Mexiko Belize Guatemala

Kapitelübersicht:

day 1   -   Cancun

Tag eins unserer Mexiko Belize Guatemala Reise. Am frühen Abend landeten wir nach dem elfstündigen Flug in Cancun. Am ADO Schalter im Flughafen kauften wir die Tickets für den nächsten Bus nach Tulum, mit Umstieg in Playa del Carmen, für insgesamt 230 MXN p.P. Die Fahrt startete etwas verspätet und dauerte rund drei Stunden, inklusive Umsteigen. Das Ticket für die Weiterfahrt von Playa del Carmen nach Tulum, kauften wir direkt am Schalter vor Ort. Hinter dem Busbahnhof in Playa del Carmen befinden sich einige ATMs, an denen man Bargeld ziehen und zwischen MXN und USD wählen kann. In Tulum angekommen, fuhren wir mit dem Taxi zum Lucky Traveler Hostel, dem ersten All-In Hostel Mexikos, das etwas außerhalb in Nähe der Ruinen liegt. Dank 24h Rezeption konnten wir auch nach 23 Uhr noch einchecken und unser Doppelzimmer mit Dusche und WC beziehen.

day 2   -   Tulum

Nach dem Frühstück meldeten wir uns spontan zu einer vom Hostel organisierten Tour an. Der Spot am Strand, den das Hostel zuvor betrieben hatte, wurde Anfang Februar 2018 geschlossen und durch tägliche Gruppenaktivitäten ersetzt, welche den Transfer, Verpflegung und Getränke beinhalten. Wir fuhren mit einem Collectivo in Richtung Playa del Carmen zum Strand Xpu-Ha (Eintritt 70 MXN p.P). Ein sehr schöner Strandabschnitt, der nur wenig besucht ist. Wir hatten einen gemütlichen und entspannten ersten Tag am Strand und als wir später von einem kräftigen Regenschauer überrascht wurden, half nur noch die Flucht ins warme Meer. Abends zurück im Hostel, testeten wir die kostenlosen Cocktails an der Hostel Bar und buchten über einen externen Veranstalter vor Ort, den Ausflug nach Chichen Itza.

day 3   -   Tulum

Um 08:20 Uhr wurden wir mit einem Collectivo zum Veranstalter in Tulum gebracht. Der Tourpreis von 720MXN pro Person musste dort bar gezahlt werden aber Geldautomaten findet man z.B. in fast jedem kleinen Drugstore. Im Kleinbus fuhren wir zu einem Treffpunkt außerhalb Tulums, um in einen großen Reisebus zu wechseln. Nach zwei Stunden Fahrt machten wir den ersten Halt an der Cenote Ik Kil, eine tief gelegene und beeindruckende aber leider sehr überfüllte Cenote. Der Wasserspiegel liegt etwa 26 Meter unter dem Boden, was einen beeindruckenden Ausblick nach oben ermöglicht. Die Cenote misst rund 60 Meter im Durchmesser und hat eine Tiefe von etwa 40 Metern. Sie wurde von den Mayas als heilig angesehen und als Ort für Menschenopfer an den Regengott "Chaac" genutzt. Archäologen fanden in den Tiefen der Cenote menschliche Knochen und Schmuckstücke.

Nach einer Stunde Aufenthalt fuhren wir zu einem, im Preis enthaltenen, Lunch Buffet, in einem nahe gelegenen Restaurant und anschließend weiter nach Chichen Itza. Dieser Ort ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten der alten Mayazeit, auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Das Gelände umfasst eine Fläche von 1547 Hektar und ist die am zweithäufigsten besuchte archäologische Stätte in Mexiko nach "Teotihuacán", im zentralen Hochland von Mexiko. Die Zahl der jährlichen Besucher lieg bei weit über einer Millionen. Wir hatten zunächst eine geführte Tour mit einem englischsprachigen Guide und waren anschließend auf eigene Faust unterwegs. Chichen Itza ist besonders ab Mittag sehr überlaufen, dennoch verteilen sich die Touristenmassen auf dem großen Gelände relativ gut und wir konnten in Ruhe die vielen Maya-Stätten erkunden und unter anderem auch die im Zentrum gelegene Pyramide "Kukulcán" bestaunen, eines der neuen sieben Weltwunder. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Valladolid, was sich leider als organisierte Souvenirfahrt entpuppte aber wir koppelten uns ab und bummelten etwas durch die schöne Innenstadt.

day 4   -   Tulum

Um 7 Uhr morgens fuhren wir mit den kostenlosen Fahrrädern vom Hostel, zu dem fünf Minuten entfernten Strand "Santa Fe", um den Sonnenaufgang an den Maya Ruinen Tulums zu sehen und einen Spaziergang am (noch) menschenleeren Strand zu genießen. Später fuhren wir mit den Rädern ca. zehn Kilometer in Richtung Nationalpark und erkundeten etwas die Umgebung. Der Strand in Tulum ist eher schwer zugänglich, da die Hotels und Hostels nah beieinander stehen und die Gelände meist umzäunt sind. Dennoch schafften wir es auf dem Rückweg noch einmal an den mittlerweile sehr vollen Strand "Santa Fe". Wir fanden eines der wenigen, schattigen Plätzchen unter einer Palme und verschafften uns eine willkommene Abkühlung im Meer. Im späten Nachmittag besuchten wir die Maya Ruinen Tulums für 70 MXN p.P. Sie liegen direkt am Meer und sind mittags und am Wochenende sehr überlaufen, weshalb es sich lohnt, sie erst später am Tag aufzusuchen. Bei einem schönen Spaziergang erkundeten wir die Ruinen und genossen einen tollen Ausblick von den Klippen auf's Meer. Abends entschlossen wir uns spontan dazu, den Aufenthalt im Lucky Traveler Hostel um eine weitere Nacht zu verlängern und ohne Zwischenstopp von Tulum nach Belize zu reisen. Wir buchten eine Nacht im Mehrbettzimmer dazu und kauften online die Fährtickets von Chetumal nach Caye Caulker für 55 USD p.P.

day 5   -   Tulum

Am vorerst letzten Tag in Mexiko fuhren wir für 120 MXN mit dem Collectivo in Richtung Playa del Carmen zur Cenote Eden. Der Eintritt liegt bei 100 MXN p.P und sie ist samstags geschlossen. "Eden" ist eine große und teils sehr tiefe Cenote, die wunderschön gelegen und die Heimat vieler Fische ist. Die Cenote wird überwiegend von Einheimischen besucht, weshalb sie nicht so überlaufen ist und für uns zugleich die schönste auf unserer Reise war. Gleich nebenan liegt die Cenote Azul, deren Eintrittspreis sich auf 100 MXN p.P. beläuft. Mit einem großen und mehreren kleinen Becken, die eher flach sind, ist sie vorallem bei Familien beliebt, weshalb es dort etwas voller werden kann. Wir genossen einen schönen Tag und abends zurück im Hostel, bezogen wir das Mehrbettzimmer für die letzte Nacht.

day 6   -   Caye Caulker, Belize

Unsere Backpacking Reise durch Mexiko Belize Guatemala ging in die nächste Runde. Nach dem Frühstück fuhren wir mit einem Collectivo zur ADO Station. Der Bus nach Chetumal war voll aber wir hatten Glück und erhielten am Schalter noch zwei Tickets für die Fahrt um 09:30 Uhr für 326 MXN p.P. Mit leichter Verspätung, starteten wir in die dreieinhalbstündige Fahrt und nachdem wir unsere Tickets am Fährschalter in Chetumal gekauft hatten, besorgten wir uns den Ausreisestempel, den sich die Mexikaner ganz gut bezahlen lassen. Nach einer eingehenden Gepäckkontrolle durch Drogenspürhunde und einer frechen Ausreisegebühr von 533 MXN p.P., durften wir schließlich das Land verlassen. Die zweistündige Überfahrt mit der Fähre stoppte zunächst für eine halbe Stunde in San Pedro, mit offizieller Einreise für 2,50 BZD p.P. in Belize. Geld kann man vorher auf dem Boot wechseln. Weitere 45 Minuten später erreichten wir dann unser Ziel Caye Caulker im frühen Abend. Die Unterkunft Yuma's House, ein kleines, gemütliches Hostel, liegt gleich neben den Anlegestellen der Fähren und unser Doppelzimmer hatten wir bereits vorab über die Homepage gebucht.

day 7   -  Caye Caulker

Caye Caulker lebt das Motto "Go Slow" und auf der kleinen, gechillten Koralleninsel, vor der karibischen Küste von Belize, ist alles zu Fuß erreichbar, denn sie ist gerade mal acht Kilometer lang, zwei Kilometer breit und hat rund 1300 Einwohner. Man schlendert über vom Sand verwehte Straßen, auf denen nur Golfcarts fahren dürfen und trifft auf alle Altersklassen. Wir suchten einen Wäscheservice auf, was man auf Caye Caulker NICHT tun sollte, denn er war mit 30 BZD einfach viel zu teuer. Die kleine Insel ist grundsätzlich nicht wirklich günstig aber es hat uns dennoch wahnsinnig gut gefallen und sie ist einen Besuch absolut wert. Wir frühstückten im "Color Arts Cafè" und kauften das Nötigste für's Frühstück der kommenden Tage in einem der kleinen Supermärkte ein. Den Nachmittag verbrachten wir ganz faul in den Hängematten vor unserem Hostel und genossen den Blick auf's Meer. Später buchten wir bei "Caveman Snorkeling" eine ganztägige Schnorcheltour für den übernächsten Tag für 130 BZD p.P. und besuchten abends noch den nördlich gelegenen Split. Seit 1961 besteht die Insel aus zwei Teilen, nachdem ein Hurricane darüber hinwegfegte. Der hinterlassene Graben zwischen beiden Inselteilen, nennt sich heute "The Split" und ist namensgeber des nördlichsten Punktes an der Hauptinsel. Dort befindet sich die Bar "The Lazy Lizard", wo sich ganztätig gesonnt und am Abend der Sonnenuntergang genossen wird. Wir erreichten die Bar pünktlich zur Happy Hour, die wirklich hält was sie verspricht ;)

day 8   -  Caye Caulker

An Tag acht unserer Backpacking Reise durch Mexiko Belize Guatemala, trafen wir uns mit einem Bekannten, den wir zuvor in Tulum kennengelernt hatten und fuhren gemeinsam mit einem Boot zur Nordinsel. Die Überfahrt an sich ist kostenlos, für die Rückfahrt werden 10 BZD p.P. berechnet, die man aber an der Bar beim Anlegeplatz mit Getränken und Essen verrechnen lassen kann und dadurch ein Bändchen erhält, mit dem man ganztägig zwischen den beiden Inselteilen hin und her fahren kann. Die Nordseite wird vermehrt ausgebaut und erinnert leider sehr an die typischen Beachclubs mit Priority Bereichen, dennoch ließ es sich für uns bei Reggaemusik und kühlen Drinks, gut am Strand aushalten. Abends zurück auf der Hauptinsel, besuchten wir den chinesischen Imbiss "Yummy Yummy" und kehrten zur Happy Hour zurück zum Split.

day 9   -  Caye Caulker

Schnorcheln mit dem "Caveman" stand auf dem Programm, eines der Highlights unserer Reise durch Mexiko Belize Guatemala. Um 10 Uhr erhielten wir unsere Ausrüstung und die etwas größere Gruppe wurde auf zwei Boote verteilt. Beim ersten Stopp an der Westseite der Hauptinsel, hielten wir an einem Steg, an dem sich Seepferdchen tummelten und gleich nebenan wartete eine Gruppe wilder Pelikane auf uns. Ein Stück weiter durften wir die "Tarpune" füttern. Fische, die bis zu zweieinhalb Meter lang werden können und bei der Fütterung aus dem Wasser hervorschnellen. Wir haben festgestellt, dass sie ganz schön viele, kleine Zähne haben, man sollte also beim Füttern etwas aufpassen ... ;)

Schon beim ersten Schnorchelstopp hatten wir dann das Glück auf Seekühe zu treffen und in ihrer Nähe schwimmen zu können. Unser Guide ging mit uns ins Wasser und erklärte uns sehr viel über das Riff, die vielen Meeresbewohner und den richtigen Umgang mit ihnen. Im Anschluss machten wir eine Pause zum Lunch und fuhren weiter zum nächsten Schnorchelspot, bei dem wir mit einer großen Schildkröte auf Tauchgang gingen. Anschließend lockte unser Guide eine Gruppe Haie ans Boot und fütterte sie. Wir waren kaum im Wasser, als es um uns herum plötzlich vor großen Haien nur so wimmelte. Ein sehr aufregendes Erlebnis aber es macht sich dann doch schon schnell ein mulmiges Gefühl breit. Kurz danach setzte ein kräftiger Regenschauer ein, weshalb wir den letzten Stopp, in einer flacheren Region, aufgrund des Wellengangs leider canceln mussten. Auf der Heimfahrt aber hatten wir das Glück von einigen Delfinen begleitet zu werden und damit endete ein wirklich schöner und spannender Tag. Wer auf Caye Caulker Schnorcheln gehen möchte, dem können wir den "Caveman" empfehlen. Ein nettes Team und alles was uns versprochen wurde, wurde auch gehalten. Wieder zurück auf der Insel aßen wir bei "Chef Ruan's" zu Abend und besuchten später die "Sportsbar", gleich neben unserem Hostel, "Yuma's House".

day 10   -  Caye Caulker

An Tag zehn unserer Rundreise durch Mexiko Belize Guatemala, machten wir einen halbtägigen Windsurfing Kurs bei "Contour Ocean Ventures" für ca. 100€ p.P. Es war super anstrengend aber eine tolle Erfahrung. Wir waren die einzigen Schüler an diesem Tag und nach einer Einweisung und ein paar Trockenübungen an Land, ging es auch schon ins Wasser. Dort zeigt sich schnell, wer keine gute Balance und Kraft in den Armen hat, der geht gnadenlos unter .. weshalb wir nach vier Stunden auch mehr oder weniger völlig entkräftet auf unseren Brettern lagen und nichts mehr ging :) Unser Guide aber war super nett und hat die Hoffnung nie aufgegeben ;) Wer das mal ausprobieren möchte, für den bietet sich auf Caye Caulker eine tolle Gelegenheit, bei super angenehmen Wassertemperaturen. Im frühen Abend gingen wir dann mit Zwischenstopp bei "Margharita Mike's" noch einmal zur Bank, um Bargeld für den Bus von Belize nach Flores und die Ausreisegebühr aus Belize abzuheben. Wir kauften die Fährtickets für 17 BZD p.P. und buchten über Booking die nächste Unterkunft in Flores. Anschließend genossen wir ein letztes Mal den schönen Sonnenuntergang am "Split" und aßen später bei "Meddy's" zu Abend. Eine kleine, private Küche, die versteckt abseits der Hauptstraße liegt. Bei "Meddy's" gibt es keine Karte und man sitzt eigentlich nur in einem privaten Hinterhof. Das Coconut Curry aber war sehr gut.

day 11   -  Flores, Guatemala

Backpacking Mexiko Belize Guatemala

Tag elf unserer Mexiko Belize Guatemala Reise führte uns um 8 Uhr auf die Fähre nach Belize City und wir verabschiedeten uns von Caye Caulker. Die Bustickets nach Flores für 25 USD p.P. hatten wir bereits am Departure Schalter der Fähre gekauft. In Belize City angekommen, gaben wir unser Gepäck am "Mundo Maya Office" ab, frühstückten am Fährterminal und starteten um 11 Uhr in Richtung Flores. Die Fahrt dauert rund fünf Stunden, inklusive einer Stunde Aufenthalt an der Grenze Guatemalas, wo eine Ausreisegebühr von 40 BZD p.P. erhoben wird. Der Bus verfügte über ein halbwegs gutes WLAN, bequeme Sitze und war fast leer. Kurz vor Flores stiegen wir in einen kleineren Bus um und steuerten einen ATM an, um Bargeld abzuheben. Wir erreichten unser Hotel Mirador del Lago auf dem kleinen Inselteil von Flores, direkt am See. Das "Mundo Maya Office" liegt gleich gegenüber, dort buchten wir die Sunrisetour nach Tikal für den nächsten Tag und auch gleich die Fahrt weiter nach Palenque, zusammen für 325 GTQ p.P. Die Tickets für die frühere "Sunrise Tour" in Tikal müssen für 100 GTQ zusätzlich erworben werden und sind, mit langem Anstehen, im "Banrural" im Einkaufs-zentrum auf dem Festland, gleich hinter dem Damm erhältlich. Der Veranstalter war so nett uns dorthin zu fahren und zu Fuß gingen wir später zurück zur Insel, vorbei am Wochenend Foodmarket am Damm. Dort gibt es traditionelle, leckere guatemalekische Küche zu günstigen Preisen, inklusive Unterhaltungsprogramm.

day 12   -   Tikal, Guatemala

Um 3 Uhr nachts startete die Fahrt nach Tikal, eine antike Stadt der Maya, in den Regenwäldern des Petén. Sie ist eine der bedeutendsten und am besten erforschten Maya-Städten und das gesamte Gelände erstreckt sich über ein Gebiet von rund 65 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, der über 3000 Bauten aufweist. Schätzungen zufolge, sind rund 10.000 weitere Gebäude noch nicht ausgegraben und erforscht worden. Das gesamte Gebiet um Tikal wurde zum Nationalpark erklärt und gehört zum Weltkulturerbe.

Der Eintritt beträgt 150 GTQ und die Sunrisetour kostet 100 GTQ extra. Regulär öffnet der Nationalpark um 6 Uhr morgens, ein früherer Einlass, um den Sonnenaufgang über dem Dschungel von den Tempeln aus zu genießen, ist nur mit Guide möglich. Wir benötigten feste und geschlossene Schuhe, eine Taschenlampe, Sonnencrème, Insektenspray und eigenes Wasser. Nach anderthalb Stunden Fahrt, erwartete uns eine Wanderung durch den tiefschwarzen Dschungel. Unser Guide führte uns zum Tempel IV, den wir über eine hölzerne Treppe besteigen konnten und auf den steinernen Stufen des Tempels Platz nahmen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war dieser Morgen sehr neblig, dennoch war es ein tolles Erlebnis in der Stille zu lauschen, wie der Dschungel langsam erwacht. Eine wahnsinnige Geräuschkulisse, die ihren Höhepunkt erreicht, wenn die Brüllaffen aufwachen und sich erst mal quer durch den Dschungel anschreien :) Für die Sunrise Tour sollte man etwas wärmere Kleidung einplanen, da es im Dschungel nachts recht kühl wird und der Tau und das neblige Wetter in den Morgenstunden zur Folge haben, dass man zudem ziemlich durchnässt wird. Im Anschluss an den Sonnenaufgang, hatten wir eine einstündige, englischsprachige Führung, auf der uns die Geschichte der Mayas noch einmal näher gebracht wurde und danach konnten wir uns frei auf dem Gelände bewegen. Es gibt wahnsinnig viel zu sehen und man muss sich etwas konzentrieren, um zu wissen, wo man schon überall lang gelaufen ist. Da es gegen Mittag deutlich voller und heißer wird, nahmen wir bereits um 11 Uhr den Bus zurück nach Flores. Wir aßen in der "San Telmo Bar" gut und günstig zu Mittag und relaxten anschließend noch etwas am See. Am Abend war noch Zeit zum Bummeln und wir buchten unsere nächste Unterkunft in Palenque via Booking.com. Später besuchten wir dann noch einmal den Food Market am Damm.

day 13   -   Palenque, Mexiko

Nach dem leckeren und günstigen Frühstück im "Imperio" fuhren wir um 08:20 Uhr mit einem 7-Sitzer Bus bis zur Grenze Guatemalas und anschließend ging es mit einem Collectivo für uns weiter. Wir waren insgesamt ca. sieben Stunden unterwegs, inklusive anderthalb Stunden Aufenthalt an der mexikanischen Grenze. Nach der einfachen Ausreise aus Guatemala, entpuppte sich die Einreise nach Mexiko als super chaotisch. Niemand sprach englisch und wir wurden samt Gepäck in der Hitze hin und her geschickt, um letzten Endes nochmal die gleichen Papiere auszufüllen, die wir schon im Flugzeug ausgefüllt hatten, sie anschließend stempeln zu lassen und eine Einreisegebühr zu bezahlen, die mit 533 MXN p.P. genauso frech war, wie die Ausreisegebühr, als wir nach Belize reisten. Aber wer nicht zahlt, kommt nicht rein. Gleiches gilt umgekehrt für die Ausreise, Diskussion zwecklos.

WICHTIG: Die Einreise- und Ausreisegebühr muss cash gezahlt werden und am Grenzübergang von Guatemala nach Mexiko gab es keinen ATM. So musste sich unter den Reisenden gegenseitig ausgeholfen werden. Zudem muss die Touristenkarte sicher aufbewahrt werden, weil man sie vor der Heimreise am Flughafen noch einmal vorlegen muss.

Endlich in Palenque angekommen, bezogen wir unser Zimmer im Hotel Canada, schräg gegenüber von der ADO Station. Von dort aus gelangt man zu Fuß in die Innenstadt, die viele Shoppingmöglichkeiten bietet. In der Nähe der ADO Station ist das Büro der "Transportadora Turistica Tulum", wo wir die Fahrt von Palenque nach San Cristobal buchten, als Kombi-Angebot mit einem Besuch der Ruinen im "Nationalpark Palenque" und zwei Wasserfällen für 525 MXN p.P. Die Tour an sich sollte noch schön werden aber der Veranstalter entpuppte sich leider als nicht besonders gut organisiert.

day 14   -   San Cristobal

Um 8 Uhr starteten wir mit einem Collectivo zu den Ruinen im Nationalpark von Palenque. Ein Gelände von etwa 18 km², dass bisher nur zu einem geringen Teil durch Ausgrabungen erforscht ist, was den Ort noch spannender macht. Man kann unzählige Tempelanlagen erklimmern und sich auf dem Gelände frei bewegen. Wir hatten einen Aufenthalt bis 12 Uhr, danach fuhren wir weiter zum Misol-Ha Wasserfall, wo wir uns eine halbe Stunde lang abkühlen konnten. Der Wasserfall ist 35 Meter hoch und man gelangt über einen Trampelpfad hinter die Kaskade, wo eine ca. 20 Meter tiefe Höhle, mit einem kleinen Gewässer liegt. Danach ging es für uns weiter zu den unglaublich schönen Wasserfällen Agua-Azul, mit zweieinhalb Stunden Aufenthalt. Sie bestehen aus insgesamt rund 500 Terrassen, mit einer Höhe von zwei bis 30 Meter, an denen man seitlich hochgehen kann. Weiter oben bietet sich die schönste Möglichkeit zum Baden im türkisblauen Wasser, da dort am wenigsten los ist und man sich mitten im Dschungel befindet. Die Wasserfälle erstrecken sich über sechs Kilometer, besichtigt werden können aber nur die unteren zwei bis drei Kilometer. Dort kann man gut und gerne einige Stunden verbringen. Um 17 Uhr starteten wir dann aber schon in Richtung San Cristobal und die Fahrt entpuppte sich leider als DIE Katastrophe auf unserer Mexiko Belize Guatemala Reise. Erst fuhren wir 20km zurück in Richtung Palenque, um den Collectivo zu wechseln und die gleichen Leute, mit beiden Bussen wieder hoch zu fahren... anschließend warteten fünf Stunden Buckelpiste auf uns, im restlos vollgestopften Minibus. Schlafen war undenkbar und trotz eines lautstark erbrechenden Mitreisenden, sah der Fahrer keinen Grund zu pausieren. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir endlich San Cristobal. Dort suchten wir zunächst vergebens unser Hostel El Hostalito 14, das sich durch Renovierungsarbeiten ganz gut getarnt hatte. Und obwohl es schon 23 Uhr war, begegneten uns viele kleine Kinder, die uns gleich umzingelten und versuchten die Taschen nach allem abzutasten, was entwendbar ist. Ein trauriger erster Eindruck aber Armut und Bettelei sind in San Cristobal leider ein großes Thema.

day 15   -   San Cristobal

Wir suchten zunächst den Laundry Service "Rusco" auf und frühstückten anschließend bei "Bugambillas". Im ADO Büro, gleich gegenüber von unserem Hostel, kauften wir für 520 MXN p.P. die Tickets für den Nachtbus nach Merida. Im Tourbüro "Jalapeno Tours" nebenan, buchten wir für den nächsten Morgen eine Fahrt zur Cathedrale "San Juan" in Chamula und zum Dörfchen Zinacantán für 420 MXN p.P. Anschließend machten wir einen langen Spaziergang, um San Cristobal etwas zu erkunden. Wir besuchten die "Iglesia Guadalupe" und auch die "Iglesia Santo Domingo", bei der sich ein großer, bunter Handwerkermarkt in der Nähe befindet, der Shoppingherzen höher schlagen lässt. Nach einer Erfrischung in der Bar "La Popular", gingen wir zur "Iglesia de San Cristobal", die auf einer Anhöhe liegt. Abends besuchten wir das "Cafè Bar Revolution", ein durchaus erschwingliches und gemütliches Plätzchen für Snacks und Cocktails und auch hier trafen wir wieder auf viele bettelnde Kinder, die nach einer Weile so nett waren, ihr gesamtes, englisches Schimpfwort-Vokabular für uns auszupacken... Abends wird es in San Cristobal, das auf ca. 2200 Metern liegt, recht frisch, weshalb wir bald weiterzogen und im "Estación 1528" landeten. Bei guter Musik, ein paar Bierchen und dem ein oder anderen Tequila, lässt sich dort ein schöner Abend verbringen.

day 16   -   San Cristobal

Um 09:15 Uhr startete die Fahrt nach Zinacantán, übersetzt "Ort der Fledermäuse". Die Gegend ist bekannt für ihren Bernstein Schmuck, weshalb wir leider permanent von Straßenhändlern überrannt wurden. Da die "Iglesia San Lorenzo" während unseres Aufenthalts renoviert wurde, haben sich die Anwohner eine Art Ersatzkirche in einer Halle nebenan eingerichtet, die der Hauptkirche aber in nichts nachstand und über und über mit Blumen, bunten Gemälden und Figuren geschmückt war. Fotos im Inneren der Kirchen aufzunehmen, ist leider untersagt. Im Anschluss besuchten wir ein anliegendes Gebäude, in dem die Frauen Webarbeiten erledigen und wo man deren Arbeiten auch kaufen kann. Dort erhielten wir gegen ein kleines Trinkgeld frische Maistortillas direkt vom Feuer und durften drei "Poschschnaps" Sorten probieren. Das ist ein Alkohol, der traditionell für spirituelle Rituale und Zeremonien konsumiert wird aber mittlerweile tatsächlich zunehmend, aufgrund der aufputschenden Wirkung, durch "Coca Cola" ersetzt wird... Das Highlight dieses Besuchs aber war das Angebot, die traditionell mexikanischen Gewänder, die in mühevoller Handarbeit von den Frauen selbst hergestellt werden, anzuprobieren.

Anschließend fuhren wir weiter nach Chamula und machten zunächst Halt an einem großen Friedhof, der anstelle von Grabsteinen, aus einem Meer von bunten Kreuzen und Bändern besteht, deren Bedeutung verschiedene Ursprünge findet. Dort trifft man leider auch auf viele Kindergräber, was mitunter daran liegt, dass die Menschen in Chamula viel mehr auf ihren Glauben und diverse, fragwürdige Rituale beharren, als an die Fähigkeiten von Ärzten zu glauben. An der "Cathedrale San Juan Baptiste" werden jeden Mittag über einen längeren Zeitraum hinweg Feuerwerkskörper gezündet. Ein unheimlicher Lärm, an den man sich nur langsam gewöhnt. Auch in dieser Kirche herrscht ein strenges Fotoverbot. Im Inneren ist der Boden mit einem Teppich aus Piniennadeln ausgelegt und man tritt vor einen riesigen Altarraum, der beeindruckender wohl kaum sein könnte. Die Menschen dort zünden Kerzen für ihre Gebete an, dabei stehen die verschiedenen Farben der Kerzen für die Schwere ihrer Sorgen. In dieser Kathedrale herrscht eine überwältigende und äußerst bedrückende Atmosphäre zugleich. Als eine anwesende Familie ein gängiges Ritual vollziehen und ein lebendes Huhn opfern wollte, war für uns jedoch, trotz allen Verständnisses für Tradition und Kultur, der Zeitpunkt gekommen, um die Kathedrale wieder zu verlassen. Tatsächlich aber können Touristen diesen Ritualen beiwohnen, wenn sie das möchten. Wir waren hin und hergerissen zwischen den fantastischen Eindrücken und dem schlechten Gefühl, als einer von vielen unbedacht einen Ort zu betreten, der den Menschen dort so heilig ist, auch wenn der touristische Trubel mittlerweile schon zu deren Alltag gehört. Zurück in San Cristobal, besuchten wir das "La Vina de Bacco". Dort verbrachten wir noch zwei schöne Stunden mit gutem Wein und vielen leckeren Tapas für unglaublich günstige 333 MXN. Um 19 Uhr startete dann unser Nachtbus nach Merida.

day 17   -   Merida

Es folgte die längste Fahrt auf unserer Mexiko Belize Guatemala Reise. Nach 17,5 Stunden im großen Reisebus, die zwar anstrengend waren aber weniger schlimm als gedacht, erreichten wir endlich Merida. Die Fahrt führte über Tuxtla Gutierrez, Villa Hermosa, Palenque und Francisco Escarcega und verlief ruhig. Einzig die Tatsache, dass der Fahrer über die gesamte Fahrtdauer hinweg derselbe war, war für uns vielleicht ein bisschen ungewohnt ;)

Von den Unruhen in Chiapas haben wir überhaupt nichts mitbekommen. 60km vor Merida gerieten wir lediglich in eine bewaffnete Polizeikontrolle, bei der unser Gepäck penibel mitten auf der Straße kontrolliert wurde aber gegen 13 Uhr erreichten wir dann wie geplant das Zentrum von Merida und kauften gleich schon die Bustickets nach Tulum für 305 MXN p.P. Wir gingen zu Fuß zum Hotel Casa Catrina y Diego und erkundeten später etwas die Umgebung. An der Straße vom Hotel zur Innenstadt, befinden sich einige günstige Souvenirläden. Wir aßen etwas bei "Marlin Azul", einem äußerst leckeren und sehr günstigen Fischrestaurant und besuchten anschließend die Bar "La Negrita". Sie ist ein Tipp unter Reisenden und den Einheimischen zugleich. Die Bar hat einen großen, überdachten Innenhof, serviert günstige Drinks und Snacks, ist immer gut besucht und hat bis 22 Uhr geöffnet.

day 18   -   Merida

Die Mexiko Belize Guatemala Rundreise hatte an Tag 18 ein pinkes Highlight zu bieten, denn es war Flamingo Time! Die Tour hatten wir vorab online gebucht und nach dem Frühstück im Hotel wurden wir um 09:15 Uhr von "Mayaland Tours" abgeholt und nach Celestún gebracht, wo uns die Flamingos schon erwarteten. Anfang März ist nicht die Hauptsaison für die Flamingo-Touren, somit waren nur wenige Boote unterwegs und wir sogar alleine in einem - perfekt, denn die Flamingos waren trotzdem da :) Wir kamen ganz nah an sie heran, machten mehrere Stopps auf dem Gewässer und durchfuhren die Mangrovenwälder mit anschließendem Stopp an den "Ojos de Agua". Dort kann man sich im Wasser abkühlen und wir hatten das Glück ein Krodokil zu entdecken, was dort ebenfalls badete ;) Anschließend fuhr uns unser Guide zum wunderschönen Strand von Celestún. Dort aßen wir in einem kleinen Restaurant direkt am Meer und hatten zweieinhalb Stunden Aufenthalt an einem menschenleeren Strand mit traumhaft türkisfarbenem Wasser. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stopp bei einer kleinen Eisdiele und abends, zurück in Merida, aßen wir im "El Trapiche" sehr leckere und günstige Burritos und besuchten anschließend noch einmal die Bar "La Negrita".

day 19   -   Tulum

Nach dem Frühstück gingen wir zur ADO Station, von wo aus unser Bus um 10:40 Uhr nach Tulum startete. Die Fahrt dauert rund vier Stunden und in Tulum angekommen, kauften wir uns gleich schon die Bustickets für die Rückfahrt zum Flughafen. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel Azucar Tulum, das wir bereits vorab gebucht hatten. Für die letzten Tage unserer Mexiko Belize Guatemala Reise, haben wir uns eine etwas teurere Unterkunft gegönnt und uns erwartete dort eine komfortable Holzhütte, direkt am Strand mit eigenem Bad, einem Kühlschrank und einer kleinen Terrasse mit fließendem Übergang zum privaten Strandabschnitt. Etwa 200 Meter weiter kauften wir in einem kleinen Supermarkt ein paar Dinge für's Frühstück der kommenden Tage und besuchten anschließend die Bar "Eufemia", die uns bereits zu Beginn unserer Reise im Lucky Traveler Hostel empfohlen wurde. Das "Eufemia" ist eine alternative Bar direkt am Strand, immer gut besucht und recht günstig. Dort gibt es allerhand Cocktails und viele verschiedene Speisen für den kleinen und großen Hunger.

day 20   -   Tulum

Lazy day in Mexiko! Nach dem Frühstück am Strand, verbrachten wir den Vormittag ganz faul am selbigen. Gegen Mittag wagten wir trotz der hohen Temperaturen einen Spaziergang und machten einen kurzen Halt bei "Fresco's" und verbrachten den restlichen Nachmittag wieder am Strand, bevor wir noch einmal das "La Eufemia" aufsuchten, um den Abend gemütlich in geselliger Runde ausklingen zu lassen. 

day 21   -   Tulum

Auch der vorletzte Tag unserer Mexiko Belize Guatemala Reise stand ganz im Zeichen des Faultiers ;) Wir verbrachten ihn ungestört am Strand, mit ein paar kühlen Bierchen und der ein oder anderen Abkühlung im Meer. An der Küste herrscht ein ziemliches Algenproblem, sie werden zwar regelmäßig am Strand vergraben aber die Arbeiter kommen dem kaum nach. Hier lässt sich deutlich erkennen, welche Strandabschnitte zu den wirklich teuren Hotels gehören, denn dort ist es am saubersten. Uns hat das aber wenig gestört, es ist zwar etwas unangenehm über die Algen zu steigen, dafür hat man aber den Strand fast für sich alleine ;) Später machten wir noch einen langen Strandspaziergang und besuchten abends zum Abschluss noch einmal unsere gemütliche "Stammbar" das "La Eufemia".

day 22   -   Tulum

Der letzte Tag unserer Backpacking Reise durch Mexiko Belize Guatemala war angebrochen und wir verbrachten den Vormittag noch einmal am Strand und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Mittags fuhren wir mit einem Taxi zur ADO Station im Zentrum Tulums und wir altmodischen Postkartenschreiber mussten uns dann erst mal auf die Suche nach dem Postbüro machen, was schwieriger war als gedacht, da sich dieses als kleiner, offener Raum in einer Häusernische erwies. Perfekte Tarnung ;) Um 15 Uhr startete dann der Bus nach Cancun und die Fahrt dauerte etwa zweieinhalb Stunden.

WICHTIG: Am Flughafen zuerst die Touristenkarte vom Grenzübertritt am Schalter stempeln lassen und erst danach das Gepäck aufgeben, denn ohne die gestempelten Papiere erhält man keine Bordkarte. Wenn man ohne die Touristenkarte ausreisen möchte, würde man nochmal mit 533 MXN zur Kasse gebeten werden. Nachdem wir unsere Bordkarten erhalten hatten, schlenderten wir noch durch den Duty Free Bereich und wer dort noch nach Mitbringseln sucht, muss dank saftiger Preise tief in die Taschen greifen. Wir verabschiedeten uns wehmütig vom schönen Mittelamerika und machten uns wieder auf die lange Heimreise.


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