Mit dem Auto durch Irland

Den Süden Irlands entdecken

Tag 1

Nach der Ankunft am Flughafen Dublin heißt es erst mal, sich an den Mietwagen und den Linksverkehr zu gewöhnen. Ein paar Proberunden auf dem Parkplatz sind unerlässlich, denn die Umstellung ist gewöhnungsbedürftig. Erster Halt auf der Rundreise durch Irland, ist das Hillview House in Lusk, von wo aus man in etwa 15 Minuten Fahrt die kleine Küstenstadt Skerries erreicht. Im "Skerries Harbour" lockt ein schöner Spaziergang entlang der Landzunge, um die frische Meerluft zu genießen. An der "Harbour Road" schlängeln sich viele kleine Bars und Restaurants aneinander und zum Sonnenuntergang wird jedes freie Fleckchen genutzt, um bei schönem Wetter draußen zu sitzen.

Mit dem Auto durch Irland

Tag 2

Die Rundreise mit dem Auto durch Irland startet in Richtung Cork. Unterwegs kannst Du in Kilkenny stoppen und das "Kilkenny Castle" besuchen, das auf seiner großen Parkanlage rund um das imposante Schloss, Platz für zahlreiche Besucher bietet. Ein weiterer toller Stopp erwartet Dich am Rock of Cashel, eine beeindruckende Ruine, die auf einem Hügel im County Tipperary thront. Der Komplex trägt den Spitznamen "Irische Akropolis" und beinhaltet unter anderem eine romanische und eine gotische Kapelle aus dem 12. und dem 13. Jahrhundert. Danach geht es weiter in Richtung Ballycotton, mit Zwischenstopp in Youghal. Youghal ist ein verschlafenes, kleines Hafenstädtchen mit rund 8000 Einwohnern, das hungrigen Menschen an einem Sonntag Nachmittag das Leben schwer machen kann. Beim Erkunden der Umgebung, kannst Du den weniger schönen Hafenbereich getrost meident. Sehenswert aber ist die "St. Mary's Collegiate Church" mit dem anliegenden, sehr alten Friedhof. Die Stimmung an diesem Ort ist beeindruckend und der Spaziergang dorthin lohnt sich. In Ballycotton angekommen, wartet schon der "Ballycotton Cliff Walk" auf Dich. Ein 4,6 Kilometer langer Wanderweg entlang der Küste, der tolle Aussichten zu bieten hat. Danach geht es weiter zum Beechwood House in Blarney, wo das Pub "Muskerry Arms" zu einem gemütlichen Abend bei irischer Live Folk Musik einlädt. Wir waren nur für eine Nacht in Blarney aber wenn Du etwas mehr Zeit mitbringst, solltest Du noch das "Blarney Castle" besuchen, nördlich von Cork. Dort gibt es einen riesigen Park für Spaziergänge und wenn Du die Burgruine besteigst, kannst Du den berühmten "Blarney Stone" in der Burgmauer küssen, was einem der Legende nach eine ewige Sprachgewandtheit verspricht ;)

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Ring of Kerry

Tag 3 - 4

Die Irlandreise führt weiter in Richtung Bantry und zum Sheep's Head. Der Fahrt dorthin ist nicht ohne, da die Straßen häufig unübersichtlich und gerade so breit genug für ein Auto sind. Am Sheep's Head kannst Du nach Lust und Laune wandern, denn dort verlaufen ca. 20 abwechslungsreiche Rundwanderwege, in verschiedenen Längen. Der 88 Kilometer lange Fernwanderweg "Sheep's Head Way" ist der bekannteste unter ihnen. Eine Wanderung am Sheep's Head wird mit fantastischen Aussichten belohnt und auf dem weitläufigen Areal bist Du nahezu ungestört unterwegs. Nach einer schönen und ausgiebigen Wanderung fährst Du weiter zum River Valley Farmhouse in der Nähe von Killarney.

In Killarney gibt es mehrere Möglichkeiten Fahrräder zu leihen und durch den rund 10.000 Hektar großen "Killarney Nationalpark" zu fahren. Der Park ist ein Naturschauspiel aus Bergen, Seen, Wäldern und einer großen Artenvielfalt an Wildtieren. Am westlichen Rand des Nationalparks befindet sich das Gap of Dunloe, ein schmaler Gebirgspass, der sich auf elf Kilometern Länge durch die wunderschöne Landschaft schlängelt. Ein kleines Highlight auf einer Rundreise mit dem Auto durch Irland. Der "Muckross Lake" im Killarney Nationalpark ist mit bis zu 75 Metern Irlands tiefster See und beherbergt der Legende nach ein Monster in Form eines sechs Meter langen Aals. Erster Halt ist bei der "Muckross Abbey", einer alten Abtei auf einem Friedhof, die im Jahre 1340 gegründet wurde. Danach geht es weiter zum "Muckross House", einem stattlichen Herrenhaus mit anliegendem Park, der zu einer ausgiebigen Pause einlädt. Durch das ungewähnlich langanhaltend warme Wetter während unserer Reise, herrschte am See leider eine Fliegenplage, die unsere Picknick Pläne am Wasser scheitern ließ. Dennoch ein schöner Tag im Killarney Nationalpark, der sich zweifellos am besten mit dem Rad erkunden lässt. Abends lohnt sich ein Besuch der "Quinlans Seafood Bar", die eine tolle Auswahl an frischen Meeresspezialitäten zu bieten hat.

Von Killarney aus führt die Route weiter nach Dingle. Mit etwas mehr Zeit im Gepäck, lohnt es sich den kompletten Ring of Kerry abzufahren. Die 179 Kilometer lange Panoramaküstenstraße führt einmal um die "Iveragh Halbinsel" herum und ist bei Touristen beliebt. Aufgrund der engen Straße dürfen Busse die Strecke nur gegen den Uhrzeigersinn befahren. Wenn Du den Ring of Kerry selbst mit dem Auto erkunden möchtest, solltest Du dies ebenfalls gegen den Uhrzeigersinn tun, ansonsten kann es ungemütlich werden, wenn Dir laufend Busse auf der schmalen und kurvenreichen Straße begegnen. Für Wander- und Trekkingbegeisterte bietet sich der Fernwanderweg "Kerry Way" an, ein 214 Kilometer langer Rundwanderweg, der in der Stadt Killarney beginnt und wieder endet.

Die Blasket Islands

Tag 5

Bevor es weiter in Richtung Limerick geht, steht noch ein Abstecher zur Dingle Peninsula auf dem Programm. Dort erwarten Dich Ausblicke, wie Du sie von Postkarten kennst, mit feinen Sandstränden und herrlich blauen Meeresbuchten. Das kleine Fischerdorf Dingle ist wie gemacht für einen schönen Spaziergang durch die kleinen Straßen und engen Gassen, in denen neben Kunst- und Handwerksläden auch Cafés, urige Pubs und kleine Restaurants ihren Platz gefunden haben, die täglich fangfrischen Fisch zubereiten. Auf einer schönen Bootstour werden die Blasket Islands angesteuert und die Hauptinsel "Great Blasket" kann zu Fuß erkundet werden. Deren letzten 22 Einwohner wurden 1953 auf das Festland evakuiert und seitdem ist sie unbewohnt. Lediglich ein kleines Häuschen für den Touristenempfang wird dort noch betrieben. Bei schönstem Wetter haben wir dort eine fantastische Wanderung genossen und die verfallenen Häuser der einstigen Bewohner erkunden. Auf der Rückfahrt lernst Du zudem noch "Fungie" samt seiner Freunde kennen. Ein Delfin, der seit über 30 Jahren in der Bucht lebt und es liebt, neben den Booten her zu schwimmen. Im Anschluss führt die Reise weiter nach Limerick, eine der ältesten Städte Europas und zur nächsten Unterkunft, dem Oakwood House.

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Die Cliffs of Moher

Tag 6

Am sechsten Tag der Rundreise mit dem Auto durch Irland, führt der Weg zu den Cliffs of Moher. Sie bieten einen atemberaubenden Ausblick und wahren Nervenkitzel, wenn Du bis an die scharfen Kanten der Steilklippen herantrittst. An klaren Tagen reicht die Aussicht bis zu den Aran Inseln, die vor der Galway Bucht liegen. Es gibt ein weitläufiges Netz aus Wanderwegen und wenn Du den (eigentlich verbotenen) Abstieg zum Fuß der Klippen wagst, wird ein weiteres, umwerfendes Bild geboten. Die kleinen "Steinchen", die vom oberen Rand der Klippen sichtbar sind, entpuppen sich dort unten plötzlich als riesige Felsen. Der gewaltige Anblick der Cliffs of Moher ist ein Highlight von Irland und natürlich kein Geheimtipp mehr. Um die Besuchermassen an den bis zu 214 Meter hohen Klippen zu umgehen, solltest Du sie am frühen Morgen oder späten Nachmittag besuchen. Der Zugang zu den Cliffs of Moher ist kostenlos und für den Besuch des "Visitor Centre" wiederum wird Eintritt verlangt. Es gibt kostenlose Parkmöglichkeiten, die etwas abseits liegen. Am Hauptparkplatz des Visitor Centre wird eine Parkgebühr erhoben, die allerdings auch den Eintrittspreis zum Besucherzentrum beinhaltet. Nächster Halt auf der Irlandreise ist der nahegelegene Burren Nationalpark. Ein 250km² großes Kalksteingebiet, in dem über Kilometer hinweg nichts weiter als gigantische, tief durchfurchte Kalksteinplatten und -blöcke zu sehen sind. Ein sehr skurriler Anblick. Gegen Abend erreichst Du dann die letzte Unterkunft, das "Seaview" in Raheny, Dublin.

Dublin

Tag 7 - 9

Beim Sightseeing in Dublin darf das Trinity College nicht fehlen. Die renommierte Universität wird als eine der führenden Europas angesehen und gehört zu den bekanntesten, touristischen Attraktionen in Dublin. Täglich werden mehrere Führungen angeboten, die von Studenten geplant und geleitet werden. Mit witzigen Anekdoten zur Geschichte der Universität und ihren Gebäuden, führt der Rundgang einmal quer über den Campus. Die Führung endet in Irlands größter und wirklich sehenswerten Bibliothek, der Trinity College Library. Imposante Räumlichkeiten, deren Besuch sich lohnt, nicht zuletzt wegen einem ihrer größten Schätze, dem Book of Kells, das vor rund zehn Jahren zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde. Den Rest des Tages kannst Du damit verbringen, den schönen Stadtkern Dublins zu erkunden.

Am nächsten Tag geht es zum  "Guinness Store House". Ein Teil des Komplexes wurde zu einer Art Museum umfunktioniert, das jährlich von zahlreichen Touristen besucht wird. Täglich gibt es mehrere Führungen durch die interaktive Erlebniswelt, die ein Guinness Tasting beinhalten und mit einem amüsanten Zapfkurs enden, der bei erfolgreichem Abschluss mit einem Zapf-Diplom belohnt wird ;) Nach einer ungewöhnlich warmen und sonnigen Woche, erreichte uns dann doch noch das typisch irisch, nasse Wetter, weshalb wir den restlichen Tag im berühmten "Temple Bar" Viertel ausklingen ließen.

Am letzten Tag der Rundreise durch Irland, lohnt sich ein kleiner Abstecher nach Howth, bevor Du Dich zurück auf den Weg zum Flughafen machst. Howth ist ein gemütliches, verschlafenes Küstenstädtchen, mit einigen kleinen Restaurants, in denen frischer Fisch in den verschiedensten Variationen serviert wird. Das "Octopussy's" ist empfehlenswert, wenn auch die Portionen etwas kleiner und die Preise noch dazu teurer sind. Geschmeckt hat es trotzdem und war ein toller Abschluss einer schönen Rundreise durch Irland.

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