Mexiko Belize Guatemala 3 Wochen Rundreise

Kapitelübersicht:

Willkommen in Mexiko

Tag 1 + 2   -   Tulum

Tag eins unserer Mexiko Belize Guatemala Reise. Am frühen Abend landeten wir nach dem elfstündigen Flug in Cancun. Am ADO Schalter im Flughafen kauften wir die Tickets für den Bus nach Playa del Carmen, für 230 MXN/Person Die Fahrt startete etwas verspätet und dauerte rund drei Stunden. Das Ticket für die Weiterfahrt nach Tulum, kauften wir direkt am Schalter vor Ort. In Tulum angekommen, fuhren wir mit dem Taxi zum Lucky Traveler Hostel, dem ersten All-In Hostel Mexikos, das etwas außerhalb in Nähe der Ruinen liegt. Dank 24h Rezeption konnten wir auch nach 23 Uhr noch einchecken und unser Doppelzimmer mit Dusche und WC beziehen.

Nach dem Frühstück meldeten wir uns spontan zu einer vom Hostel organisierten Tour an. Der Spot am Strand, den das Hostel zuvor betrieben hat, wurde Anfang Februar 2018 geschlossen und durch tägliche Gruppenaktivitäten ersetzt, welche Transfer, Verpflegung und Getränke beinhalten. Wir fuhren mit einem Collectivo zum Strand "Xpu-Ha" (Eintritt 70 MXN/Person), einem tollen und wenig besuchten Strandabschnitt, der uns einen gemütlichen und entspannten ersten Tag am Meer bescherte. Zurück im Hostel, testeten wir die kostenlosen Cocktails an der Hostelbar und buchten über einen externen Veranstalter vor Ort den Ausflug nach Chichen Itza.

Backpacking Mexiko Belize Guatemala 3 Wochen

Tag 3   -   Tulum

Am Morgen wurden wir mit einem Collectivo ins Stadtzentrum gebracht. Der Tourpreis von 720 MXN/Person musste beim Veranstalter bar gezahlt werden, Geldautomaten befinden sich in fast jedem Drugstore. Nach zwei Stunden machten wir den ersten Halt an der Cenote Ik Kil, eine beeindruckende, tief gelegene Cenote, die leider sehr von Touristen überlaufen wird. Sie hat einen Durchmesser von 60 Metern und eine Tiefe von 40 Metern. Der Wasserspiegel liegt etwa 26 Meter unter dem Boden, was einen beeindruckenden Ausblick nach oben ermöglicht. Sie wurde von den Mayas als heilig betrachtet und für Menschenopfer an den Regengott "Chaac" genutzt. Archäologen fanden in den Tiefen der Cenote menschliche Knochenreste und zahlreiche Schmuckstücke.

Wir fuhren weiter nach Chichen Itza, eine der bedeutendsten Ruinenstätten der alten Maya Zeit auf Yucatán. Das 1547 Hektar große Gelände ist neben "Teotihuacán", im zentralen Hochland von Mexiko, die meist besuchte, archäologische Stätte Mexikos. Nach einer geführten Tour mit englischsprachigem Guide, waren wir anschließend auf eigene Faust unterwegs. Chichen Itza ist ab Mittag sehr voll doch die Touristenmassen verteilen sich gut auf dem großen Gelände und so konnten wir in Ruhe die Maya-Stätten erkunden und unter anderem auch die zentral gelegene Pyramide "Kukulcán" bestaunen, eines der neuen sieben Weltwunder. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Valladolid, was sich leider als organisierte Souvenirfahrt entpuppte aber wir koppelten uns einfach ab und bummelten durch die schöne Altstadt.

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Tag 4   -   Tulum

Früh morgens fuhren wir mit kostenlosen Rädern vom Hostel zum nahegelegenen Strand "Santa Fe", um den Sonnenaufgang an den Maya Ruinen zu sehen und einen Spaziergang am (noch) menschenleeren Strand zu genießen. Später fuhren wir weiter in Richtung Nationalpark, um die Umgebung zu erkunden. Der Strand in Tulum ist eher schwer zugänglich, da die umzäunten Hotels und Hostels nah beieinander stehen. Dennoch schafften wir es auf dem Rückweg nochmal an den mittlerweile vollen Strand "Santa Fe". Wir fanden eines der wenigen, schattigen Plätzchen unter einer Palme und verschafften uns eine willkommene Abkühlung im Meer. Im späten Nachmittag besuchten wir die Maya Ruinen Tulums für 70 MXN/Person Sie liegen direkt am Meer und sind mittags und am Wochenende stark besucht, weshalb es sich lohnt, sie erst später aufzusuchen. Bei einem schönen Spaziergang erkundeten wir die Ruinen und genossen einen tollen Ausblick von den Klippen. Abends entschlossen wir uns spontan dazu, den Aufenthalt im Lucky Traveler Hostel um eine weitere Nacht zu verlängern und ohne Zwischenstopp von Tulum nach Belize zu reisen. Wir buchten eine Nacht im Mehrbettzimmer dazu und kauften online die Fährtickets von Chetumal nach Caye Caulker für 55 USD/Person.

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Tag 5   -   Tulum

Am vorerst letzten Tag in Mexiko, fuhren wir für 120 MXN mit dem Collectivo zur "Cenote Eden". Der Eintritt liegt bei 100 MXN/Person (samstags geschlossen). "Eden" ist eine große und teils sehr tiefe Cenote, die wunderschön gelegen und die Heimat vieler Fische ist. Die Cenote ist überwiegend von Einheimischen besucht, weshalb sie nicht so überfüllt ist und für uns zugleich die schönste Cenote auf unserer Reise war. Gleich nebenan liegt die "Cenote Azul", deren Eintrittspreis ebenfalls bei 100 MXN/Person liegt. Mit einem großen und mehreren kleinen Becken, die eher flach sind, ist sie vor allem bei Familien beliebt, weshalb es dort etwas voller werden kann.

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Mit der Fähre nach Belize

Tag 6 + 7   -   Caye Caulker

Wir hatten Glück und erhielten morgens am Schalter noch zwei Tickets für den Bus nach Chetumal (326 MXN/Person). Den Ausreisestempel lassen sich die Mexikaner gut bezahlen lassen, nach eingehender Gepäckkontrolle durch Drogenspürhunde und einer frechen Gebühr von 533 MXN/Person, durften wir schließlich das Land verlassen. Die zweistündige Überfahrt mit der Fähre stoppt zunächst für eine halbe Stunde in San Pedro, mit offizieller Einreise für 2,50 BZD/Person in Belize. Geld lässt sich vorher auf dem Boot wechseln. Weitere 45 Minuten später erreichten wir dann unser Ziel Caye Caulker im frühen Abend. Unsere Unterkunft Yuma's House, ein kleines, gemütliches Hostel, liegt gleich neben den Anlegestellen der Fähren.

Caye Caulker lebt das Motto "Go Slow". Auf der kleinen Koralleninsel, vor der karibischen Küste von Belize, ist alles zu Fuß erreichbar, denn sie ist gerade mal acht Kilometer lang, zwei Kilometer breit und hat rund 1300 Einwohner. Auf vom Sand verwehten Straßen, auf denen nur Golfcarts fahren dürfen, trifft man auf alle Altersklassen. Wir nutzten einen Wäscheservice, was man auf Caye Caulker NICHT tun sollte, denn mit 30 BZD sind sie viel zu teuer. Die kleine Insel ist generell nicht wirklich günstig aber sie hat uns dennoch wahnsinnig gut gefallen und ist einen Besuch absolut wert. Wir frühstückten im "Color Arts Cafè" und verbrachten einen faulen Nachmittag in den Hängematten vorm Hostel. Später buchten wir bei "Caveman Snorkeling" eine ganztägige Schnorcheltour für 130 BZD/Person und besuchten den nördlich gelegenen "Split". Seit 1961 besteht die Insel aus zwei Teilen, nachdem ein Hurricane darüber hinwegfegte. Der hinterlassene Graben zwischen beiden Inselteilen, nennt sich heute "The Split" und ist Namensgeber des nördlichsten Punktes der Hauptinsel. Dort befindet sich die Bar "The Lazy Lizard", wo sich ganztägig gesonnt und abends der Sonnenuntergang genossen wird. Wir erreichten die Bar pünktlich zur Happy Hour, die übrigens hält was sie verspricht ;)

Tag 8   -   Caye Caulker

An Tag acht unserer Backpacking Reise durch Mexiko Belize und Guatemala, trafen wir einen Reisenden wieder, den wir in Tulum kennengelernt hatten und fuhren gemeinsam mit einem Boot zur Nordinsel. Die Überfahrt ist kostenlos, für die Rückfahrt werden 10 BZD/Person berechnet, die sich aber an der Bar beim Anlegeplatz mit Getränken und Essen verrechnen lassen. Die Nordseite wird vermehrt ausgebaut und erinnert leider zunehmend an die typischen Beachclubs mit Priority Bereichen, dennoch ließ es sich bei Reggaemusik und kühlen Drinks gut am Strand aushalten. Zurück auf der Hauptinsel, besuchten wir den chinesischen Imbiss "Yummy Yummy" und kehrten zur Happy Hour zurück zum "Split".

Tag 9   -   Caye Caulker

Das Schnorcheln mit dem "Caveman" war eines der Highlights auf unserer Reise durch Mittelamerika. Am ersten Stopp, an der Westseite der Hauptinsel, tummelten sich etliche Seepferdchen an einem Steg und gleich nebenan erwartete uns eine Gruppe wilder Pelikane. Ein Stück weiter durften wir die "Tarpune" füttern. Fische, die bis zu zweieinhalb Meter lang werden können und bei der Fütterung aus dem Wasser hervor schnellen. Wir haben festgestellt, dass sie ganz schön viele spitze, kleine Zähne haben, man sollte also beim Füttern etwas aufpassen ;)

Schon beim ersten Schnorchelstopp hatten wir das Glück auf Seekühe zu treffen und in ihrer Nähe schwimmen zu können. Unser Guide war ebenfalls im Wasser und erklärte uns viel über das Riff, die Meeresbewohner und den richtigen Umgang mit ihnen. Beim nächsten Spot konnten wir mit einer großen Wasserschildkröte auf Tauchgang gehen und anschließend lockte der Guide eine Gruppe Haie zur Fütterung ans Boot. Kaum waren wir im Wasser, wimmelte es plötzlich nur noch vor großen Haien. Ein aufregendes Erlebnis mit mulmigem Gefühl. Kurz danach erreichte uns ein kräftiger Regenschauer, weshalb wir den letzten Stopp leider canceln mussten. Auf der Heimfahrt aber wurden wir von Delfinen begleitet und damit endete ein wirklich schöner und spannender Tag. Wer auf Caye Caulker Schnorcheln möchte, dem können wir den "Caveman" absolut empfehlen. Ein nettes Team und alles was uns versprochen wurde, wurde gehalten. Wieder zurück auf der Insel aßen wir bei "Chef Ruan's" zu Abend und besuchten später die "Sportsbar", gleich neben unserem Hostel.

Tag 10   -   Caye Caulker

Am zehnten Tag unserer Backpacking Reise, machten wir einen Windsurfing Kurs bei "Contour Ocean Ventures" für ca. 100€/Person. Super anstrengend aber eine tolle Erfahrung. Wir waren die einzigen Schüler und nach einer Einweisung und ein paar Trockenübungen an Land, ging es auch schon ins Wasser. Dort zeigte sich schnell, wer keine gute Balance und Kraft in den Armen hat, geht gnadenlos unter, weshalb wir nach vier Stunden auch völlig platt auf unseren Brettern lagen... Unser Guide aber war super nett und hat die Hoffnung nie aufgegeben ;) Wer das mal ausprobieren möchte, für den bietet sich auf Caye Caulker eine tolle Gelegenheit, bei super angenehmen Wassertemperaturen und anfängerfreundlichen Windgeschwindigkeiten. Im frühen Abend kauften wir Fährtickets nach Belize City für 17 BZD/Person und buchten über Booking die Unterkunft in Flores. Anschließend genossen wir ein letztes Mal den Sonnenuntergang am "Split" und aßen später bei "Meddy's" zu Abend. Eine kleine, private Küche, die etwas versteckt abseits der Hauptstraße liegt.

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Mit dem Bus geht es weiter nach Guatemala

Tag 11   -   Flores

Backpacking Mexiko Belize Guatemala

Wir verabschiedeten uns von Caye Caulker und fuhren mit der Fähre nach Belize City. Die Bustickets nach Flores für 25 USD/Person, hatten wir bereits am Departure Schalter der Fähre gekauft. Die Fahrt dauert rund fünf Stunden, samt einer Stunde Aufenthalt an der Grenze Guatemalas, wo eine Ausreisegebühr von 40 BZD/Person erhoben wird. Pünktlich erreichten wir das Hotel Mirador del Lago auf dem kleinen Inselteil von Flores, direkt am See. Im "Mundo Maya Office" gegenüber, buchten wir die Tour nach Tikal für den kommenden Tag und die Tickets für die Fahrt nach Palenque, für insgesamt 325 GTQ/Person. Das Zusatzticket für die frühere "Tikal Sunrise Tour" gibt es für zusätzliche 100 GTQ mit Wartezeit im "Banrural", im Einkaufszentrum auf dem Festland, gleich hinter dem Damm. Der Veranstalter brachte uns dorthin und zu Fuß gingen wir später zurück zur Insel, vorbei am Wochenend-Foodmarket, wo es traditionelle und leckere guatemaltekische Küche zu günstigen Preisen gibt.

Tag 12   -   Tikal

Um 3 Uhr nachts startete die Fahrt nach Tikal, eine antike Stadt der Maya, in den Regenwäldern des Petén. Sie ist eine der bedeutendsten und am besten erforschten Maya-Städte. Das gesamte Gelände erstreckt sich auf rund 65 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich, mit rund 16 Quadratkilometern, über 3000 Bauten aufweist aber Schätzungen zufolge, sind rund 10.000 weitere Gebäude noch unentdeckt. Das gesamte Gebiet um Tikal wurde zum Nationalpark erklärt und zählt zum Weltkulturerbe.

Der Eintritt beträgt 150 GTQ und die Sunrise Tour kostet 100 GTQ extra. Der Nationalpark öffnet regulär um 6 Uhr morgens, der frühere Einlass ist nur mit Guide möglich. Zudem werden feste und geschlossene Schuhe benötigt, Taschenlampe, Sonnencrème, Insektenspray und Trinkwasser. Nach anderthalb Stunden Fahrt, erwartete uns eine Wanderung durch den tiefschwarzen Dschungel. Unser Guide führte uns zum Tempel IV, an dem eine hölzerne Treppe hinauf zu den steinernen Stufen des Tempels führt. Der perfekte Ort, um den Sonnenaufgang zu erleben und in der Stille zu lauschen, wie der Dschungel langsam erwacht. Eine beeindruckende Geräuschkulisse, die ihren Höhepunkt erreicht, wenn die Brüllaffen aufwachen und sich erst mal quer durch den Dschungel anschreien :)

Bei der Sunrise Tour sollte etwas wärmere Kleidung im Gepäck sein, da es im Dschungel nachts recht kühl wird und Tau und Nebel in den Morgenstunden dazu führen, dass man ziemlich durchnässt wird. Nach dem onnenaufgang hatten wir eine einstündige, englischsprachige Führung, auf der uns die Geschichte der Mayas näher gebracht wurde und danach konnten wir uns frei auf dem Gelände bewegen. Es gibt wahnsinnig viel zu entdecken und man muss sich etwas konzentrieren, um sich nicht zu verlaufen. Da es gegen Mittag deutlich voller und heißer wurde, nahmen wir den Bus zurück nach Flores, aßen etwas in der "San Telmo Bar" und relaxten anschließend am See. Am Abend war noch Zeit für einen Stadtbummel und ein weiterer Besuch am Food Market und wir buchten unsere nächste Unterkunft in Palenque via Booking.de.

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Zurück in Mexiko

Tag 13   -   Palenque

Nach einem guten Frühstück im "Imperio" machten wir uns wieder auf die Reise. Die Fahrt nach Palenque dauerte rund sieben Stunden, mit anderthalb Stunden Aufenthalt an der mexikanischen Grenze. Nach der einfachen Ausreise aus Guatemala, entpuppte sich die Einreise nach Mexiko als chaotisch. Niemand sprach englisch und wir wurden hin und her geschickt, um letzten Endes die gleichen Papiere auszufüllen, die wir bereits im Flugzeug ausgefüllt hatten und eine Einreisegebühr zu zahlen, die mit 533 MXN/Person genauso frech war, wie die Ausreisegebühr, als wir nach Belize reisten. Aber wer nicht zahlt, kommt nicht rein. Gleiches gilt für die Ausreise, Diskussion zwecklos. WICHTIG: Die Einreise- und Ausreisegebühr muss bar gezahlt werden und am Grenzübergang von Guatemala nach Mexiko gab es keinen ATM. So mussten sich die Reisenden gegenseitig aushelfen. Endlich in Palenque angekommen, bezogen wir unser Zimmer im Hotel Canada. Von dort aus gelangt man zu Fuß in die Innenstadt, mit vielen Shoppingmöglichkeiten. In der Nähe der ADO Station liegt das Büro der "Transportadora Turistica Tulum", wo wir die Fahrt von Palenque nach San Cristobal buchten, als Kombi-Angebot mit einem Besuch der Ruinen im "Nationalpark Palenque" und zwei Wasserfällen für 525 MXN/Person. Die Tour an sich sollte schön werden aber der Veranstalter entpuppte sich leider als nicht gut organisiert.

Tag 14   -   Palenque

Wir fuhren zu den Ruinen im Nationalpark von Palenque, ein Gelände von etwa 18 km², dass nur zu einem kleinen Teil erforscht ist, was den Ort umso spannender macht. Es gibt unzählige Tempelanlagen zu erklimmen und man kann sich frei auf dem Gelände bewegen. Wir fuhren anschließend für eine Abkühlung weiter zum "Misol-Ha Wasserfall". Dieser ist 35 Meter hoch und seitlich führt ein Trampelpfad hinter die Kaskade zu einer 20 Meter tiefen Höhle. Danach führte uns unsere Reise weiter zu den unglaublich schönen Wasserfällen "Agua-Azul". Sie bestehen aus rund 500 Terrassen, mit einer Höhe von zwei bis 30 Meter, an denen sich seitlich ein Weg hochschlängelt. Weiter oben bietet sich die schönste Möglichkeit zum Baden, da dort weniger los ist und man sich mitten im Dschungel befindet. Um 17 Uhr starteten wir in Richtung San Cristobal und die Fahrt entpuppte sich leider als Katastrophe. Erst brachte man uns 20km zurück in Richtung Palenque, nur um den Collectivo zu wechseln und die gleichen Leute mit beiden Bussen wieder hoch zu fahren. Anschließend erwarteten uns fünf Stunden Buckelpiste, im restlos vollgestopften Minibus, mit lautstark erbrechendem Mitreisenden. Schlafen war undenkbar. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir um 23 Uhr endlich San Cristobal. Auf dem Weg zum El Hostalito 14, begegneten uns trotz der späten Uhrzeit noch kleine Kinder, die uns umzingelten und versuchten die Taschen nach allem abzutasten, was entwendbar ist. Ein trauriger, erster Eindruck aber Armut und Bettelei sind in San Cristobal leider ein großes Thema.

Tag 15 + 16   -   San Cristobal

Wir suchten zunächst den Laundry Service "Rusco" auf und frühstückten bei "Bugambillas". Im ADO Büro kauften wir für 520 MXN/Person die Tickets für den Nachtbus nach Merida und bei "Jalapeno Tours" nebenan, buchten wir für den nächsten Morgen eine Fahrt zur Cathedrale "San Juan" in Chamula und zum Dörfchen Zinacantán für 420 MXN/Person. Anschließend erkundeten wir San Cristobal auf einem Spaziergang. Wir besuchten die "Iglesia Guadalupe" und die "Iglesia Santo Domingo", in deren Nähe sich ein großer, bunter Handwerkermarkt befindet. Die "Iglesia de San Cristobal" wiederum befindet sich auf einer Anhöhe und bietet einen schönen Blick über die Stad. Abends besuchten wir das "Cafè Bar Revolution", ein gemütliches Plätzchen für Snacks und Cocktails aber auch dort trafen wir wieder trotz später Uhrzeit auf kleine Kinder mit einem beachtlichen Schimpfwort Vokabular... Abends wird es in San Cristobal, das auf ca. 2200 Metern liegt, recht frisch, weshalb wir bald weiterzogen und im "Estación 1528" landeten. Bei guter Musik, ein paar Bierchen und dem ein oder anderen Tequila, lässt sich dort ein schöner Abend verbringen.

Morgens startete die Fahrt nach Zinacantán, übersetzt "Ort der Fledermäuse". Da die "Iglesia San Lorenzo" renoviert wurde, hatten sich die Anwohner eine Art Ersatzkirche nebenan eingerichtet, die der Hauptkirche in nichts nachstand und über und über mit Blumen, bunten Gemälden und Figuren geschmückt war. Fotos im Inneren der Kirchen aufzunehmen, ist leider untersagt. Im Anschluss besuchten wir ein anliegendes Gebäude, in dem Frauen Webarbeiten erledigen und man deren Arbeiten kaufen kann. Gegen ein kleines Trinkgeld, erhielten wir frische Maistortillas direkt vom Feuer und durften den "Poschschnaps" testen. Ein Alkohol, der traditionell für spirituelle Rituale und Zeremonien konsumiert wird aber (tatsächlich) zunehmend, aufgrund der aufputschenden Wirkung, durch "Coca Cola" ersetzt wird. Das Highlight aber war die Anprobe traditionell mexikanischer Gewänder, die in mühevoller Handarbeit von den Frauen hergestellt werden.

Wir fuhren weiter nach Chamula, mit Halt an einem großen Friedhof, der aus einem Meer von bunten Kreuzen und Bändern besteht, deren Bedeutung verschiedene Ursprünge findet. Leider sind dort viele Kindergräber, was mitunter daran liegt, dass die Menschen in Chamula lieber an ihrem Glauben und Ritualen festhalten, als in die Fähigkeiten von Ärzten zu vertrauen. An der "Cathedrale San Juan Baptiste" werden jeden Mittag Feuerwerkskörper gezündet, ein unheimlicher Lärm, an den man sich nur langsam gewöhnt. Auch in dieser Kirche herrscht Fotoverbot. Der Boden im Inneren ist vollständig mit Piniennadeln bedeckt und der riesige Altarraum könnte wohl kaum beeindruckender sein. In dieser Kathedrale herrscht eine überwältigende und bedrückende Atmosphäre zugleich. Auch das Opfern von lebenden Hühnern ist ein gängiges Ritual, dem Touristen beiwohnen können. Wir entschlossen uns jedoch dagegen und verließen die Kathedrale wieder. Wir waren hin und hergerissen zwischen den fantastischen Eindrücken und dem schlechten Gefühl, unbedacht einen Ort zu betreten, der diesen Menschen so heilig ist, auch wenn der touristische Trubel bereits zum Alltag gehört. Zurück in San Cristobal, besuchten wir das "La Vina de Bacco" und verbrachten noch zwei schöne Stunden mit gutem Wein und leckeren Tapas für unglaublich günstige 333 MXN, bevor um 19 Uhr unser Nachtbus nach Merida startete.

Tag 17   -   Merida

Es folgte eine lange Fahrt, nach 17,5 Stunden im Reisebus, erreichten wir endlich Merida. Die Fahrt führte über Tuxtla Gutierrez, Villa Hermosa, Palenque und Francisco Escarcega und verlief ruhig. Einzig die Tatsache, dass es keinen Fahrerwechsel und nur 30 Minuten Pause gab, war für uns etwas ungewohnt. Von den Unruhen in Chiapas haben wir nichts mitbekommen. 60km vor Merida gerieten wir lediglich in eine bewaffnete Polizeikontrolle, bei der unser Gepäck penibel mitten auf der Straße kontrolliert wurde aber erreichten trotzdem, wie geplant, gegen 13 Uhr das Zentrum von Merida und kauften gleich schon die Bustickets nach Tulum für 305 MXN/Person. Wir gingen zum Hotel Casa Catrina y Diego und erkundeten später die Umgebung. An der Straße vom Hotel zur Innenstadt, befinden sich einige günstige Souvenirläden. Wir aßen etwas bei "Marlin Azul", einem äußerst leckeren und günstigen Fischrestaurant und besuchten anschließend die Bar "La Negrita", ein Tipp unter Reisenden und Einheimischen. Die Bar hat einen großen, überdachten Innenhof, serviert günstige Drinks und Snacks, ist immer gut besucht und hat bis 22 Uhr geöffnet.

Tag 18   -   Merida

Uns erwartete ein pinkes Highlight, denn es war Flamingo Time! Die Tour hatten wir vorab online gebucht und wurden nach dem Frühstück von "Mayaland Tours" abgeholt und nach Celestún gebracht. Anfang März ist nicht die Hauptsaison für Flamingo-Touren, somit waren nur wenige Boote unterwegs und wir sogar alleine in einem - perfekt, denn die Flamingos waren trotzdem da :) Wir kamen ganz nah an sie heran, machten mehrere Stopps auf dem Gewässer und durchfuhren die Mangrovenwälder mit anschließendem Stopp an den "Ojos de Agua". Dort kann man sich im Wasser abkühlen und wir hatten das Glück ein Krodokil zu entdecken, was sich dort ebenfalls eine Abkühlung gönnte. Anschließend fuhr uns unser Guide zu einem kleinen Restaurant am wunderschönen und menschenleeren Strand von Celestún. Wir verbrachten noch etwas Zeit am traumhaft türkisfarbenen Meer und abends, zurück in Merida, aßen wir im "El Trapiche" sehr leckere und günstige Burritos und besuchten anschließend noch einmal die Bar "La Negrita".

Wir kehren nach Tulum zurück

Tag 19   -   Tulum

Die Fahrt zum Hotel Azucar Tulum dauerte rund vier Stunden. Für die letzten Tage in Mexiko, haben wir uns eine besondere Unterkunft gegönnt. Uns erwartete eine komfortable Holzhütte, direkt am Strand mit eigenem Bad, Kühlschrank und einer kleinen Terrasse mit fließendem Übergang zum privaten Strandabschnitt. Eine traumhafte Kulisse. 200 Meter weiter befindet sich ein kleiner Supermarkt, in dem man sich mit Snacks und Getränken eindecken kann. Wir besuchten die Bar "Eufemia", die uns bereits zu Beginn der Reise im "Lucky Traveler Hostel" empfohlen wurde. Das "Eufemia" ist eine alternative Bar am Strand, immer gut besucht und recht günstig. Sie bietet allerhand Cocktails und verschiedene Speisen für den kleinen und großen Hunger.

Tag 20 + 21   -   Tulum

Lazy day in Mexiko. Nach einem langen und gemütlichen Frühstück am Strand, wagten wir gegen Mittag, trotz der hohen Temperaturen, einen Spaziergang um die Umgebung zu erkunden. Mit Zwischenstopp bei "Fresco's", verbrachten wir den restlichen Nachmittag am Strand, bevor wir noch einmal das "La Eufemia" aufsuchten, um den Abend gemütlich in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Auch der vorletzte Tag beim Backpacking durch Mexiko, Belize und Guatemala stand ganz im Zeichen des Faultiers ;) Wir verbrachten ihn ungestört am Strand, mit ein paar kühlen Drinks und dem ein oder anderen Sprung ins Meer. An der Küste gibt es ein Algenproblem, sie werden zwar regelmäßig am Strand vergraben aber die Arbeiter kommen dem kaum nach. Dadurch lässt sich deutlich erkennen, welche Strandabschnitte zu den wirklich teuren Hotels gehören, denn dort ist es schlicht am saubersten. Später machten wir noch einen langen Strandspaziergang und besuchten abends zum Abschluss noch einmal unsere gemütliche "Stammbar" das "La Eufemia", in der man die gesellige, mexikanische Art in vollen Zügen genießen kann.

Backpacking Mexiko Belize Guatemala 3 Wochen

Tag 22   -   Tulum

Der letzte Tag unserer Backpacking Reise durch Mittelamerika war angebrochen und wir verbrachten den Vormittag noch einmal am Strand und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Mittags fuhren wir mit einem Taxi zur ADO Station im Zentrum Tulums und wir altmodischen Postkartenschreiber mussten uns erst mal auf die Suche nach dem Postbüro machen, was sich gut getarnt, als kleiner, offener Raum in einer Häusernische versteckte. Nachdem wir den Flughafen erreicht hatten, holten wir unsere Bordkarten ab. WICHTIG: Am Flughafen zuerst die Touristenkarte vom Grenzübertritt am Schalter stempeln lassen und erst danach das Gepäck aufgeben, denn ohne die gestempelten Papiere erhält man keine Bordkarte. Wer ohne die Touristenkarte ausreisen möchte, wird nochmal mit 533 MXN zur Kasse gebeten.

Wir schlenderten noch etwas durch den Duty Free Bereich und waren froh, dass wir bereits alle Mitbringsel besorgt hatten, denn wer auf dem Flughafen noch etwas sucht, muss tief in die Taschen greifen. Wir verabschiedeten uns wehmütig vom schönen Mittelamerika und machten uns wieder auf die lange Heimreise.

Backpacking Mexiko Belize Guatemala