Dänemark Roadtrip - 10 Tage Rundreise

Von Hamburg nach Vejers Strand

Tag 1 - 2

Auftakt in Hamburg mit einer Unterkunft im Stadtteil Alsterdorf. Von dort aus ist es nur einen Katzensprung zum Stadtpark, wo die Bulli Übergabe mit dem Liber Team stattfindet. Sowohl in Alsterdorf als auch im Stadtpark befinden sich kostenlose Parkplätze, ideal also, um das eigene Auto während des Bulli Roadtrips durch Dänemark abzustellen. Die Einkäufe können mit etwas Planung schon vorab erledigt werden, um ohne Verzögerung zur Westküste Dänemarks durchzustarten. Erstes Ziel ist der Vejers Strand Camping, der zu dem winzigen Ort Vejers Strand gehört. Nach dem Einrichten im Bulli, lockt ein langer Spaziergang am Strand, der über die Dünen leicht zugänglich ist. Abends kannst Du gemütlich vorm Bulli sitzen und dem Rauschen des Meeres und ein paar Seehunden lauschen, die es mit der Nachtruhe nicht ganz so genau nehmen ;)

Roadtrip Dänemark Rundreise mit Bulli
Vejers Strand

Tag 3

An der Campinginfo können Fahrräder gebucht werden, die morgens an den Eingang geliefert werden. Als Ziel für eine ausgiebige Radtour eignet sich Sædding Strand, kurz vor Esbjerg, wo sich die Skulptur "Mennesket ved Havet" befindet, auf deutsch "Mensch am Meer". Seit 1995 eine beliebte Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen der Stadt Esbjerg, das jährlich von vielen Touristen besucht wird. Die Skulptur besteht aus neun Meter hohen, weißen Betonblöcken und stellt vier sitzende Menschen dar, die ihren Blick auf's Meer gerichtet haben. Die rund 60 Kilometer lange Radfahrt (hin und zurück) zum Sædding Strand ist abwechslungsreich und durch die geringe Steigung auch für ungeübte Fahrer geeignet. Sie führt durch bewaldetes Gebiet, kleine Ortschaften und entlang der schönen Westküste Dänemarks. Etwas näher an Vejers Strand gelegen in Blåvand, befinden sich die bekannten "Maulesel Bunker", die ebenfalls einen Abstecher wert sind. Sie sind Teil des Antlantikwalls, einer Verteidigungslinie entlang der Westküste, die im zweiten Weltkrieg entstand. Zu ihr gehören zahlreiche gut erhaltene Bunker, entlang der gesamten Westküste Dänemarks, von denen einige in Blåvand im Jahr 1995 von einem Künstler zu Maultieren umgestaltet wurden.

Im Anschluss an die lange Radtour, bietet Vejers Strand eine besondere Belohnung. Es ist möglich mit dem Bulli direkt ans Meer zu fahren, zum Vejers Auto Strand. Die Zufahrt befindet sich gleich nördlich des Campingplatzes. Dort kannst Du den Grill auspacken, es Dir vorm Bulli gemütlich machen und einen herrlichen Sonnenuntergang am Meer genießen. Bulli Feeling pur.

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Vejers Auto Strand

Fjerritslev im Nordjütland

Tag 4

Entlang der Küste geht es bis nach Nordjütland, zum Nationalpark Thy, dem ältesten von fünf Nationalparks in Dänemark. Zwischen Klitmøller und Vester Vandet, bietet sich ein Stopp für die "Zwei Seen Wanderung" an, einem Rundwanderweg vom "Vandet Sø" zum "Nors Sø". Ein schöner und gut ausgeschilderter Wanderweg, der überwiegend durch den Wald führt und im September ein Eldorado für Pilzsammler ist. Anschließend fuhren wir mit Bulli "Vicky" weiter zum Svinkløv Camping, der nördlich von Fjerritslev direkt an der Küste liegt. Dort erwartete uns eine tolle Dünenwanderung hinunter zum Strand. Diese Küste ist schon deutlich rauer und es wehte ein stürmischer Wind aber es hat einfach gepasst und war urgemütlich. Zurück Am Campingplatz, warteten wir am Hang den Sonnenuntergang ab, mit fantastischem Ausblick auf's Meer und die weite Küste. 

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Fjerritslev Küste

Skagen - Der nördlichste Punkt Dänemarks

Tag 5

Den nördlichsten Punkt Dänemarks erreichst Du in Skagen. Der Weg dorthin führt an der großen Wanderdüne "Rubjerg Knude" vorbei, wo sich der "versandete Leuchtturm" befindet. Er wurde im Jahr 1900 in Betrieb genommen und damals erreichte die vorgelagerte Düne nur eine Höhe von rund drei Metern. Die "Rubjerg Knude" war aber über die Jahre ständig in Bewegung und ist es bis heute. Mittlerweile erreicht sie eine Länge von rund 1900 Metern und ist bis zu 400 Meter breit. Dazu kommt die stattliche Höhe von ca. 100 Metern, was sie zu einer von Europas größten Wanderdünen macht. Der Leuchtturm "Rubjerg Knude Fyr" spürt die Bewegung der Düne ebenfalls. Bis in die 60er Jahre wurde immer wieder erfolglos Sand abgetragen. Nachdem der Leuchtturm vom Meer aus nicht mehr sichtbar war, wurde der Betrieb Ende der 1960er eingestellt. 2019 wurde er schließlich in einem Millionenprojekt um 70 Meter ins Landesinnere versetzt, da es an der nahegelegenen Steilküste immer wieder Abbrüche gab.

Die Düne ist von einem großen Besucherparkplatz aus zu erreichen, der am Ende der Straße "Fyrvejen" liegt. Schöner aber ist die Wanderung ab dem vorgelagerten Waldstück am "Rubjergvej". Dieser Pfad führt gut beschildert durch den dichten Wald, bis hin zur riesigen Düne. Seitlich führt ein Weg zum Aufstieg und kreuzt den Hauptweg vom Besucherparkplatz. Der Leuchtturm kann bestiegen und die Düne entlang der wunderschönen Steilküste ausgiebig bewandert werden.

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Rubjerg Knude Fyr

Der nächste Halt mit dem Bulli ist an Dänemarks größter Wanderdüne "Råbjerg Mile". Sie steht seit 1900 unter Naturschutz und mit ihren 40 Metern Höhe wirkt sie zwar nicht so eindrucksvoll wie "Rubjerg Knude" aber umfasst eine stattliche Fläche von rund 120 Hektar, die sich jedes Jahr rund 15 Meter weiter nach Osten bewegen. Der Bulli Roadtrip durch Dänemark geht weiter in Richtung Skagen, mit kurzem Zwischenstopp an der versandeten Kirche St. Laurentius, "den tilsandede kirke", die Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Durch die ständige Versandung der Wanderdünen wurde sie 1795 wieder geschlossen und das Kirchenschiff abgerissen. Bis heute steht nur noch der unter Denkmalschutz gesetzte Turm der Kirche, dessen Fundament unter dem Sand verborgen liegt.

In Skagen angekommen geht es zur Landspitze Grenen, dem nördlichsten Punkt Dänemarks. Nach einer schönen Wanderung entlang der Küste, ist die sandige Landspitze erreicht, wo sich Nord- und Ostsee treffen. Inmitten der dadurch etwas stürmischen See, tummeln sich viele Seehunde die über Nacht und gerne auch tagsüber zum Sonnenbaden an Land kommen. In Skagen selbst kannst Du direkt am Hafen in einer der vielen, kleinen Fischbuden fangfrischen Frisch und einen schönen Sonnenuntergang genießen. Es lohnt sich die ganzen Restaurants und Cafés im "Havnevej", der direkt auf den Hafen zuführt, links liegen zu lassen. Von Skagen aus ist es nicht mehr weit zum Bunken Strand Camping, auf dem die Stellplätze direkt hinter den Dünen einen wundervollen Blick auf's Meer freigeben.

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Grenen, Skagen

Kopenhagen

Tag 6 - 7

Der Weg von Skagen nach Kopenhagen ist lang. Um Zeit zu sparen, haben wir uns für einen reinen Reisetag entschieden und sind ohne Umwege nach Seeland gefahren. Bis auf einen kleinen Stau auf Fünen, war die Fahrt entspannt und wir erreichten im späten Nachmittag den DCU Camping Nærum, nördlich von Kopenhagen. Da der Radverleih am Campingplatz die Coronakrise nicht überstanden hat, wurden uns freundlicherweise für den kommenden Tag, gegen ein kleines Entgelt, die privaten Räder der Platzbetreiber angeboten.

Der "Dyrehave" eignet sich hervorragend für eine Tagestour, da er von etlichen Wander- und Radwegen durchzogen ist. Angrenzend liegt der "Jægersborg Dyrehave", ein ca. elf Quadratkilometer großer Park, in dem rund 2000 Hirsche frei umherlaufen. Der Park ist umzäunt aber für jedermann zugänglich und aufgrund seiner Größe bestens per Rad zu erkunden. Er besteht überwiegend aus Naturwald und wird vor allem von Kopenhagenern besucht, die dem Trubel der Stadt entfliehen wollen. Im Süden des Parks befindet sich außerdem ein kleiner Vergnügungspark, der "Dyrehavsbakken" und im Norden ein großer Golfplatz. Mittig im Park liegt das Jagdschloss "Eremitageslottet", ein zentraler Punkt, an dem sich viele Besucher sammeln. Die Wiese hinter dem Schloss eignet sich für Picknicks und ausgiebige Pausen und bietet einen schönen Blick auf den "Öresund", die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden. Direkt neben dem Schloss befinden sich zudem öffentliche Toiletten.

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Jægersborg Dyrehave

Tag 8

Über die App "DOT", kannst Du online Bus- und Bahntickets für Kopenhagen und die umliegenden Bereiche buchen. Da beim Busfahrer nicht bezahlt werden kann, ist dies in der App per PayPal oder Kreditkarte möglich. Von Nærum aus fahren die Buslinien 150S und 15E in regelmäßigen Abständen in rund einer halben Stunde zum Kopenhagener Zentrum. Dort ist die App "Donkey Republic" eine tolle Möglichkeit, um Fahrräder zu mieten. Die App zeigt den Standort des nächsten freien Rades an, mittels Bluetooth lässt sich das Schloss öffnen und wieder schließen und die Abrechnung erfolgt per PayPal oder Kreditkarte. Einfacher geht's nicht. Die klassische Kopenhagen-Rad-Tour umfasst die Besichtigung der (wirklich) "Kleinen Meerjungfrau", dem "Tivoli", der Freistadt "Christiania", dem Stadtzentrum und natürlich dem "Nyhavn". Alle Highlights von Kopenhagen findest Du hier im Überblick: Kopenhagen. Im "Nyhavn" solltest Du Dich unbedingt selbst davon überzeugen, dass die Dänen wirklich ein fantastisches Softeis machen. TIPP - Das Softeis und die Churros bei "Rajissimo" am Nyhavn 19 sind unglaublich und heiß begehrt, weshalb die Warteschlange meist auch etwas länger ist. Wenn Dir das zu lange dauert, dann kannst Du "Rajissimo" aber auch noch an zwei anderen Standorten in der Stadt finden. 

Stevns Klint und Møns Klint

Tag 9

Der Bulli Roadtrip durch Dänemark geht weiter zu den beiden steilsten Kreideküsten Dänemarks. Erster Stopp ist bei "Stevns Klint", einem etwa 15 Kilometer langen und 41 Metern hohen Kliff im Südosten Seelands. Seit 2014 UNESCO Weltnaturerbe, zieht "Stevns Klint" jährlich viele Besucher an. Direkt am Parkplatz liegt die Kirche von Højerup. Seit mehr als 800 Jahren thront sie an dem steilen Kliff und bekam Ende der 1920er die Folgen der Küstenerosion zu spüren, als der gesamte Chorraum plötzlich in die Tiefe stürzte. Die Kirche ist frei zugänglich und im hinteren Teil nur durch ein einfaches Geländer gesichert, wo sich einst der Chorraum befand. Neben der Kirche führt eine Treppe hinab zum Strand. Oberhalb, entlang der Abbruchkante, verläuft ein Wanderweg bis zum "Stevns Fyr". Der 27 Meter hohe Leuchtturm bietet einen schönen Ausblick über die weite Küste und hinaus auf's Meer.

Die Reise geht weiter zum Campingplatz Møns Klint Camp. Von dort führt ein Weg direkt zur höchsten Steilküste Dänemarks, der "Møns Klint". Die Kalksteinwand zieht sich über eine Länge von sechs Kilometern und erreicht eine Höhe von bis zu 128 Metern. Am oberen Rand der Klippen verläuft ein schöner Wanderweg durch den angrenzenden Wald. Er ist mit vielen Aussichtspunkten gespickt und an mehreren Stellen führen lange Holztreppen hinunter ans Meer. Fast 500 Stufen zählt dabei die Haupttreppe, die beim "GeoCenter" liegt, rund drei Kilometer südlich vom Camp Møns Klint und eine eigene, kleine Touristenattraktion darstellt.

Die Sonneninsel Fehmarn

Tag 10

Um die Rückfahrt nach Hamburg etwas abzukürzen, bietet sich ein letzter Stopp auf der Insel Fehmarn an, inklusive eines faulen Strandtages. Die Fähre ab Rødbyhavn erreicht nach rund 45 Minuten Puttgarden. Beim Fährunternehmen "Scandilines" kannst Du die Tickets kurzfristig nur direkt am Ablegehafen kaufen. Für zwei Personen plus Fahrzeug werden dabei satte 685 DKK fällig. Sparen lässt sich nur, wenn Du mindestens zwei Wochen vorher online buchst. Auf der Fahrt zum Campingplatz Flügger Strand wirst Du nicht nur auf den Straßen schnell merken, wie sehr die entspannte und ruhige Art der Dänen schon wieder fehlt. Sicher auch Corona geschuldet, war der Campingplatz deutlich voller, als wir es aus Dänemark gewohnt waren aber den direkt angrenzenden Strand hatten wir dennoch nahezu für uns alleine und konnten bei bestem Spätsommerwetter einen tollen letzten Tag mit Bulli "Vicky" verbringen.

Zurück in Hamburg

Tag 11 + 12

Die Zeit verfliegt regelrecht auf einem Roadtrip durch Dänemark und ratzfatz geht der Bulli schon wieder zurück ans Liber Rental Team. Da Hamburg nun mal immer einen Besuch wert ist, lohnt es sich ein paar Tage länger im schönen Norden zu bleiben. Bei gutem Wetter ist der "Strand Pauli" eine tolle Adresse um einen entspannten Nachmittag zu verbringen und später lockt der Sonnenuntergang an den Landungsbrücken - ganz klassisch beim "Pollerhocken - Schiffe gucken - Schnauze halten" :) Für den kleinen Hunger danach, hat der "Elbblick" eine tolle Karte zu bieten und zu späterer Stunde ist das Schanzenviertel eine nette Option, für das ein oder andere kühle Blonde.

Bei "Pauline" gibt es ein fantastisches Frühstück, dass Dich gut gestärkt in den Tag schickt, z.B. um eine Hafenrundfahrt zu machen oder das "Miniatur Wunderland" zu besuchen. Das ist ein beeindruckendes Museum mitten in der Speicherstadt, das Du einfach mal gesehen haben solltest. In neun Themenwelten geht es im Miniaturformat rund um die Erde, gespickt mit unendlich vielen interessanten aber auch witzigen Details, die es wert sind mal etwas genauer hinzuschauen. Wenn es Dich zum Schluss nochmal zu den Landungsbrücken zieht, dann schau doch mal beim "Eier Carl" vorbei - auf ein gutes Essen und lecker Eierlikörchen ;)

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