Norwegen 2 Wochen - Die Bulli Roadtrip Highlights

Der Bulli Roadtrip startet in Hamburg

Der Startschuss für unseren Bulli Roadtrip Norwegen fiel in Hamburg. Über 'Booking' hatten wir ein Pensionszimmer nördlich des Stadtparks, im Stadtteil Alsterdorf gebucht, um am kommenden Tag ganz entspannt in unseren Norwegen Roadtrip zu starten. Zum Bulli Roadtrip in Norwegen gehört aber auch ein Bulli und den gibt's zu einem guten Preis bei Liber Rental. Nach einer kurzen Einweisung landen Deine sieben Sachen im Bus und Dein PKW kann im Hamburger Stadtpark bleiben, wo es kostenlose Abstellmöglichkeiten gibt. Dann kann es auch schon losgehen - Scheiben runter, warme Sommerluft rein und diesen "Wie cool ist das denn Moment" einfach genießen ;)

Anreise über Dänemark

Bevor Du Dich auf den Weg zum 515 Kilometer entfernten Hirtshals machst, solltest Du noch Deine Vorräte in einem Hamburger Supermarkt aufstocken. Was Du für Norwegen so alles brauchst, findest Du in unserer Norwegen Packliste. Vorm Grenzübertritt kannst Du noch einmal zu den günstigeren, deutschen Preisen volltanken, bevor es weiter nach Hirtshals geht. Der Ort liegt im Norden Dänemarks, von wo aus die Fähre der Fjordline zwei mal täglich in Richtung Bergen absetzt. Weitere Infos zu den Fährüberfahrten findest Du unter Fähre Norwegen.

Die Fähre nach Norwegen

Auf der Fähre kommt nur das Nötigste an Gepäck mit in die Schlafkabine und wenn das Wetter passt, lohnt sich der Gang zum Außendeck, um beim Auslaufen den Sonnenuntergang zu genießen. Auf den Fähren gibt es Duty Free Bereiche zum durchstöbern, allerdings gelten dort schon skandinavische Preise. An Bord wird an zwei Zeiten Buffet angeboten, das Du  bereits beim Kauf der Tickets mit buchen kannst. Softdrinks, Kaffee und Bier sind dabei gratis. Neben des Buffets, stehen noch einige Bistros zur Verfügung und gesonderte Räume, um selbst mitgebrachtes Essen zu verzehren. Für die Abendunterhaltung gibt es eine Bar mit Live Musik.

Das Maritime Mobilfunknetz

ACHTUNG - Während der Fährüberfahrt, wechselt das mobile Netz automatisch zum Maritimen Service (MCP Norway). Dadurch können am Handy hohe Kosten entstehen, besonders bei der Datennutzung per Whatsapp etc. Beim Auslaufen aus dem Hafen, solltest Du daher den Flugmodus aktivieren. Falls erforderlich, kann an Bord ein WLAN Zugang gekauft werden.

Ankunft in Bergen, Norwegen

Nach gut 16,5 Stunden Fahrt, legt die Nachtfähre der Fjordline pünktlich um 12:30 Uhr im schönen Bergen in Norwegen an. Gut erholt, haben wir uns am Frühstücksbuffet eine ordentliche Stärkung für den Tag angefuttert und uns bei strahlendem Sonnenschein aufs Außendeck begeben. Die Aussicht beim Einlaufen in die Fjorde von Bergen ist wunderschön, das solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Bevor die Fähre in der zweitgrößten Stadt Norwegens anlegt, kannst Du über die Norwegian Customs App noch zu verzollende Lebensmittel und Getränke anmelden und bezahlen. Der Beleg hat nur eine Gültigkeit von zwei Stunden, weshalb Du das erst kurz vor der Ankunft erledigen solltest. Erster und beliebtester Anlaufpunkt in Bergen ist das alte 'Hanseviertel Bryggen', wo sich die Parkhaussuche als schwierig erweist, wenn man über den normalen PKW Maßen liegt. Etwas außerhalb findest Du aber auch in den Wohngebieten noch freie Parkplätze. Sicher nicht unbedingt für Touristen gedacht aber wir sind ohne Strafzettel davon gekommen ;)

Das Hanseviertel Bryggen

Das alte Hanseviertel Bryggen (oder auch Tyskebryggen) ist seit 1979 UNESCO Weltkulturerbe und die wichtigste Sehenswürdigkeit von Bergen. Erkennungsmerkmal sind die rund 60 alten Holzhäuser, deren bunte Fronten jedes Jahr zahlreiche Touristen in die Stadt ziehen. Sie teilen sich den Platz mit einer ganzen Reihe von Souvenirshops, Restaurants und Cafés, deren Preise sich gewaschen haben. Für ein Bierchen in der Sonne, musst Du schon mal satte neun Euro oder mehr locker machen. In der Nähe befinden sich einige Handwerksstände und gegenüberliegend ein gut besuchter, kleiner Fischmarkt. Angrenzend liegt eine Markthalle, mit frischen Lebensmitteln und darüber befindet sich die Touristeninformation, die eine gute Auswahl an kostenlosem Infomaterial rund um alles Sehenswerte in Norwegen bietet.

Campingplatz Bergen

Der nächstbeste Campingplatz ist der Bergen Camping Park 15 Kilometer außerhalb von Bergen. Ein schlichter Platz, der als gute erste Anlaufstelle dient, damit Du in Ruhe den Bulli erkunden und Dich einrichten kannst. Der Platz eignet sich gut, um den ersten Abend Deines Norwegen Roadtrips gemütlich ausklingen zu lassen.

Erster Stopp in Aurland

Der Roadtrip durch Norwegen geht weiter ins 160 Kilometer entfernte Aurland. Auf der Strecke liegen nicht nur etliche Blitzer, sondern auch viele Tunnel, sie sich durch die Gebirgsketten hindurch schlängeln. Unter anderem der 'Gudvangatunnel', der zweitlängste Tunnel Norwegens, der mit elfeinhalb Kilometern Länge und einem Tempolimit von 50 km/h schier endlos scheint. Der Weg ins Aurland führt bereits an den ersten der unzähligen, wunderschönen Wasserfälle Norwegens vorbei und verläuft durch ein beeindruckendes Tal, dass Dich ins Staunen versetzen wird. Im Aurland angekommen, steuerst Du den Lunde Camping an.

Die erste Wanderung

Eine 18 Kilometer lange Wanderung führt über den Ortskern von Aurlandsvangen hinauf zum Stegastein Viewpoint. Leider gibt es keinen offiziellen Wanderweg und so müssen die vielen Serpentinen der schmalen Straße begangen werden. Wir waren nahezu die einzigen, die diese Strecke zu Fuß zurücklegten und da wir am kommenden Tag ohnehin die Passstraße 'Snøvegen' befahren wollten, hätten wir uns den Aufstieg tatsächlich sparen können. Aber so startete das Abenteuer Norwegen wenigstens mit einer ordentlichen Wanderung ;) Doch egal ob mit Auto oder zu Fuß, die Straße zum 'Stegastein' ist eng und unübersichtlich. Trotz der einspurigen Fahrbahn, kämpfen sich regelmäßig Reisebusse hoch und runter und es ist Vorsicht geboten, da es nur wenige Ausweichbuchten gibt.

Der Stegastein Aussichtspunkt

Der Aussichtspunkt Stegastein liegt auf 650 Metern Höhe. Eine 30 Meter lange Rampe, mit abschließender, geneigter Glasscheibe führt Dich über die Baumwipfel und bietet einen atemberaubend schönen Ausblick auf den Aurlandsfjord. Die Straße zum Stegastein ist Teil der National Tourist Route und ganzjährig geöffnet. Die Wintersperrung der als 'Snow Road' bekannten Straße, erfolgt erst oberhalb des Aussichtspunktes.

Passstraßen und Landschaftsrouten

Der zweiwöchige Bulli Roadtrip durch Norwegen führt weiter über die Panoramastraße 'Snøvegen'. Es gibt einen kürzeren Weg durch den 'Lærdalstunnel', der mit 24,5 Kilometern der längste Tunnel Norwegens ist aber die deutlich weitere Fahrt über die Nebenstraße Snøvegen, auch bekannt als 'Aurlandsvegen', lohnt sich. Die Passstraßen und Landschaftsrouten, sind auf einem Norwegen Roadtrip immer die erste Wahl. Sie sind zwar meist eng und nur einspurig mit Ausweichbuchten passierbar aber dafür auch weniger befahren und führen durch unglaublich schöne, unberührte Landschaften. Auch der 48 Kilometer lange Snøvegen, der sich aus dem 'Bjørgavegen' und der Provinzstraße Fv243 zusammensetzt, führt gefühlt in eine andere Welt und ist in der Regel von Mitte Oktober bis Anfang Juni in der Wintersperre. Die Straße führt auf die Hochlandebene Aurlandsfjellet, diese Landschaft gleicht einer Steinwüste, die Dich mit einer steifen Brise und kühlen Temperaturen begrüßt. Unterwegs passierst Du linkerhand einen kleinen Parkplatz, von dem aus ein Trampelpfad zu einem großen Wasserfall führt. Ein toller Abstecher, der sich lohnt.

Jostedalsbreen Nationalpark

Die schöne Talabfahrt in Richtung 'Lærdalsøyri' wird von einem reißenden Fluss begleitet und führt an imposanten Wasserfällen vorbei. Hinter Lærdalsøyri, folgt der sechseinhalb Kilometer lange 'Fodnestunnel', an dessen Ausfahrt linkerhand die Fähre liegt, die für 122 NOK (Fahrzeug + zwei Personen) in etwa 15 Minuten über den 'Sognefjord' übersetzt. Von dort aus sind es noch 160 Kilometer zum schönen Campingplatz Melkevoll Bretun in Oldedalen, mitten im Jostedalsbreen Nationalpark. Vom Campingplatz führt eine etwa einstündige Wanderung zum Briksdalsbreen Gletscher, der ein Nebenarm des Jostedalsbreen Gletscher ist, dem größten Festlandgletscher Europas. Der 'Briksdalsbreen Gletscher' ist ein beliebtes Touristenziel und zieht jährlich rund 300.000 Besucher an. Alle Infos zur Wanderung findest Du unter Briksdalsbreen Gletscher Wanderung.

Die Panoramastraße zum Geirangerfjord

Mit dem Bulli geht es weiter in Richtung Geirangerfjord. Die Passstraße 'Gamle Strynefjellsvegen' ist die eindeutig bessere Wahl zur fast nur halb so weiten Tunnelstrecke, die sich aus der Bundesstraße Rv15 und der Provinzstraße Fv63 zusammensetzt. Die Gamle Strynefjellsvegen ist ein 27 Kilometer langer, schmaler Schotterweg, der über die Hochebene Strynefjell führt und nur von Mai bis September geöffnet ist. Die Straße, deren höchster Punkt auf etwa 1140 Metern liegt, wurde Ende des 19. Jahrhunderts in zwölf Jahren aus Handarbeit erschaffen und erst Ende der 1980er durch die kürzere Strecke mit drei Tunneln, als Hauptverkehrsweg abgelöst. Heute ist die Gamle Strynefjellsvegen eine nationale Touristenstraße unter Denkmalschutz, auf der Du Anfang September so gut wie alleine unterwegs bist. Die steinerne Hochebene Strynefjell ist ein landschaftliches Highlight. Sie führt an türkisblauen Gewässern, rauen Gebirgen und hohen Wasserfällen vorbei und führt bis nach 'Grotli'.

Dalsnibba und der Geirangerfjord

Der Weg führt vorbei an Dalsnibba, einem Berggipfel auf 1476 Metern Höhe. Auf ihm befindet sich die Aussichtsplattform Geiranger Sykwalk, die bei gutem Wetter eine fantastische Aussicht auf den Geirangerfjord bietet. Aufgrund des nebligen Wetters, sparten wir uns die 150 NOK Gebühr für die Straße Nibbevegen, die zum Aussichtspunkt führt und fuhren weiter zum Geirangerfjord, der seit 2005 zum UNESCO Weltnaturerbe zählt. Er ist rund 15 Kilometer lang und in ihn münden zahlreiche, schöne Wasserfälle. Leider liegen oft Kreuzfahrtschiffe im Fjord, was ein Schauspiel der besonderen Art mit sich bringt. An einem kleinen Aussichtspunkt oberhalb, herrscht zu Stoßzeiten das reinste Chaos. Reisebusse quetschten sich aneinander vorbei und spucken Kreuzfahrttouristen aus, die dort Foto- und Toilettenpause machen können, bevor es für sie zum nächsten Sightseeing-Stop weitergeht. Wir erhaschten einen flüchtigen Blick auf den schönen Geirangerfjord und flüchteten mit Bulli Vicky nach Eidsdal. Für 140 NOK (Fahrzeug + zwei Personen) setzt die Fähre nach Valldal über, von wo aus es weiter zum Gjerde Camping geht.

Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen
Geirangerfjord

Vom Mefjellet zur Trollstigen

Die Wanderung zum Mefjellet, einem Berggipfel in Valldal, ist nicht zu unterschätzen, denn der Weg zieht sich und Du musst einige Höhenmeter überwinden. Belohnt wirst Du mit einem fantastischen Ausblick auf den 'Storfjord' und die umliegenden Berge. Alle Infos zur Wanderung findest Du unter Mefjellet Wanderung. Der Bulli Roadtrip durch Norwegen führt weiter über den 320 Meter hohen Wasserfall Stigfossen bis zur Trollstigen.

Trollstigen - Die Trollleiter

Die Trollstigen (Trollleiter) ist eine bekannte Touristenstrecke, die jährlich mehrere hunderttausende Besucher anzieht. Die kurvenreiche und schmale Straße, mit zwölfprozentiger Steigung, ist nur in den Sommermonaten geöffnet. Oberhalb liegen ein großer Parkplatz, Aussichtsplattformen und Souvenirshops. Die steile Abfahrt durch die engen Serpentinen ist ein Erlebnis und wir waren froh, dass wir mit unserer Vicky nur hinunter und nicht bergauf mussten ;) Für ganz sportliche gibt es auch die Möglichkeit, die Trollstigen querfeldein hochzuwandern. Die Straße führt weiter zur Fähre, die den 'Langfjord' überquert (150 NOK für ein Fahrzeug + zwei Personen) und anschließend erreichst Du den Skogly Camping in Eide.

Trollkirka - Die Trollkirche

Die Trollkirka (Trollkirche) liegt auf ca. 485 Metern Höhe und besteht aus drei Kalkgrotten, in denen 14 Meter hohe Wasserfälle enden. Der Weg dorthin führt durch ein unterirdisches Gangsystem, das völlig im Dunkeln liegt. Alle Infos zur Wanderung findest Du unter Trollkirka WanderungDer Norwegen Roadtrip geht weiter über den 'Bergsetvegen'. Eine tolle Landschaftsroute, entlang der rauen Atlantikküste, die in die Atlantikstraße mündet. 

Norwegen 2 Wochen
Trollkirka, Trollkirche

Die Atlantikstraße und die Lofoten

Die Atlantikstraße ist eine beliebte Route, die von Molde nach Kristiansund führt. Leider passte sie bei uns zeitlich nicht rein, deshalb blieb es bei einer kurzen Atlantikrunde. Auch zu den wunderschönen Lofoten im Norden von Norwegen, haben wir es leider nicht mehr geschafft. Die 'Lofoten' sind eine Gruppe aus rund 80 Inseln, auf denen sich malerische, kleine Fischerdörfer befinden. Die landschaftliche Mischung aus rauen Bergen, grünen Ebenen und bunten Häuserfassaden macht diese Inselgruppe so einzigartig und ist nicht nur für Natur- und Outdoorfans etwas ganz besonderes. Wenn Du etwas mehr Zeit im Gepäck hast, solltest Du die Lofoten unbedingt besuchen.

Weiter geht's zum Jotunheimen Nationalpark, der das höchste Gebirge Norwegens und Skandinaviens umgibt. Die rund viereinhalbstündige Fahrt enthält eine Fährüberfahrt von Sølsnes nach Åfarnes (150 NOK für ein Fahrzeug + zwei Personen) und führt wie so oft durch eine wunderschöne und beeindruckende Landschaft, die die lange Fahrtzeit glatt vergessen lässt. Ziel ist das Jotunheimen Feriesenter.

Wanderung zur Knutshøe (Besseggen)

Eine bitterkalte Nacht lag hinter uns, in der scheinbar auch die Elche lieber lautstark röhrten, als ans Schlafen zu denken ;) Nach dem Frühstück, machten wir uns auf die Reise zur Knutshøe, die gleich gegenüber des Besseggen Grates liegt, einem Gebirgsrücken, den jährlich etwa 30.000 Menschen bewandern. Grund genug, stattdessen die weniger überlaufene aber mindestens genauso schöne Knutshøe zu bewandern. Etwa 30 Kilometer entfernt vom Campingplatz liegt der Vargebakken Parkplatz, der Startpunkt zur Knutshøe Wanderung. Er hat nur wenige Stellplätze, deshalb lohnt es sich, etwas früher dort zu sein. Die vierstündige Wanderung gehört eindeutig zu den Highlights des Norwegen Roadtrips. Alle Infos dazu gibt's unter Knutshøe Wanderung. Im Anschluss geht es weiter zur vier Stunden entfernten Ortschaft Geilo und dem dortigen Campingplatz.

Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen
Knutshøe, Besseggen

Hardangervidda Nationalpark

Die Reise durch Norwegen führt Dich weiter in Richtung 'Hindaråvåg'. Die rund fünfstündige Fahrt, führt am Rande des Hardangervidda Nationalparks vorbei. Er ist der größte Nationalpark Norwegens und umgrenzt das 'Hardangervidda Hochplateau', welches mit 6500 km² wiederum die größte Hochebene Europas ist. Die Umgebung ist geprägt von Moorlandschaften und Felsen. Auch bei strahlendem Sonnenschein, bringt es das Thermometer dort Anfang September gerade mal auf knackige fünf Grad und es weht ein eisiges Lüftchen.

Himakånå - Die kleine Trolltunga

Auf dem Weg zur Himakånå kommst Du vorbei am 165 Meter hohen Zwillingswasserfall Låtefossen, bei dem sich ein kurzer Stopp lohnt. Letzter Halt ist in Hindaråvåg, von wo aus die 'Himakånå' Wanderung startet, auch bekannt als die Kleine Trolltunga. Die richtige Trolltunga ist für viele Wanderfreunde ein Highlight Norwegens. Eine gewisse Fitness und Ausdauer sind für die Wanderung nötig, deren Zielpunkt leider meist hinter einer langen Warteschlange für ein Foto liegt. Die rund zehnstündige Wanderung ist auch vom Wetter abhängig und dieses hat uns im Vormittag einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Startpunkt der Himakånå Wanderung liegt gegenüber der Kirche in Hindaråvåg, am Joker-Parkplatz. Alle Infos zur Wanderung und zum Parken findest Du unter Himakånå Wanderung. Eine Übernachtungsmöglichkeit bietet der Campingplatz Nedstrand Feriesenter. Für eine Nacht ist der Platz ok, längerfristig aber sicher keine gute Wahl.

Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen
Latefossen

Mitten im Nirgendwo

Der elfte Tag unseres zweiwöchigen Bulli Roadtrips durch Norwegen startete etwas holprig. Das Wetter ließ uns im Stich und auch Bulli Vicky hatte keinen guten Tag und beschloss kurzerhand nicht mehr schalten zu wollen. Wir haben mit der Fähre von Nedstrand nach Hebnes übergesetzt (169 NOK für ein Fahrzeug + zwei Personen) und tuckerten mitten im Nirgendwo durch den Regen. Wir erhielten aber schnellen Support vom Liber Team und währenddessen überlegte es sich auch Vicky kurzerhand wieder anders ;) Nachdem sie uns diesen Schreckmoment verpasst und wir die Jungs in Hamburg aufgescheucht hatten, war wieder alles beim Alten und der Roadtrip durch Norwegen konnte weitergehen.

Wanderung zum Preikestolen

In 'Nesvik' setzt eine Fähre nach 'Hjelmeland' über (119 NOK für ein Fahrzeug + zwei Personen) von wo aus Du den Startpunkt für die Wanderung zum Preikestolen erreichst. Dieser zählt jährlich mehrere hunderttausend Besucher und die Menge an Parkplätzen lässt Böses erahnen. Einem regnerischen Tag lässt sich dort etwas Gutes abgewinnen, denn die Wanderung bietet bei schönem Wetter zwar einen unglaublichen Ausblick vom Preikestolen aber der Regen hält auch die Touristenmassen fern. Es ist besser erst nach Mittag loszuwandern, denn die meisten Busse der Kreuzfahrtschiffe kommen schon vormittags dort an. Alle Infos, rund um den Aufstieg zur berühmten Felsplattform, findest Du unter Preikestolen WanderungVöllig durchnässt, waren wir gut dreieinhalb Stunden später wieder am Parkplatz und steuerten den nächstgelegenen Campingplatz an, den Preikestolen Camping, auf dem wir zum ersten Mal auf unserem Norwegen Roadtrip nicht mehr so gut wie alleine waren.

Der Kjeragbolten ... von unten

Der Kjeragbolten ist ein weiteres Highlight von Norwegen. Aufgrund des schlechten Wetters und der nassen Schuhe vom Vortag, haben wir uns gegen die rund zehn Kilometer lange Wanderung entschieden, die ihren Höhepunkt in einem gewagten Sprung auf den Kjeragbolten erreicht. Der Kjeragbolten ist ein ca. 5m³ großer Monolith, der in einer Felsspalte 1000 Meter über dem 'Lysefjord' eingeklemmt ist. In 'Forsand' setzt eine Fähre über den Lysefjord über, wo der Startpunkt für die Kjeragbolten Wanderung liegt. Die Überfahrt dauert rund zweieinhalb Stunden und kostet im Carpackage stolze 136,50 € für ein Fahrzeug mit zwei Personen. Da die Plätze für Fahrzeuge auf der Fähre begrenzt sind, lohnt sich eine Reservierung vorab. Die Fährüberfahrt ist eher eine Fjordfahrt, mit regelmäßigen Durchsagen, die interessante Infos zum Lysefjord geben und so sahen wir dann auch nochmal den Preikestolen und den Kjeragbolten immerhin von unten ;)

Flørli - Die längst Holztreppe der Welt

Die Fähre passiert auch Flørli, eine kleine Siedlung mitten im Lysefjord, die nur über Wasser oder zu Fuß erreichbar ist. Dort befindet sich ein Wasserwerk, dessen Schleusen vom Berg hinab ins Tal führen. Entlang dieser Schleusen verläuft die mit 4.444 Stufen längste Holztreppe der Welt, die den Hang hinauf führt und unter Touristen als sportliche Herausforderung gilt. ACHTUNG - Die Treppe in Flørli ist eine One-Way Wanderung, sie kann aus Sicherheitsgründen nur bergauf bestiegen werden. Der Rückweg verläuft wiederum über eine alte Zubringerstraße.

Die Serpentinen vom Lysevegen

Ab Lysebotn führt die schöne und serpentinenreiche Strecke Lysevegen hinauf zum Startpunkt der Kjeragbolten Wanderung, der am Restaurant 'Øygardstølen' auf 640 Metern Höhe liegt. Der angrenzende Parkplatz kostet 300 NOK. Der 'Lysevegen' ist bei Touristen beliebt, denn die interessante Tunnelführung zu Beginn und die 27 Haarnadelkurven, von denen jede einen eigenen Namen hat, machen diese Strecke hinauf zum Plateau zu etwas besonderem. Oben angekommen, folgt auf den kommenden Kilometern eine weitere, schöne Panoramafahrt mit dem Ziel Sølvgarden Camping in Rysstad. Dieser gehört definitiv zu den schickeren Campingplätzen Norwegens.

Bulli Roadtrip Norwegen 2 Wochen
Panoramastraße ab Lysebotn

Mit der Fähre von Kristiansand nach Dänemark

Die letzte Etappe des zwei Wochen Bulli Roadtrips durch Norwegen führt ins zwei Stunden entfernte Kristiansand, von wo aus eine Fähre der Colorline täglich um 16:30 Uhr nach Hirtshals in Dänemark übersetzt. In Nähe der Fähranlegestellen gibt es Abstellmöglichkeiten für den Bulli und die Altstadt Posebyen ist fußläufig erreichbar. In den Sommermonaten zählt Kristiansand wegen des milden Klimas, der Strände und vielen Freizeitaktivitäten zu den beliebtesten Ferienorten Norwegens. Die 'Colorline' fährt binnen drei Stunden und 15 Minuten von Kristiansand nach Hirtshals, weitere Infos zu den Fährüberfahrten findest Du hier: Fähre Norwegen. Auf der Fähre kann auch noch spontan das Abendbuffet für 32€ pro Person in Anspruch genommen werden, die Plätze sind jedoch begrenzt und wer zuerst kommt, malt zuerst. Alternativ gibt es verschiedene "Streetfood" Varianten sowie ein Bistro mit Snacks. Ein Duty Free Bereich ist ebenfalls vorhanden, mit Shoppingmöglichkeiten von Kleidung, über Elektronik, bis hin zu Alkohol und Süßkram. Die Fähre legt um 19:45 Uhr in Hirtshals an. Hier gibt's mehr Infos zum nahegelegenen Tornbystrand Camping.

Zurück nach Hamburg

Die Rückreise nach Hamburg kann sich an Wochenenden durch den ein oder anderen Stau etwas verzögern. Aber immerhin durften wir unterwegs mit Bulli 'Vicky' die 300.000 Kilometer-Marke feiern ;) Im Stadtpark erfolgt die Rückgabe des Bullis an die Liber Jungs und nach satten 500 Kilometern durch Dänemark, solltest Du Dir mindestens noch eine weitere Nacht im schönen Hamburg gönnen!



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