Costa Ricas Küche

Costa Rica steht für eine traditionell etwas deftigere und einfache Küche, mit vielen Fleisch- oder regional auch Fischgerichten, die von sättigenden Beilagen wie Reis oder Patacones (Kochbananen) begleitet werden. Die costa-ricanische Küche bietet auch Vegetariern schmackhafte Alternativen, die sich allerdings nicht selten auf Basis von Bohnen, Reis und Kochbananen wiederholen. TIPP - Wer günstig und authentisch essen will, besucht die costa-ricanischen Sodas. Sie sind vergleichbar mit einem Imbiss und werden überwiegend von Einheimischen und Touristen besucht, die auf der Suche nach traditionellen Gerichten und lokalem Flair sind.

Frühstückszeit - Desayuno

Der Klassiker beim Costa-ricanischen Frühstück ist Gallo Pinto (gefleckter Hahn). Gallo Pinto ist das Nationalgericht Costa Ricas, welches auch gerne als Beilage zum Mittag- oder Abendessen gereicht wird. Die Basis von Gallo Pinto ist Reis mit schwarzen Bohnen, zu denen beim Frühstück meist Ei und frittierte Kochbananen gereicht werden. Auch Maistortillas, Pan de Yuca und frisches Obst werden häufig zum Frühstück serviert. Dazu dürfen ein kräftiger, costa-ricanischer Kaffee und frisch gepresster Saft nicht fehlen.

Comida típica de Costa Rica

Eines der traditionellsten Gerichte Costa Ricas ist El Casado (der verheiratete Mann). El Casado ist eine Fleisch- oder Fischsorte nach Wahl, mit Gallo Pinto, Kochbananen und Salat. Auch Olla de Carne, ein Fleisch- und Gemüseeintopf, findet sich auf vielen Speisekarten wieder sowie die Sopa Negra, eine Suppe aus schwarzen Bohnen. Chifrijo ist ein weiteres, beliebtes Gericht der costa-ricanischen Küche, das aus Reis, Bohnen und gebratenem Schweinebauch besteht, serviert mit Avocado und Maistortillas.


TIPP - In costa-ricanischen Sodas findest Du fast immer ein Glas Chilero zum Nachwürzen auf den Tischen. Chilero ist eine klassische, flüssige Würzmischung aus in Essig eingelegtem Gemüse, üblicherweise Chilis, Gurken, Möhren, Knoblauch und Zwiebeln. Gezahlt wird in den Sodas direkt an der Kasse. Die Rechnung enthält in der Regel bereits 10 Prozent Servicegebühr, ein zusätzliches Trinkgeld ist aber gerne gesehen.


In den Küstenregionen gesellt sich eine große Auswahl an Gerichten aus Fisch- und Meeresfrüchten dazu, oft kombiniert mit Kokos und Chili. Meist sind das Corvina und Pargo (See- und Rotbarsch), Dorado (Goldmakrele) und Atún (Thunfisch), serviert mit Kochbananen und frischem Gemüse. Gerne auch in Form von Rondón, einem Fischeintopf auf Basis von Kokosmilch und eingekochtem Gemüse. Ein Klassiker ist Ceviche, bei dem roher, klein geschnittener Fisch in einem Sud aus Limettensaft, Zwiebeln und Koriander gar zieht und mit Mais-Chips serviert wird. In Costa Rica besonders als Snack in Form von Caldosas beliebt, bei dem die Ceviche direkt in einer kleinen Tüte Tortilla-Chips serviert wird.

Eine weitere Variante ist Ceviche in Kokosmilch, was allerdings eher einer kalten Fischsuppe gleicht. Nicht zu verwechseln mit Rondón, was warm serviert wird. Wer unterwegs einen Snack auf die Hand sucht, kommt nicht an Empanadas und Tamales vorbei, die es sowohl mit Fleisch- als auch vegetarischer Füllung an vielen Straßenständen gibt.

Postre y bebidas

Was süße Nachspeisen betrifft, sind es vor allem die Bäckereien, die mit verschiedenen Gebäck- und Kuchensorten aufwarten. Ein beliebter, traditioneller Nachtisch, den jeder Costa-Ricaner kennt, ist Tres Leches. Ein saftiger Biskuitkuchen der in Sahne, Kondens- und Vollmilch getränkt wird. Auf den Getränkekarten finden sich neben den üblichen Softdrinks zahlreiche Varianten von frischen Fruchtsäften, meist als Shake mit Wasser, Milch oder Joghurt. Wer ein Bier bestellt, bekommt in der Regel ein Imperial vorgesetzt, ein helles, costa-ricanisches Lagerbier. Ebenfalls typisch sind Pilsen und Bavaria, die alle der gleichen Brauerei entspringen. Auf den Weinkarten finden sich wiederum vorwiegend Importweine aus Chile, Argentinien und Spanien.


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