte für Ecuador

Die Touristenkarte wird auf dem Hinflug ausgeteilt und bereits im Flugzeug ausgefüllt. Sie beinhaltet Angaben zu persönlichen Daten und der geplanten Reisedauer. Bei der Einreise wird sie am Flughafen gestempelt und eine Kopie ausgehändigt. Diese muss bei der Ausreise erneut am Flughafen vorgelegt werden. Geht sie unterwegs verloren, muss sie gegen eine Gebühr von umgerechnet ca. 25€ erneut erworben werden.

8. Welche Kreditkarten für Backpacking Reisen?

Wir benutzen immer die kostenlose 1plus Visa Card der Santander und haben zusätzlich noch eine "Barclay Card" als Ersatzkarte im Gepäck. An den Geldautomaten in Mittelamerika werden neben den üblichen Gebühren für Abhebungen im Ausland, noch zusätzliche Automatengebühren erhoben. Die Santander Bank ersetzt diese auf Antrag vollständig. Alle Vorteile und nützlichen Infos zur "1plus Visa Card" haben wir hier für Dich zusammengefasst: Reisekreditkarte.

9. Unterwegs in Ecuador

Ausreichend Sonnenschutz, Après-Sun und Insektenschutzmittel einpacken, besonders für die Abendstunden und das Reisen im Inland. Wichtig ist, dass der Insektenschutz für tropische Regionen geeignet ist. Das Autan von der Stange wird in Mittelamerika nicht sehr hilfreich sein. Wir sind überzeugt von Nobite 30% Lösung und Nobite 50% Lösung. Beide Sprays haben uns optimal vor allen Arten von Insekten geschützt. Wer sich unsicher ist, kann auch vor Ort für ein paar Euro mehr ein Insektenschutzmittel kaufen. Für alles andere, was man unterwegs spontan noch so brauchen kann, gibt es in allen größeren Siedlungen kleine Drogerien und Mini-Supermärkte. Wir hatten auf der gesamten Reise fast überall gutes WLan, daher brauchten wir kein zusätzliches PrePaid Handy. Kreditkartenzahlung ist zwar vielerorts möglich, wird aber gern mit bis zu 10 Prozent beaufschlagt. In einigen unserer Hotels und Hostels war nur Barzahlung möglich. Da vermehrt Falschgeld im Umlauf ist, nehmen viele Banken und Geschäfte keine größeren Geldscheine an, wie 50 oder 100 USD Noten.

10. Der Straßenverkehr in Ecuador

Ecuador verfügt über ein gutes Inlandsflugnetz und bietet zahlreiche Busverbindungen von A nach B. Nacht- und Fernbusse sind eine praktische Möglichkeit, Zeit und Geld zu sparen und zügig über Land zu reisen. Dennoch sollte man gerade bei längeren Strecken nicht nur nach dem Fahrtpreis gehen, denn die etwas teureren Unternehmen bieten in der Regel auch höhere Sicherheitsstandards. Die hohe Unfallrate in Ecuador ist zu einem Großteil darauf zurückzuführen, dass grundlegende Sicherheitsstandards häufig nicht beachtet werden. Wer in Ecuador selbst fahren möchte, der braucht einen internationalen Führerschein, der allerdings nur in Verbindung mit dem nationalen (z.B. deutschen) Führerschein gültig ist.

12. Ein Reisetipp für Ecuador

ADO Busse sind für weitere Strecken äußerst beliebt. Sie sind günstig und zum Teil auch sehr komfortabel. Am besten bucht man die Fahrten mit den ADO Bussen gleich am Schalter der Busbahnhöfe, da die Tickets online etwas teurer sind und Kreditkartenzahlung bei der Onlinebuchung nicht immer akzeptiert wird.

13. Die Kosten für eine Reise durch Ecuador

Die Flüge haben wir bereits früh gebucht und das günstigste und für uns zugleich bequemste Angebot ab Luxemburg gefunden, für 680€ p.P. mit kurzem Zwischenstopp in Paris.

Die beliebten Touristengebiete wie bspw. Yucatan an der karibischen Küste, sind spürbar teurer als viele Regionen im Inland. Auch die Insel Caye Caulker auf Belize ist kein Geheimtipp mehr und dadurch etwas teurer. Sie ist aber dennoch einen Besuch absolut wert. Generell lässt sich aber auch in touristenreichen Regionen noch sparen, wenn man bei der Buchung von Hotel oder Hostel die Preise vergleicht. Gleiches gilt für Unternehmungen bei verschiedenen Veranstaltern.

15. Die Sprache in Mexiko, Belize und Guatemala

Die Amtssprache von Mexiko und Guatemala ist Spanisch, in Belize ist es Englisch. Aber auch in Mexiko und Guatemala kannst Du Dich in den touristisch geprägten Regionen fast überall auf Englisch verständigen. Im Inland hingegen ist es von Vorteil, wenn Du vorab ein paar Wörter Spanisch lernst, damit Du Dich grob verständigen kannst und weißt, was Du Dir im Restaurant bestellst ;)

15. Mitbringsel

In Ecuador wird eine der besten Schokoladen der Welt hergestellt. Die "Kallari" wird vom Stamm der "Kichawa" aus organischen Kakaobohnen hergestellt und schmeckt wahnsinnig gut.

16. Wie sicher ist Ecuador?

Während unseres Aufenthaltes wurde von nicht notwendigen Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Kolumbien abgeraten, mit Ausnahme des Grenzübergangs "Tulcán". Besondere Vorsicht ist beim Thema Drogen geboten. Der Handel sowie der Konsum von Drogen werden bereits bei kleinen Vergehen mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet.

Taschendiebstahl und Überfälle sind in Ecuador vor allem in den Metropolen Quito, Guayaquil und Cuenca sowie an der Küste ein Thema. Aber wie immer gilt, wer auf sich selbst und seine sieben Sachen achtet, erregt die wenigste, ungewollte Aufmerksamkeit. Mit dieser einfachen Grundregel lässt sich in Ecuador eine herrliche Zeit verbringen.

17. Auswärtiges Amt - Aktuelle Infos zu Ecuador

Die Website des Auswärtigen Amts informiert Dich in verschiedenen, informativen Kategorien über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise in Ecuador und wird regelmäßig aktualisiert. Aber keine Panik, vieles liest sich wesentlich schlimmer, als es tatsächlich ist ;)

Noch mehr gute Backpacking Tipps

Viele weitere gute Tipps und Infos, rund um Deine eigene Backpackingreise, findest Du in unseren Backpacking Tipps

Galapagos inseln

Viele Ecuador Besucher zieht es auch auf die Galapagosinseln oder sie reisen sogar nur deshalb nach Ecuador. Ohne Frage ist diese Inselgruppe, aufgrund ihrer Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen, etwas ganz besonderes und zählt zu den besten Reisezielen zur Wildtierbeobachtung weltweit. Eigentlich eine traumhafte Vorstellung, doch dann kommt auch schon das "aber" weshalb wir bewusst darauf verzichtet haben, die Galapagosinseln in unsere Ecuador Route mit einzubinden.

 

Wir haben uns aus verschiedenen Aspekten dagegen entschieden, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Einer davon ist die Lage der Galapagosinseln, welche der Provinz mit 1000km Entfernung zur Küste zwar einen unvergleichbaren Artenreichtum schenkt aber auch eine gesonderte Anreise, in der Regel per Flugzeug, mit sich bringt. Über Zeitaufwand und Kosten für diese Anreise kann man streiten aber leider erleben die Galapagosinseln bereits seit vielen Jahren  einen stetig wachsenden Touristenboom, der uns den zweiten guten Grund lieferte, nicht dorthin zu reisen. Denn genau solche Touristen Hotspots meiden wir vorzugsweise und wollen kein Teil dessen sein, was dieses Naturparadies gerade regelrecht überrennt.

 

Der Tourismus ist auf den Galapagosinseln inzwischen die größte Einnahmequelle der Bewohner aber zugleich auch die größte Bedrohung für das sensible Ökosystem und die Tierwelt des Archipels. Die Touristen landen in der Regel per Flugzeug auf den Galapagosinseln und treten dann organisierte Gruppenreisen an. Bei diesen handelt es sich um Kreuzfahrten oder Rundreisen über Land. 1959 wurde der Tourismus zum ersten Mal für maximal 50.000 Besucher pro Jahr zugelassen. Damals hieß es, das sei das Maximum was das empfindliche Ökosystem der Galapagosinseln ertragen könne. Dennoch waren es im Jahr 2018 bereits über 280.000 Besucher! Die negativen Auswirkungen liegen auf der Hand. Es fliegen deutlich mehr Flugzeuge zu den Inseln, es fahren mehr Schiffe und es wird sehr viel mehr Müll und Abwasser produziert. Zum Glück ist die Regierung im Laufe der vergangenen Jahre eingeschritten und hat Maßnahmen ergriffen und Auflagen verhängt, um die Touristenströme zukünftig etwas zu regulieren und Flora und Fauna zu schützen:

 

  • 100 USD Nationalpark Eintrittsgebühr
  • Hin- und Rückflugticket, sowie Hotelreservierung müssen vorliegen
  • maximal 35.000 Gäste pro Tag auf den Inseln
  • 88 zugelassene Besichtigungspunkte
  • pro Besichtigungspunkt nur 16 Gäste gleichzeitig
  • Besuch von Schutzgebieten nur in Begleitung eines GNPD-Guides
  • einige Inseln sind komplett für Touristen gesperrt
  • die Besichtigungspunkte dürfen nur von 8 - 16 Uhr besucht werden
Unabhängig von all dem Trubel um die Inselgruppe, ist Ecuador ein wunderschönes und aufregendes Land, das es mehr als Wert ist besucht zu werden. Die beeindruckende Kultur, die große Artenvielfalt auch innerhalb des Landes und die wunderschöne Natur der abwechslungsreichen, geographischen Zonen, machen Ecuador zu einem wundervollen Reiseziel - auch ohne die Galapagosinseln. 

Backpacking Ecuador Route

Auf unserer Rundreise quer durch Ecuador, haben wir stolze 2270 Kilometer zurückgelegt, zuzüglich der Überfahrten mit der Fähre. Insgesamt waren wir dadurch rund 50 Stunden, hauptsächlich in Bussen unterwegs. Das hört sich erst mal abschreckend an aber es liest sich tatsächlich viel schlimmer als es letzten Endes war ;) Unten stehend findest Du eine Liste aller Reisezeiten und Kilometerangaben unserer dreiwöchigen Backpacking Reise durch Mexiko, Belize und Guatemala, inklusive der genutzten Verkehrsmittel. Die angegebenen Zeiten können je nach Anbieter etwas abweichen.

Backpacking Ecuador Route
Backpacking Ecuador 3 Wochen
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