Mexiko  Belize  Guatemala

day 1   -   Tulum

Tag eins in Mexiko. Am frühen Abend landeten wir nach elf Stunden Flug in Cancun. Am ADO Schalter am Flughafen kauften wir die Tickets für den nächsten Bus nach Tulum mit Umstieg in Playa del Carmen für insgesamt 230 MXN/pP. Die Fahrt startete etwas verspätet und dauerte rund drei Stunden inklusive Umsteigen. Das Ticket für die Weiterfahrt von Playa del Carmen nach Tulum kauften wir am Schalter vor Ort. Gleich hinter dem Busbahnhof befinden sich einige ATMs, dort kann man zwischen MXN und USD wählen.

In Tulum angekommen, fuhren wir mit dem Taxi zum Lucky Traveler Hostel, dem ersten All-In Hostel Mexikos, welches etwas außerhalb in Nähe der Ruinen liegt. Dank 24h Rezeption konnten wir nach 23 Uhr noch einchecken und unser Privatzimmer mit Dusche/WC beziehen.

day 2

Nach dem Frühstück meldeten wir uns spontan zu einer der vom Hostel organisierten Touren an. Der Spot am Strand, den das Hostel zuvor betrieben hatte, wurde Anfang Februar geschlossen und gegen tägliche Gruppenaktivitäten getauscht welche Transfer, Verpflegung und Getränke beinhalten. Wir fuhren mit einem Collectivo Richtung Playa del Carmen an den Strand Xpu-Ha (Eintritt 70 MXN/pP). Ein schöner Strandabschnitt, der wenig besucht ist. Als wir später von einem kräftigen Regenschauer überrascht wurden, half nur noch die Flucht ins warme Meer ;) Abends probierten wir uns durch die kostenlosen Cocktails an der Hostel-Bar und buchten über einen externen Veranstalter den Ausflug nach Chichen Itza.

day 3

Um 08:20 Uhr wurden wir mit einem Collectivo zum Veranstalter in Tulum gebracht. Der Tourpreis von 720 MXN/pP musste dort bar gezahlt werden. Im Kleinbus fuhren wir zu einem Treffpunkt außerhalb, um zu einem großen Reisebus zu wechseln. Nach zwei Stunden Fahrt machten wir den ersten Halt an der Cenote Ik Kil. Eine tief gelegene und beeindruckende aber leider überfüllte Cenote. Nach einer Stunde fuhren wir weiter zu einem Lunch Buffet, in einem nahe gelegenen Restaurant und anschließend nach Chichen Itza. Wir hatten zunächst eine geführte Tour mit einem englisch sprachigen Guide und waren anschließend auf eigene Faust unterwegs. Chichen Itza ist besonders ab mittags sehr überlaufen, dennoch verteilen sich die Touristenmassen auf dem großen Gelände relativ gut und wir konnten in Ruhe u.a. die Pyramide Kukulcán bestaunen, eines der neuen sieben Weltwunder. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Valladolid, was sich leider als organisierte Souvenirfahrt entpuppte. Wir koppelten uns einfach ab und schlenderten ein wenig durch die schöne Innenstadt.

day 4

Um 7 Uhr fuhren wir mit den kostenlosen Fahrrädern vom Hostel zu dem fünf Minuten entfernten Strand "Santa Fe", um den Sonnenaufgang an den Maya Ruinen von Tulum zu sehen und einen Spaziergang am (noch) menschenleeren Strand zu genießen. Später fuhren wir mit den Rädern ca. zehn Kilometer in Richtung Nationalpark. Der Strand in Tulum ist eher schwer zugänglich, da die kleinen Hotels und Hostels fest nebeneinander stehen und die Gelände meist eingezäunt sind. Auf dem Rückweg besuchten wir noch einmal den mittlerweile sehr vollen Strand "Santa Fe". Wir fanden ein schattiges Plätzchen unter einer Palme und besuchten im späten Nachmittag noch die Maya Ruinen Tulums (70 MXN/pP). Diese sind mittags und am Wochenende sehr überlaufen, weshalb es sich lohnen kann, sie erst später am Tag zu besuchen. Abends entschlossen wir uns spontan um eine Nacht zu verlängern und ohne Zwischenstopp von Tulum nach Belize zu reisen. Wir buchten eine Nacht im Mehrbettzimmer und kauften online die Fährentickets von Chetumal nach Caye Caulker (55 USD/pP).

day 5

Am vorerst letzten Tag in Mexiko fuhren für 120 MXN mit dem Collectivo in Richtung Playa del Carmen zur Cenote Eden (100 MXN/pP; samstags geschlossen). Eine große und teils sehr tiefe Cenote, wunderschön gelegen und Heimat vieler Fische. Die Cenote wird überwiegend von Einheimischen besucht, weshalb sie nicht so überlaufen ist und für uns zugleich die schönste Cenote auf unserer Reise war. Gleich nebenan befindet sich die Cenote Azul (100 MXN/pP). Ein großes und mehrere kleine Becken, die eher flach sind und deshalb sehr beliebt bei Familien, weshalb es hier auch etwas voller werden kann. Zurück im Hostel bezogen wir das Mehrbettzimmer für unsere letzte Übernachtung.

day 6   -   Caye Caulker, Belize

Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Collectivo zur ADO Station. Der Bus nach Chetumal war voll aber wir hatten Glück und erhielten am Schalter noch zwei Tickets für die Fahrt um 09:30 Uhr (326 MXN/pP). Mit etwas Verspätung starteten wir in die dreieinhalb stündige Fahrt. Nachdem wir unsere Tickets am Fährschalter in Chetumal erhalten hatten, besorgten wir uns den Ausreisestempel, den sich die Mexikaner gut bezahlen lassen. Nach einer eingehenden Gepäckkontrolle durch Drogenspürhunde und einer Ausreisegebühr von 533 MXN/pP durften wir schließlich das Land verlassen. Die zweistündige Überfahrt stoppte zunächst für eine halbe Stunde in San Pedro mit offizieller Einreise (2,50 BZD/pP) in Belize, Geld lässt sich vorher auf dem Boot wechseln. Weitere 45 Minuten später erreichten wir Caye Caulker im frühen Abend. Die Unterkunft Yuma's House, ein kleines, gemütliches Hostel, liegt direkt an den Anlegestellen. Das Doppelzimmer hatten wir bereits vorab über die Homepage gebucht.

day 7   -  Caye Caulker

Caye Caulker lebt das Motto "Go Slow". Auf der kleinen, gechillten Insel ist alles zu Fuß erreichbar. Man schlendert über vom Sand verwehte Straßen auf denen nur Golfcars fahren und trifft auf alle Altersklassen. Wir suchten einen Laundry Service auf, was man dort NICHT tun sollte. Mit 30 BZD viel zu teuer. Generell ist die Insel nicht wirklich günstig aber dennoch einen Besuch absolut wert.

Wir frühstückten im "Color Arts Cafè" und kauften das Nötigste für's Frühstück der kommenden Tage in einem der kleinen Supermärkte. Den Nachmittag verbrachten wir in der Hängematte vor'm Hostel, mit Blick auf's Meer. Später buchten wir bei Caveman Snorkeling eine ganztägige Schnorcheltour für den übernächsten Tag (130 BZD/pP) und besuchten abends den nördlich gelegenen Split, auf dem sich die Bar The Lazy Lizard befindet. Hier wird sich ganztätig gesonnt und später der Sonnenuntergang genossen. Wir erreichten die Bar pünktlich zur Happy Hour, die hält was sie verspricht ;)

day 8

Wir trafen uns mit einem Bekannten den wir in Tulum kennengelernt hatten und fuhren gemeinsam mit einem Boot zur Nordseite der Insel, gleich gegenüber vom "Split". Die Überfahrt ist kostenlos, für die Rückfahrt werden 10 BZD/pP berechnet, die man allerdings an der Bar beim Anlegeplatz mit Getränken/Essen verrechnen lassen kann und somit Armbändchen erhält, mit dem man ganztägig hin und her fahren kann. Die Nordseite wird vermehrt ausgebaut und erinnert sehr an die typischen Beachclubs mit Priority Bereichen. Dennoch lässt es sich bei Reggaemusik und kühlen Drinks gut am Strand aushalten. Abends, zurück auf der Hauptinsel, besuchten wir den chinesischen Imbiss "Yummy Yummy" und kehrten zur Happy Hour zurück zum Split.

day 9

Schnorcheln mit dem Caveman stand auf dem Programm. Um 10 Uhr erhielten wir unsere Ausrüstung und die etwas größere Gruppe wurde auf zwei Boote verteilt. Beim ersten Stopp an der Westseite der Insel, hielten wir an einem Steg um Seepferdchen zu beobachten und gleich nebenan warteten die Pelikane. Ein Stück weiter konnten wir die Tarpon Fische füttern, diese werden richtig groß und können ganz schön fest zubeißen ;)

Schon beim ersten Schnorchelstopp hatten wir das Glück auf Seekühe zu treffen und in ihrer Nähe zu schwimmen. Unser Guide war mit uns im Wasser und erklärte uns viel über das Riff, die Meeresbewohner und den richtigen Umgang mit ihnen. Im Anschluss machten wir eine Pause zum Lunch und fuhren weiter zum nächsten Stopp, bei dem wir mit einer großen Schildkröte auf Tauchgang gingen. Anschließend lockte unser Guide Haie ans Boot und fütterte sie. Wir waren kaum im Wasser, als es um uns herum plötzlich vor großen Haien nur so wimmelte. Kurz danach setzte ein kräftiger Regen ein, weshalb wir den letzten Halt, in einem flacheren Gebiet aufgrund des Wellengangs leider canceln mussten. Auf der Heimfahrt aber hatten wir noch das Glück von einigen Delfinen begleitet zu werden. Damit endete ein fantastischer und aufregender Tag und wer hier Schnorcheln gehen möchte, dem kann ich eine klare Empfehlung für den Caveman aussprechen! Wieder zurück auf der Insel aßen wir bei "Chef Ruan's" zu Abend und besuchten später die "Sportsbar", gleich neben "Yuma's House".

day 10

An Tag zehn unserer Rundreise, machten wir einen halbtägigen Windsurfing Kurs bei Contour Ocean Ventures (ca.100€/pP). Super anstrengend aber eine tolle Erfahrung. Wir waren die einzigen Schüler an diesem Tag und nach ein paar Einweisungen und Trockenübungen an Land, ging es auch schon ins Wasser. Hier zeigt sich schnell, wer keine gute Balance und Kraft hat, geht gnadenlos unter .. weshalb wir nach vier Stunden völlig entkräftet auf unseren Brettern lagen und aufgaben :D Unser Guide aber war super nett und hat die Hoffnung nie aufgegeben ;) Wer das mal ausprobieren möchte, für den bietet sich auf Caye Caulker eine tolle Gelegenheit. Im frühen Abend gingen wir dan mit Zwischenstopp bei "Margharita Mike's" noch einmal zur Bank, um Bargeld für den Bus von Belize nach Flores und die Ausreisegebühr abzuheben. Wir kauften die Fährentickets  für 17 BZD/pP und buchten über Booking.com unsere Unterkunft in Flores. Anschließend sahen wir uns ein letztes Mal den Sonnenuntergang am Split an und aßen später aufgrund eines Tipps bei "Meddy's" zu Abend. Eine kleine, private Küche, die versteckt abseits der Hauptstraße liegt. Bei "Meddy's" gibt es keine Karte und man sitzt quasi in einem privaten Hinterhof. Das Essen aber ist gut, besonders das Coconut Curry.

day 11   -  Flores, Guatemala

Backpacking Mexiko Belize Guatemala

Um 8 Uhr fuhr die Fähre nach Belize City und wir verabschiedeten uns schweren Herzens von Caye Caulker. Die Bustickets nach Flores (25 USD/pP) hatten wir bereits am Departure Schalter der Fähre gekauft. In Belize City angekommen, gaben wir unser Gepäck beim "Mundo Maya Office" ab, frühstückten am Fährterminal und starteten um 11 Uhr in Richtung Flores. Die Fahrt dauerte rund vier Stunden, inklusive einer Stunde Aufenthalt an der Grenze Guatemalas wo eine Ausreisegebühr von 40 BZD/pP erhoben wurde. Der Bus verfügte über ein halbwegs gutes WLAN, bequeme Plätze und war fast leer. Kurz vor Flores stiegen wir in einen kleineren Bus um und steuerten zunächst einen ATM an, um etwas Bargeld abzuheben. Anschließend erreichten wir unser Hotel Mirador del Lago, direkt am See. Das "Mundo Maya Office" liegt gleich gegenüber, dort buchten wir die Sunrisetour nach Tikal für den kommenden Tag und auch gleich die Fahrt nach Palenque (zusammen für 325 GTQ/pP). Die Tickets für die Sunrise Tour müssen für 100 GTQ extra erworben werden und sind (mit langem Anstehen) im "Banrural" im Einkaufszentrum erhältlich. Der Veranstalter war so nett uns dorthin zu fahren. Zu Fuß gingen wir zurück zur "Insel", vorbei am Wochenend Foodmarket an der Zufahrtsstraße. Hier findet sich traditionelle, guatemalekische Küche zu günstigen Preisen inklusive Unterhaltungsprogramm.

day 12   -   Tikal, Guatemala

Um 3 Uhr nachts startete die Fahrt nach Tikal. Der Eintritt beträgt 150 GTQ, die Sunrisetour kostete 100 GTQ extra. Regulär öffnet der Nationalpark um 6 Uhr, ein früherer Einlass ist nur mit Guide möglich. Wir benötigten feste und geschlossene Schuhe, Taschenlampe, Sonnencrème, Insektenschutz und Wasser. Nach anderthalb Stunden Fahrt erwartete uns eine Wanderung durch den tiefschwarzen Dschungel. Unser Guide führte uns zum Tempel IV, den wir über eine hölzerne Treppe besteigen konnten und auf den steinernen Stufen des Tempels Platz nahmen um den Sonnenaufgang zu sehen. Leider war dieser Morgen sehr neblig, dennoch war es ein tolles Erlebnis in der Stille zu lauschen, wie der Dschungel langsam erwacht. Eine wahnsinnige Geräuschkulisse, die ihren Höhepunkt erreicht, wenn die Brüllaffen aufwachen und sich erst mal quer durch den Dschungel anschreien :) Für die Sunrise Tour sollte man etwas wärmere Kleidung einplanen, da der Dschungel nachts recht kühl werden kann. Der Tau und das neblige Wetter hatten zur Folge, dass wir zudem richtig durchnässt waren. Im Anschluss hatten wir eine einstündige Führung und konnten uns danach frei auf dem Gelände bewegen. Da es gegen Mittag deutlich voller und heißer wird, nahmen wir um 11 Uhr den Bus zurück nach Flores. Mittags aßen wir in der "San Telmo Bar" lecker und günstig zu Mittag und relaxten anschließend am See. Am Abend war noch etwas Zeit zum Bummeln und wir haben unsere Unterkunft in Palenque via Booking.com gebucht. Später besuchten wir dann noch einmal den Food Market.

day 13   -   Palenque, Mexiko

Nach einem leckeren und günstigen Frühstück im "Imperio" fuhren wir um 08:20 Uhr mit einem 7-Sitzer bis zur Grenze, anschließend ging es mit einem Collectivo weiter. Wir waren insgesamt rund sieben Stunden unterwegs, inklusive anderthalb Stunden Aufenthalt an der mexikanischen Grenze. Nach der einfachen Ausreise aus Guatemala, entpuppte sich die Einreise in Mexiko als chaotisch. Niemand sprach englisch und wir wurden samt Gepäck hin und her geschickt, um noch einmal die gleichen Immigrationspapiere auszufüllen, die wir bereits im Flugzeug ausgefüllt hatten, sie anschließend stempeln zu lassen und eine Einreisegebühr zu bezahlen, die mit 533 MXN/pP genauso frech war, wie die Ausreisegebühr als wir nach Belize reisten. Aber wer nicht zahlt, kommt nicht rein. Gleiches gilt umgekehrt für die Ausreise, Diskussion zwecklos. WICHTIG: Die Einreise-/Ausreisegebühr muss cash gezahlt werden und am Grenzübergang zu Guatemala gab es keinen ATM. Zudem müssen die Immigrationspapiere sicher aufbewahrt werden, weil man sie vor der Heimreise am Flughafen noch einmal stempeln lassen muss.

Endlich in Palenque angekommen, bezogen wir unser Zimmer im Hotel Canada, schräg gegenüber von der ADO Station. Von dort aus gelangt man zu Fuß in die Innenstadt mit vielen Shoppingmöglichkeiten. In der Nähe der ADO Station ist das Büro der "Transportadora Turistica Tulum", wo wir die Fahrt von Palenque nach San Cristobal buchten als Kombi mit einem Besuch der Ruinen im Nationalpark Palenque und zwei Wasserfällen für 525 MXN/pP. Der Veranstalter entpuppte sich tags drauf leider als nicht gut organisiert.

day 14   -   San Cristobal

Um 8 Uhr starteten wir mit einem Collectivo zu den Ruinen im Nationalpark von Palenque. Ein riesiges Areal, dass nur zu einem geringen Teil erschlossen ist. Aufenthalt bis 12 Uhr, danach fuhren wir zum Misol-Ha Wasserfall, wo wir uns eine halbe Stunde lang abkühlen konnten. Dann ging es weiter zu den unglaublichen schönen Wasserfällen Agua-Azul, mit zweieinhalb Stunden Aufenthalt. Sie bestehen aus mehreren Terrassen mit türkis-blauem Wasser, an denen man seitlich hochgehen kann. Oben angekommen, bietet sich die schönste Möglichkeit zum Baden, da dort am wenigsten los ist und man sich mitten im Dschungel befindet. Um 17 Uhr starteten wir dann in Richtung San Cristobal.

Die Fahrt war eine Katastrophe! Erst fuhren wir 20km zurück, um den Collectivo zu wechseln und die gleichen Leute, mit beiden Bussen wieder hoch zu fahren... Anschließend erwarteten uns fünf Stunden Buckelpiste im restlos vollgestopften Minibus. Schlafen undenkbar und trotz lautstark erbrechendem Mitreisenden, sah der Fahrer keinen Grund zu pausieren. Mit einer Stunde Verspätung erreichten wir San Cristobal. Dort suchten wir zunächst vergebens unser Hostel El Hostalito 14, das sich aufgrund von Renovierungsarbeiten gut getarnt hatte. Uns fiel gleich auf, dass Armut und Betteln dort leider ein großes Thema sind. Obwohl bereits 23 Uhr, begegneten uns kleine Kinder auf der Straße, die uns gleich umzingelten und versuchten die Taschen nach allem abzutasten, was entwendbar ist. Trauriger erster Eindruck.

day 15

Wir suchten zunächst den Laundry Service "Rusco" auf und frühstückten anschließend bei "Bugambillas". Im ADO Büro, gegenüber vom Hostel, buchten wir für 1040 MXN/2 Pers. den Nachtbus nach Merida. Im Tourbüro Jalapeno Tours nebenan, buchten wir für den nächsten Morgen eine Fahrt zur Cathedrale "San Juan" in Chamula und zum Dörfchen Zinacantán für 420 MXN/pP. Anschließend besuchten wir zu Fuß die "Iglesia Guadalupe" und die "Iglesia Santo Domingo", bei der sich ein großer, bunter Handwerkermarkt befindet. Nach einer Erfrischung in der Bar "La Popular", gingen wir zur "Iglesia de San Cristobal" die auf einer Anhöhe liegt. Abends besuchten wir die "Cafè Bar Revolution", ein erschwingliches und gemütliches Plätzchen für Essen und Cocktails. Auch hier trafen wir auf bettelnde Kinder, die nach einer Weile ihr gesamtes, englisches Schimpfwortvokabular für uns auspackten... Abends wird es in San Cristobal (ca.2200m) recht frisch, weshalb wir bald weiterzogen und im "Estación 1528" landeten. Bei Musik, ein paar Bierchen und dem ein oder anderen Tequila, lässt sich hier ein schöner Abend verbringen.

day 16

Um 09:15 Uhr startete die Fahrt nach Zinacantán, übersetzt "Ort der Fledermäuse". Die Gegend ist bekannt für Bernstein Schmuck, weshalb wir leider penetrant von Straßenhändlern überrannt wurden. Da die "Iglesia San Lorenzo" gerade renoviert wurde, haben sich die Anwohner eine Art Ersatzkirche in einer Halle nebenan eingerichtet, die der Hauptkirche in nichts nachstand - über und über mit Blumen, Bildern und Figuren geschmückt. Leider ist es aus Glaubensgründen untersagt, Fotos im inneren der Kirchen zu machen. Im Anschluss besuchten wir ein Gebäude, in dem die Frauen Webarbeiten erledigen und man deren Arbeiten auch kaufen kann. Hier erhielten wir gegen ein kleines Trinkgeld Maistortillas frisch vom Feuer und durften drei verschiedene "Poschschnaps" Sorten probieren. Ein Schnaps, der für sprituelle Rituale und Zeremonien konsumiert wird, mittlerweile jedoch tatsächlich zunehmend aufgrund der aufputschenden Wirkung durch Coca Cola ersetzt wird... Das Highlight allerdings war die Anprobe der traditionellen Gewänder, die in mühevoller Handarbeit von den Frauen selbst hergestellt werden.

Anschließend fuhren wir nach Chamula und machten zunächst Halt am Friedhof. Dort finden sich leider viele Kindergräber, was mitunter daran liegt, dass die Menschen kaum an Ärzte glauben. Es gibt viele Apotheken und für den Rest beten sie oder erbringen Hühneropfer in der Kirche. An der "Cathedrale San Juan Baptiste" werden jeden Mittag über eine lange Zeit Feuerwerkskörper gezündet, ein unheimlicher Lärm, an den man sich nur langsam gewöhnt. Auch hier herrscht strenges Fotoverbot. Der Boden ist mit Piniennadeln ausgelegt und man trifft auf einen riesigen Altarraum, der beeindruckender kaum sein könnte. Die Menschen zünden Kerzen für ihre Gebete an, an den Farben der Kerzen erkennt man die Schwere ihrer Sorgen. Dort herrscht eine überwältigende und bedrückende Atmosphäre zugleich. Als eine Familie ein Huhn zur Opferung hervornahm, habe ich jedoch, trotz allen Verständnisses für Tradition und Kultur, die Kathedrale verlassen. Ich war hin und hergerissen zwischen den fantastischen Eindrücken und dem schlechten Gefühl als einer von vielen Touristen unbedacht einen Ort zu betreten, der den Menschen dort so heilig ist, auch wenn es zum Alltag gehört.

Zurück in San Cristobal, besuchten wir das "La Vina de Bacco".  Hier verbrachten wir zwei Stunden mit Wein und Tapas für nur 333 MXN. Sehr sehr lecker und wirklich günstig. Um 19 Uhr startete dann unser Nachtbus nach Merida.

day 17   -   Merida

Nach 17,5 Stunden Fahrt im großen Reisebus, die zwar anstrengend war aber weniger schlimm als gedacht, erreichten wir Merida. Die Fahrt führte über Tuxtla Gutierrez, Villa Hermosa, Palenque und Francisco Escarcega. Von den Unruhen in Chiapas haben wir nichts mitbekommen. 60km vor Merida gerieten wir lediglich in eine Polizeikontrolle, bei der unser Gepäck penibel auf der Straße kontrolliert wurde. Um 13 Uhr erreichten wir dann das Zentrum von Merida und kauften gleich die Bustickets nach Tulum (610 MXN/2 Pers). Wir gingen zu Fuß zum Hotel Casa Catrina y Diego und erkundeten später etwas die Umgebung. An der Straße vom Hotel zur Innenstadt befinden sich einige günstige Souvenirläden. Wir aßen bei "Marlin Azul", einem sehr leckeren und günstigen Fischrestaurant und anschließend besuchten wir die Bar "La Negrita". Ein Tipp unter Reisenden und Einheimischen. Die Bar hat einen großen überdachten Innenhof, günstige Drinks, ist immer voll besucht und hat bis 22 Uhr geöffnet.

day 18

Flamingo-Time! Nach dem Frühstück im Hotel wurden wir um 09:15 Uhr von "Mayaland Tours" abgeholt und nach Celestún gebracht, wo uns die Flamingos erwarteten. Anfang Februar scheint nicht die Hauptsaison dafür zu sein, somit waren nur wenige Boote unterwegs und wir sogar alleine in einem - Perfekt :) Wir kamen ganz nah an die Flamingos heran, machten mehrere Stopps und durchfuhren die Mangrovenwälder mit anschließendem Stopp an den "Ojos de Agua". Dort kann man sich abkühlen und wir hatten das Glück ein Krodokil zu entdecken, was dort ebenfalls badete ;) Anschließend fuhr uns unser Guide zum wunderschönen Strand von Celestún. Hier aßen wir in einem kleinen Restaurant direkt am Meer und hatten zweieinhalb Stunden Aufenthalt an einem menschenleeren Strand mit traumhaft türkisfarbenem Wasser. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stopp für ein Eis und abends zurück in Merida aßen wir im "El Trapiche" sehr leckere und günstige Burritos und besuchten anschließend noch einmal die Bar "La Negrita".

day 19   -   Tulum

Nach dem Frühstück gingen wir zur ADO Station, wo unser Bus um 10:40 Uhr nach Tulum startete. Die Fahrt dauerte rund vier Stunden. In Tulum angekommen, kauften wir uns gleich die Bustickets für die Rückfahrt zum Flughafen. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zum Hotel Azucar Tulum, welches wir bereits vorab gebucht hatten. Uns erwartete eine Holzhütte direkt am Strand mit eigenem Bad, Kühlschrank und Terrasse mit fließendem Übergang zum Strand. Etwa 200 Meter weiter kauften wir in einem Supermarkt ein paar Dinge für's Frühstück und besuchten anschließend die Bar "Eufemia", die uns bereits zu Beginn unserer Reise empfohlen wurde. Eine sehr alternative Bar direkt am Meer, immer gut besucht und günstig. Dort werden allerhand Cocktails aber auch Essen serviert.

day 20

Lazy day! Nach dem Frühstück verbrachten wir den Vormittag faul am Strand. Mittags wagten wir trotz der hohen Temperaturen einen Spaziergang und schlenderten ein wenig die Straße entlang. Wir stoppten bei "Fresco's" für einen Snack und Cocktails und verbrachten den restlichen Nachmittag am Strand, bevor wir noch einmal das "La Eufemia" aufsuchten, um den Abend ausklingen zu lassen. 

day 21

Auch dieser Tag stand ganz im Zeichen des Faultiers ;) Wir verbrachten ihn ganz ungestört am Strand mit ein paar kühlen Bierchen und der ein oder anderen Abkühlung im Meer. Die Küste hat ein ziemliches Algenproblem, zwar werden diese regelmäßig am Strand vergraben aber die Arbeiter kommen dem kaum nach. Hier lässt sich deutlich erkennen, welche Strandabschnitte zu den teuren Hotels gehören, dort ist es am saubersten. Uns hat das aber wenig gestört. Es ist zwar etwas unangenehm auf den ersten Metern, dafür hat man den Strand fast für sich alleine ;) Später machten wir noch einen Strandspaziergang und besuchten abends zum Abschluss noch einmal unsere gemütliche "Stammbar" "La Eufemia".

day 22

Der letzte Tag unserer Rundreise war angebrochen. Wir verbrachten den Vormittag noch einmal am Strand und genossen die letzten Sonnenstrahlen. Mittags fuhren wir mit einem Taxi zur ADO Station im Zentrum Tulums. Wir altmodischen Postkartenschreiber mussten uns dann erst mal auf die Suche nach dem Postoffice machen. Die Suche gestaltete sich interessant, da sich das Office als kleiner offener Raum in einer Häusernische erwies. Perfekte Tarnung ;) Um 15 Uhr startete der Bus nach Cancun, die Fahrt dauerte etwa zweieinhalb Stunden. WICHTIG: Am Flughafen zuerst die Immigrationspapiere vom Grenzübertritt am Schalter stempeln lassen und erst danach das Gepäck aufgeben. Ohne die gestempelten Papiere erhält man keine Bordkarte und ohne die Immigrationspapiere hätten wir doppelt zahlen müssen, also noch einmal die 533 MXN Einreisegebühr. Nachdem das alles erledigt war, schlenderten wir noch durch den Duty Free Bereich. Wer jetzt noch nach Mitbringseln sucht, muss hier ganz ganz tief in die Taschen greifen .. Wir verabschiedeten uns von Nordamerika und machten uns auf die zehnstündige Heimreise.


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