Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen

Roadtrip Norwegen 2 Wochen

Mit dem Bulli durch Skandinavien

Mit seiner außergewöhnlichen Naturkulisse gehört Norwegen zu den Top Zielen unter Outdoorfans. Die reizvolle Landschaft aus gewaltigen Gebirgszügen, rauen Küstenfjorden und unberührter Natur, bietet mit tausenden Kilometern an Wanderwegen die besten Voraussetzungen für Trekking- und Naturfreunde. Um unabhängig und spontan bleiben zu können, haben wir Norwegen mit dem Bulli erkundet. Ein fantastischer Roadtrip quer durchs Land, mit unvergesslichen Momenten, beeindruckenden Naturschauspielen und dem Gefühl völlig frei zu sein. Wenn auch Du Norwegen auf einem Roadtrip erleben möchtest, findest Du hier eine tolle Norwegen Reiseroute für zwei Wochen sowie unsere besten Norwegen Tipps, mit denen Du auch im teuren Skandinavien günstig und vor allem stressfrei reisen kannst.

Deine Norwegen Rundreise

Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen

Du erreichst das schöne Bergen mit der Fähre von Dänemark und besuchst das unter Touristen beliebte Hanseviertel "Bryggen". Es geht weiter nach Aurland, mit Besuch des Aussichtspunktes "Stegastein" und über die Hochlandebene "Aurlandsfjellet" führt Dich Dein Weg nach Oldedalen im "Jostedalsbreen Nationalpark", wo Dich eine schöne Wanderung zum "Briksdalsbreen Gletscher" erwartet. Vorbei am "Geirangerfjord", geht es über die Hochebene "Strynefjell" nach Valldal, wo Du eine Wanderung zum "Mefjellet" einplanen solltest, die Dir eine fantastische Aussicht garantiert. Mit Zwischenstopp an der "Trollstigen" fährst Du weiter nach Eide. In der Nähe befindet sich die "Trollkirka", die Du auf einer aussichtsreichen Wanderung entdecken kannst. Im Anschluss erreichst Du Heidal, von wo aus Du die "Knutshoe" Wanderung machst. Es geht weiter nach Geilo und anschließend in Richtung Nedstrand, mit Wanderung zur "Himakana", der kleinen Schwester der "Trolltunga". Auf dem Weg nach Jorpeland, besteigst Du den beliebten Wanderweg zum "Preikestolen". Du fährst weiter in Richtung Rysstad und kannst die Wanderung zum "Kjeragbolten" machen oder die längste Holztreppe der Welt in Florli besteigen. Der letzte Stop auf Deinem Roadtrip durch Norwegen ist Kristiansand, von wo aus Du mit der Fähre wieder nach Dänemark übersetzt. Den kompletten Reiseplan mit allen Reisezeiten und Entfernungen findest Du hier: Reiseplan Roadtrip Norwegen

  • Bergen
  • Aurland
  • Oldedalen
  • Valldal
  • Eide
  • Heidal
  • Geilo
  • Nedstrand
  • Jorpeland
  • Rysstad

Norwegen Highlights - Unsere Top 5

Gamle Strynefjellsvegen

Die Gamle Strynefjellsvegen ist eine 27 Kilometer lange, nationale Touristenstraße (Schotter), die über die Hochebene Strynefjell führt und unter Denkmalschutz steht.

Trollstigen

Die Trollstigen (Trollleiter) ist eine beliebte Touristenstrecke. Die Kurvenreiche Straße wurde bekannt durch ihre zahlreichen Serpentinen, mit zwölfprozentiger Steigung.

Trollkirka

Die Trollkirka (Trollkirche) ist eine Höhle auf ca. 485 Metern Höhe. Sie besteht aus drei Kalkgrotten mit innenliegenden Wasserfällen und einem unterirdischen Gangsystem.

Knutshøe

Die Knutshøe liegt gegenüber des meist von Touristen überfüllten Besseggen Grats und bietet einen atemberaubenden Blick auf den grünen Fluss Gjende.

Preikestolen

Die berühmte Plattform bietet nach einer schönen Wanderung einen tollen Ausblick auf den Lysefjord. Die freiliegende Felskante fällt rund 600 Meter senkrecht ab.

Norwegen 2 Wochen Highlights

Roadtrip Ja oder Nein?

Du willst eine Rundreise durch Norwegen machen und die erste Frage die Du Dir stellst ist: "Reise ich per Flugzeug an und nehme mir vor Ort einen Mietwagen oder fahre ich die gesamte Strecke mit dem Auto?" Gegen die Anreise mit Auto spricht zuerst mal die Zeit, die Dir je nach Startpunkt durch die An- und Abreise verloren geht sowie der hohe Kraftstoffverbrauch, außerdem bist Du auf eine der Fähren angewiesen, die mit PKW nicht gerade günstig sind. Im Gegenzug gibt es aber auch eine ganze Menge guter Gründe die dafür sprechen, den Norwegen Roadtrip bereits vor der eigenen Haustür zu starten.

Du sparst nicht nur die Flugkosten, sondern auch das Geld für den Mietwagen, der in Norwegen nicht unbedingt günstig ist. Für Outdoor Fans bietet sich außerdem der entscheidende Vorteil, dass das eigene Zelt, der Schlafsack usw. auch mit ins Gepäck können, was im Flugzeug hohe Mehrkosten verursacht. Zudem gibt es in Norwegen das Jedermannsrecht, das Dir die Freiheit bietet überall dort zu übernachten, wo Du es möchtest und diese Freiheit lebt sich ganz klar am besten mit einem Bulli :) Deinem gemütliches Zuhause auf vier Rädern. Im Bulli kannst Du nicht nur überall übernachten, wo es Dir passt, Du hast auch die Möglichkeit, Dir eigenen Proviant mitzunehmen, wodurch Du in Norwegen richtig viel sparen kannst, denn dort sind Lebensmittel und vor allem alkoholische Getränke deutlich teurer, was sich in der Reisekasse bemerkbar macht. 

Den Norwegen Roadtrip mit Bulli vor der eigenen Haustür starten? Wir sagen Ja!

PRO

- die Flugkosten nach Norwegen entfallen

- Du sparst Dir die Mietwagenleihgebühr

- Zelt, Schlafsack & Co. passen ins Gepäck

- Du kannst Lebensmittel mitnehmen

- Du kannst von Tag 1 an flexibel bleiben

CONTRA

- die Zeit für An- und Abreise

- die zusätzlichen Kraftstoffkosten

- Fährüberfahrten sind nicht günstig


Norwegen Fähre

Mit der Fähre von Dänemark nach Norwegen:

Hirtshals, im Norden Dänemarks, ist der haupt Ausgangspunkt für Fährüberfahrten nach Norwegen. Von dort aus setzen täglich viele Fähren von unterschiedlichen Gesellschaften über. Fjordline ist der einzige Fährbetrieb der von Hirtshals bis nach Bergen fährt. Die Fähre mit der Route Hirtshals Stavanger Bergen braucht etwa 16,5 Stunden, daher lohnt sich in diesem Fall eine Nachtüberfahrt, die regulär um 20 Uhr startet und gegen 12:30 Uhr am folgenden Tag in Bergen endet. Die Schlafkabinen sind nicht unbedingt günstig aber dennoch empfehlenswert, da die Alternative einfache Ruhesessel sind, die Du Dir mit vielen anderen teilen musst. Verhältnismäßig günstig und gut hingegen sind sowohl das Abendbuffet, inklusive alkoholischer Getränke, sowie das Frühstücksbuffet. Beide erhältst Du mit 20 Prozent Rabatt, wenn Du sie zusammen mit den Tickets buchst

Mit der Fähre von Norwegen nach Dänemark:

Für die Rückfahrt von Norwegen nach Dänemark ab Kristiansand, haben wir eine Fähre der Colorline genutzt, die uns in drei Stunden und 15 Minuten zurück nach Hirtshals in Dänemark brachte. Die Colorline braucht zwar eine Stunde länger als die Fjordline, ist aber günstiger und fährt etwas später im Nachmittag, was uns mehr Zeit an diesem Tag verschaffte.

Guter Tipp für die Fähre

Das Fährticket von Dänemark nach Norwegen und zurück kannst Du deutlich günstiger erwerben, wenn Du frühzeitig buchst, am besten schon einige Monate vorab. Außerdem sparst Du, wenn Du direkt auf der Website des Fähranbieters buchst und in Norwegischen Kronen bezahlst. Und das geht ganz einfach:

  1.   Öffne die Website der Fährgesellschaft und ändere die Endung .de zu .no
  2.   Öffne die Website parallel noch einmal auf deutsch, damit Du übersetzen kannst, wo Du Dich auf der norwegischen Seite gerade durchklickst ;)
  3.   Jetzt kannst Du Schritt für Schritt Deine Buchung ausführen und siehst auch gleich den Preisunterschied zur deutschen Website

So haben wir zwei Monate vor Reisebeginn für beide Fährüberfahrten noch insgesamt etwa 50€ pro Person gespart. WICHTIG ist allerdings, dass bei Deiner Kreditkarte keine Fremdwährungsgebühren anfallen. Das solltest Du vor der Buchung auf der norwegischen Seite sicherstellen.

Norwegen Maut

Die Kosten für den Bau von Straßen, Tunneln und Brücken werden in Norwegen über Mautstellen finanziert. Eine Übersicht aller Mautstellen und Kosten findest Du auf Vegvesen.no. Derzeit gibt es in Norwegen rund 200 aktive Mautstationen, die nahezu alle mit elektronischer Kennzeichenerfassung mittels Foto arbeiten und einfach durchfahren werden können. Eine Ausnahme ist die Mautstation an der "Rv 64 Atlanterhavstunnelen", an der noch Bar gezahlt wird. Die Mautstellen sind vorab durch Schilder gekennzeichnet, wie "automatisk bomstasjon", "automatic toll" und "toll plaza". Die Erfassung der Fahrzeuge ist in zwei Klassen aufgeteilt:

  • Klasse 1:  KFZ bis 3,5t und Fahrzeuge die darüber liegen, mit Autopass-Vertrag
  • Klasse 2:  KFZ mit Gewerbenutzung über 3,5t und Fahrzeuge über 3,5t ohne Autopass Vertrag

Motorräder sind bis auf wenige Ausnahmen ("Atlanterhavstunnelen" und einige Fähren), von der Mauterhebung befreit. Für die Bezahlung der Maut gibt es mehrere Möglichkeiten:

 

Maut auf Rechnung:
Fahrzeuge, die außerhalb Norwegens gemeldet sind, erhalten die Mautrechnungen immer von der EPC. Dort kannst Du Dich vorab online registrieren und Dein Fahrzeug anmelden. Dadurch hast Du theoretisch jederzeit Einsicht in alle Rechnungen und Fotos der Mautstellen. Wir haben allerdings festgestellt, dass unsere Rechnung trotz der Registrierung erst sechs Monate später erhoben wurde und einsehbar war. Die Benachrichtigung über neue Rechnungen kommt per Email. Durch die Anmeldung Deines Pkw erfolgt außerdem eine Einteilung nach Umweltklasse. Ohne die Registrierung wird automatisch die schlechtere Klasse gewählt und die Maut mit dem höchstem Satz berechnet.

 

Autopass-Chip:
Der Autopass-Chip gilt als sinnvoll bei einem Aufenthalt von mehr als zwei Monaten. Der Chip kann online gegen eine Kaution von 200 NOK bestellt werden und wird hinter der Frontscheibe positioniert. Für Fahrzeuge über 3,5t bietet sich der Vorteil, dass die Berechnung nach "Klasse 1" erfolgt (siehe oben). Generell sind durch den Autopass-Chip Ermäßigungen an den Mautstellen möglich, dafür müssen aber separate Verträge mit den verschiedenen Mautgesellschaften abgeschlossen werden, die nicht automatisch auslaufen. Der Aufwand lohnt sich also erst ab einem längeren Aufenthalt in Norwegen.

 

Wenn Du Dir einen Mietwagen leihst, dann informiere Dich vorab ob ein Autopass-Chip im Fahrzeug ist. Wenn nicht, muss meist eine Vorabzahlung für die Maut per Kreditkarte getätigt werden. Andernfalls wird die Mautrechnung an die Mietwagenfirma gesendet und diese berechnen für die Weiterleitung an den Mieter manchmal zusätzliche Gebühren.

City Maut

In Norwegen gibt es neben der Maut auf Straßen, Brücken und in Tunneln auch eine City Maut. Diese fällt je nach Stadt unterschiedlich hoch aus, die Bezahlung aber erfolgt im gleichen System wie bei der Straßenmaut. Auch bei der City Maut wird bei den Fahrzeugen zwischen "Klasse 1" und "Klasse 2" (siehe oben) unterschieden. In folgenden Städten wird über mehrere Stationen eine Maut erhoben:

  • Bergen
  • Bodø
  • Førde
  • Grenland
  • Harstad
  • Hangesund
  • Kristiansand
  • Nord-Jæren
  • Oslo/Bærum
  • Trondheim

Der norwegische Zoll

Norwegen ist nicht günstig, egal ob es um Lebensmittel, Unterkünfte oder alkoholische Getränke geht. Daher haben wir uns für die Selbstversorger Variante entschieden und uns vorab über die norwegische Zoll Website Toll.no informiert, was in welchen Mengen eingeführt werden darf. Wichtiger Hinweis: Es dürfen z.B. keine Kartoffeln mitgenommen werden.

Bier nach Norwegen mitnehmen

Was Camping- oder Angelurlaube in Norwegen betrifft, ist tatsächlich eine der am häufigsten gestellten Fragen im Netz, wie viel Bier man nach Norwegen mitnehmen darf? Auf der norwegischen Zoll-Website Toll.no sind die Freimengen pro Person für alkoholische Getränke und Zigaretten angegeben, inklusive der möglichen Umwandlungsmengen. Daraus ergibt sich bspw. für Bier eine Freimenge von 6,5 Litern pro Person. Was darüber hinaus geht, muss verzollt werden. Wer über die Freimenge hinaus kommt, für den können die Angaben auf der norwegischen Zollseite etwas verwirrend sein. Es wird häufig so verstanden, dass Bier über 4,7% teurer verzollt werden muss. Das stimmt allerdings nicht, die 4,7% Grenze gilt nur für andere alkoholische Getränke. Bier (auch Starkbier) kann zum geringeren Preis von 20 NOK/Liter eingeführt werden. Diese Info haben wir direkt vom norwegischen Zoll.

Camping Key Europe - Die CKE Card

Die Camping Key Europe Card - kurz CKE - ist eine Rabattkarte für Campingplätze. Bei europaweit rund 3000 Camping- und Stellplätzen sind Rabatte von bis zu 20% möglich, außerdem erhält man damit bei verschiedenen Anbietern Rabatte auf Campingzubehör. Die Karte kostet rund 16€ und wird mittlerweile nur noch in digitaler Form vergeben. So kann sie über die "My Camping Key" App genutzt und auch gleich in der App bestellt werden. Der ADAC bietet Mitgliedern die Karte für nur 12€ an und versendet sie als einziger Anbieter noch als richtige Checkkarte, mit einer Gültigkeit von 12 Monaten. Der Nachteil: Die Kartennummer lässt sich nicht in der App nutzen, dort funktioniert nur eine digital erteilte Nummer. Über die App hat man Einsicht in die verschiedenen Rabattaktionen und eine Übersicht, über die teilnehmenden Campingplätze. In Schweden bspw. gibt es bereits einige Campingplätze, auf denen die "Karte" sogar Voraussetzung dafür ist, einen Stellplatz zu erhalten. Sie ermöglicht zudem einen schnelleren Check-In an den Campingplätzen und wird in Form der Checkkarte auch als Ausweisersatz akzeptiert. Außerdem beinhaltet die CKE Card eine Unfallversicherung für alle Fahrzeuginsassen, während des Aufenthaltes auf dem Campingplatz. Beim Check-In an den Campingplätzen sollte die Karte immer vorgelegt werden, egal ob als Checkkarte oder in der App, um mögliche Rabatte in Anspruch nehmen zu können. Der ADAC bietet auf seiner Website auch eine Übersicht der Stellplatzrabatte, für all diejenigen, die die App nicht nutzen können. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich die Karte in der Nebensaison eigentlich nicht lohnt. Fast alle Rabatte beziehen sich auf die Hauptsaison.

Der Bulli für Deinen Skandinavien Roadtrip

Ein Zufall führte dazu, dass wir während eines Kurztrips nach Berlin auf das Liber Team gestoßen sind. Eine junge, naturverbundene Truppe, mit Spaß am alternativen Reisen. Liber Rental hat einen Sitz in Berlin und in Hamburg, somit kamen wir auf die tolle Idee, Norwegen nicht mit dem eigenen Auto, sondern ab Hamburg zwei Wochen lang mit dem Bulli zu bereisen. Einen Bulli zu mieten ist zwar nicht unbedingt die preiswerteste Idee, allerdings sind Unterkünfte in Norwegen verhältnismäßig teuer und Liber Rental bietet dieses tolle Abenteuer zum wirklich fairen Preis. Stellt man also die Kosten gegenüber und bedenkt die Freiheiten, die einem damit geboten werden, dann spricht das eindeutig für den Bulli. Der Gedanke, nicht jeden Tag auf die Suche nach teuren Unterkünften gehen zu müssen, begeisterte uns sofort und mit dem Liber Team, haben wir eine gute Wahl getroffen.

Roadtrip Norwegen 2 Wochen
Liber Rental Bulli Vicky

Unser Bulli hieß Vicky, ein 2001er VW T4 California mit Hochdach und Westfalia Ausbau. Da die gute Vicky nicht gerade ein Leichtgewicht ist, hat uns die 100PS Maschine mit Automatikgetriebe gleich mal in die Schranken gewiesen. Aber wir merkten schnell, wie entspannt auch eine Autobahnfahrt sein kann, wenn man einfach mal gemütlich unterwegs ist. In Norwegen angekommen, war die Leistung unseres blauen Flitzers umso ausreichender, denn gerade die schönen Neben- und Panoramastraßen Norwegens, auf denen man ohnehin nur mit durchschnittlich 50 km/h unterwegs ist, machten diesen zweiwöchigen Roadtrip so schön! So mancher Berg brachte Vicky zwar etwas ins Schwitzen aber wir hatten uns schnell an das tolle Gefühl gewöhnt, Zeit zu haben und uns nicht mehr stressen zu lassen. Auch nicht von LKW Fahrern, die ohne uns wohl manchmal etwas schneller ans Ziel gekommen wären … who cares, wir hatten Spaß! :)

Als wir das erste mal vor Vicky standen, hatten wir so unsere Zweifel, ob man in der kleinen, kompakten Kiste wirklich zwei Wochen "leben" kann aber wir wurden eines Besseren belehrt. Um Dir den Start mit dem Bulli vorab etwas zu vereinfachen, findest Du auf der Liber Website verschiedene Tutorials, die Dir den Umgang mit allen wichtigen Funktionen und Ausstattungsmerkmalen der T4 Busse ganz genau erklären. Bei der Übergabe wirst Du nochmal kurz auf die wichtigsten Dinge hingewiesen und bei Fragen oder Problemen, steht Dir die gesamte Truppe auch während der Reise jederzeit zur Verfügung.

Wenn Du Dich dazu entschließt, einen Bulli bei Liber Rental zu mieten, dann bekommst Du für Dein Roadtrip Abenteuer ein Rundumpaket zum fairen Preis. Die Bullis werden regelmäßig gewartet und vor jedem Verleih nochmal durchgecheckt. Ein Schutzbrief ist natürlich für den Notfall auch dabei. Die Bullis sind sparsam im Verbrauch, auch wenn man sie durch Norwegens Berge treibt und alle Ausstattungselemente sind einfach zu bedienen. Die kleine Küchenzeile bietet ausreichend Platz zum Kochen und in den Kühlschrank passt einiges rein, wobei Du ihn aber nicht zu voll packen solltest, damit die Kühlleistung konstant bleibt. Wir haben durchgehend unter dem Aufstelldach geschlafen, dadurch spart man sich das ständige Umräumen von Küche und Schlafbereich. Um unterwegs Ordnung zu halten macht es Sinn, das eigene Gepäck und den Proviant in stapelbaren Kisten im geräumigen Kofferraum aufzubewahren. Anstelle von Koffern, solltest Du Deine Kleidung in einem Trekkingrucksack mitbringen, da Du diesen leichter in einem der Seitenfächer verstauen kannst. Durch die Standheizung haben uns die teils frischen Temperaturen nichts ausgemacht, im Bulli war es immer kuschelig warm und perfekt für einen Spieleabend, nach einem langen Wandertag. Die Bullis von Liber Rental verfügen über Zusatzbatterien, die einfach über einen 230 Volt Anschluss wieder aufgeladen werden können und so bspw. den Kühlschrank mit Energie versorgen. Die Kosten für einen Stromanschluss auf den Campingplätzen, betragen nahezu überall 40 NOK.

Unser Zuhause auf Rädern war bestens ausgestattet, mit allem was man so braucht und wir haben eine tolle Zeit mit der guten Vicky auf Norwegens Straßen verbracht.  Für dieses unvergessliche Abenteuer haben wir mit Liber Rental die richtige Wahl getroffen und werden gerne nochmal auf die Jungs zurückkommen, um auch den neuen Entdecker mit auf Reisen zu nehmen. Klare Empfehlung von uns für Liber Rental. Was noch so alles in den Bulli passt und was Du unbedingt in Norwegen dabei haben solltest, findest Du in unserer Packliste für Norwegen.

Die gute alte Campingküche

Norwegen ist nicht gerade preiswert was Restaurants betrifft. Aber keine Sorge, auf die günstigere Alternative in Form der Campingküche zurückzugreifen bedeutet nicht, dass die Mahlzeiten nicht abwechslungsreich und lecker sein können. Da die Küchenzeile im Bulli über zwei Kochstellen verfügt, lässt sich ganz einfach und in kurzer Zeit ein deftiges und leckeres Essen zubereiten, das als perfekte Grundlage für die nächste Wanderung dient. Wir haben auf unserer zweiwöchigen Rundreise jeden Abend selbst gekocht und das hat im Bulli auch noch richtig Spaß gemacht!

Konserven sind der Notnagel, wenn es mal schnell gehen muss und so startete unser erster "kulinarischer" Abend ziemlich unspektakulär, mit einem vegetarischen Erbseneintopf und ein paar Broten. Trotzdem lecker und in der Abendsonne vorm Bulli schmeckt es sowieso gleich viel besser ;) Wenn Du jetzt auf der Suche nach schnellen und einfachen Gerichten bist, die mit ein paar wenigen Gewürzen richtig was her machen, dann haben wir hier einige Ideen aus unserer vegetarischen Bulli-Küche für Dich:

  • Nudeln mit eingelegten Tomaten und frischem Gemüse
  • Couscous mit frischem Gemüse und rotem Pesto oder Tomatensoße
  • Nudeln mit vegetarischem Hackfleisch und Chilis
  • Vegetarische Maultaschen mit frischem Gemüse
  • Semmelknödel mit frischem Pilzragout
  • Nudelsalat mit Grillkäse
  • Linseneintopf mit frischem Gemüse
  • Vegetarische Ravioli mit Broten

Dein Reiseplan für Norwegen

Roadtrip Norwegen 2 Wochen

Norwegen Route 2 Wochen

  • Reisedauer: Zwei Wochen
  • Reiseroute:
    - 2000 Kilometer in Norwegen
    - 1030 Kilometer in Dänemark
  • Reine Reisezeit: 67,5 Stunden
    (inkl. Fährüberfahrten)
  • Transportmittel:
    Bulli + Fähre

Auf unserem Roadtrip haben wir insgesamt 2.000 Kilometer auf Norwegens Straßen zurückgelegt sowie weitere 1.030 Kilometer in Dänemark, plus die Fahrt nach Hamburg und zurück. Das hört sich erst mal fies an aber dadurch, dass es in Norwegen einfach so wahnsinnig viel Schönes zu sehen gibt, ist die Zeit auf den Fahrten regelrecht verflogen.

Startpunkt war das schöne Trier, von wo aus wir die 615 Kilometer bis Hamburg mit dem eigenen Auto zurücklegten. Von Hamburg bis Hirtshals erwarteten uns am kommenden Tag weitere 515 Kilometer, die wir schon im Bulli verbrachten und von dort aus ging es gleich weiter auf die Fähre, zur 16,5 stündigen und 560 Kilometer langen Nachtüberfahrt nach Bergen. Ab Bergen startete dann der 2000 Kilometer lange und wirklich schöne Teil unseres zwölftägigen Roadtrips.

Roadtrip Norwegen 2 Wochen Route
Norwegen Route

Bulli Roadtrip Norwegen zwei Wochen