Roadtrip Westküste USA 2 Wochen

Westküste USA 2 Wochen
Golden Gate Bridge, San Francisco

... going to America

Wenn Du die Welt sehen willst, wirst Du nicht drum herum kommen, Dir mindestens einmal ein Ticket in die Vereinigten Staaten zu buchen. Dieses riesige Land hat zahlreiche Facetten und wer einmal dort war, will auch nochmal wiederkommen. Auch wenn eine Reise in die USA schon etwas tiefer in die Taschen greift, sorgen die günstigen Kraftstoffpreise vor Ort jedoch dafür, dass der gute alte Roadtrip immer noch perfekt ist, um Land und Leute kennenzulernen. Wenn Du auch gerne die wunderschöne Westküste USA besuchen und dem Highway 101 folgen möchtest, dann findest Du hier viele Infos rund um die Planung Deines eigenen Roadtrip Abenteuers, entlang der schönen Pacific Coast. Außerdem haben wir für Dich 20 USA Tipps zusammengestellt und zeigen Dir eine tolle Reiseroute mit vielen fantastischen Stopps, um die Westküste USA in nur zwei Wochen zu erobern.

Roadtrip Westküste USA Tipps

1. Die beste Reisezeit für einen Roadtrip an der Westküste

Unser schöner USA Roadtrip dauerte zwei Wochen, von Ende September bis Anfang Oktober 2015. Die Reisezeit war leider ein bisschen knapp, empfehlenswert für diese Route sind tatsächlich eher drei Wochen, da Du viel Zeit im Auto verbringst und es unfassbar viel zu sehen gibt. Die Zeit um September/Oktober eignet sich sehr gut für diese Route, da Du außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs bist und das Westküstenklima auch im Frühherbst immer noch sehr angenehm ist. Trotzdem sind wetterfeste Kleidung und Jacke in Oregon und Washington zu dieser Zeit von Vorteil. An den Temperaturen während unserer Reise war generell nichts zu meckern, besonders für die Wanderungen war es teilweise perfekt und Kalifornien glänzte auch Anfang Oktober noch mit sommerlichen Temperaturen.

2. Einreise und Visum in den USA

Dein Reisepass muss bei der Einreise in die USA noch mindestens für die gesamte Dauer Deines Aufenthalts gültig sein. Bei der Einreise muss außerdem die ESTA vorliegen, eine elektronische Einreisegenehmigung, die eine Gültigkeit von zwei Jahren hat. Sie muss vor der Reise beantragt werden und kostet 14 USD, wird aber auf diversen Websites absolut überteuert verkauft - Vorsicht! Diese Regelung gilt im Übrigen auch für Minderjährige. Die Einreise mit einem vorläufigen Reisepass ist nur in Verbindung mit einem Visum möglich. Ein touristischer Aufenthalt bis 90 Tage ist in den USA visafrei.

3. Wichtig für die Einreise in die USA

Deutsche Staatsangehörige, die auch einen Pass im Iran, Irak, Nordkorea, Syrien oder Sudan haben, müssen vorab ein Visum beantragen, um in die USA einreisen zu können. In diesen Fällen reicht die ESTA nicht aus. Das gleiche gilt auch für deutsche Staatsangehörige, die seit dem 1. März 2011 privat oder geschäftlich in folgenden Ländern waren: Iran, Irak, Nordkorea, Syrien, Sudan, Libyen, Jemen und Somalia.

4. Die Hauptreisezeit in den USA meiden

Du solltest die Hauptreise- und die Ferienzeiten der Amerikaner meiden. Diese reisen nämlich sehr gerne im eigenen Land, was zur Folge hat, dass zu diesen Zeiten die Preise schnell ansteigen, die Unterkünfte mancherorts knapp werden und die Nationalparks deutlich voller sind als gewöhnlich. An amerikanischen Feiertagen, wie zum Beispiel dem "Independence Day" oder dem "Labor Day", kann es ebenfalls sehr stressig werden, wenn Du in größere Städte rein- oder herausfahren willst.

5. Günstige Flüge an die Westküste der USA

Wenn Du einen Roadtrip an der Westküste der USA planst, dann lohnt es sich, auf die klassische Rundreise zu verzichten und einen Gabelflug zu buchen, denn diese sind in der Regel deutlich günstiger und Du sparst Dir die Zeit für den Rückweg. Unser Roadtrip startete in Seattle und am Ende der Reise sind wir ab San Francisco wieder zurückgeflogen. Den Leihwagen hatten wir am Flughafen Seattle gebucht und konnten ihn, dank spezieller Mietpakete, auch völlig problemlos in San Francisco wieder abgeben.

6. Inlandsflüge in den USA

Die Distanzen in den USA sind enorm und kaum greifbar, wenn man noch nie dort war. Dort kannst Du nicht mal eben mit dem Auto quer durchs Land fahren, um von A nach B zu kommen. Daher ist das Fliegen bei den Amerikanern äußerst beliebt und auch verhältnismäßig günstig. Vor allem die Flugverbindungen zwischen der Ostküste und der Westküste sind schon zu erschwinglichen Preisen verfügbar und die große Anzahl an Flughäfen vereinfacht das Reisen in den Staaten zusätzlich. Bei Wikipedia findest Du eine Übersicht aller Verkehrsflughäfen der USA.

7. Welche Kreditkarten für Backpacking Reisen?

Wir benutzen auf unseren Reisen immer die 1plus Visa Card der Santander Consumer Bank, bei der alle zusätzlich anfallenden Automatengebühren auf Antrag ersetzt werden und die Karte somit absolut kostenlos bleibt. Ausführliche Informationen zur "1plus Visa Card" mit allen Vorteilen und guten Tipps findest Du hier: Reisekreditkarte. Außerdem haben wir immer eine "Barclay Card" als Ersatzkarte im Gepäck. In den USA kannst Du so ziemlich alles mit einer Kreditkarte zahlen, was zwar durchaus praktisch ist aber den Nachteil hat, dass dort auch Kreditkartenbetrug an der Tagesordnung ist. Eine zweite Ersatzkarte ist somit Pflicht. Zudem solltest Du immer etwas Bargeld bei Dir tragen und beide Kreditkarten getrennt voneinander aufbewahren.

8. Die Sicherheit in den USA

Diebstahl und Kriminalität sind vielerorts ein großes Thema, auch an der USA Westküste. Besonders in Regionen mit hohem Touristenaufkommen sind viele Taschendiebe unterwegs. Taschen, Rucksäcke und Wertgegenstände solltest Du daher immer nah am Körper tragen und auch in Cafés und Bars keine Sekunde unbeaufsichtigt liegen lassen, bspw. um nur mal kurz etwas zu bestellen.

9. Günstige Unterkünfte an der USA Westküste

Unsere Unterkunft in San Francisco sowie das Loft im Yosemite Park, hatten wir bereits vorab über Airbnb gebucht. Alle weiteren Unterkünfte an der Westküste USA haben wir unterwegs spontan über Booking gefunden. Wenn Du Deine Unterkünfte alle schon vorab festlegst, läufst Du nur Gefahr, unterwegs einem Zeitplan nach zu hetzen, was einfach puren Stress für Dich bedeuten würde. Bleib also flexibel, denn Motels gibt es an jeder Ecke. Ausnahmen sind z.B. Übernachtungen in vielen Nationalparks, da dort die Unterkünfte, je nach Jahreszeit oder auch an den Wochenenden, tatsächlich knapp werden können.

10. Einkaufen in den Staaten

Auf einem Roadtrip an der Westküste USA ist ein Navigationsgerät Gold wert aber die Mietwagenfirmen lassen sich die Navigationssysteme gut bezahlen. Daher lohnt es sich, ein günstiges Gerät vor Ort, z.B. in einem Walmart, zu kaufen. Die Lebensmittel für Selbstversorger sind in den USA etwas teurer, auch in den großen Supermarktketten. Deshalb macht es bei häufigen oder größeren Einkäufen sowie bei längerem Aufenthalt Sinn, eine der kostenlosen Kundenkarten der Supermarktketten zu nutzen und damit durch Rabattaktionen beim Einkauf zu sparen.

11. Trinkgelder in den USA

In den USA liegen die Trinkgelder standardmäßig bei ordentlichen 15 - 20% der Rechnungssumme. Die Höhe des Trinkgeldes trägst Du bei Kartenzahlung einfach separat auf der Quittung ein.

12. Hohe Strafen für Müllsünden

Auf das unerlaubte Wegwerfen von Müll stehen saftige Geldstrafen, die in den einzelnen Bundesstaaten der USA zwar unterschiedlich aber fast durchweg hoch ausfallen. Eine sehr gute Maßnahme, die bereits kleine Müllsünden mit bis zu 1000 USD bestraft und den positiven Nebeneffekt hat, dass die Straßengräben der Highways deutlich sauberer sind als hierzulande. An der gesamten Strecke bis San Francisco, begegneten uns immer wieder Straßenschilder, die auf die finanziellen Konsequenzen für illegale Müllentsorgung hinwiesen.

13. Wie ist der Straßenverkehr an der Westküste?

Zunächst einmal brauchst Du in den USA einen internationalen Führerschein, der nationale deutsche Führerschein allein hat dort keine Gültigkeit. Achte unbedingt auf die Tempolimits, denn in den USA wird es schnell sehr teuer, wenn Du zu zügig unterwegs bist. Die Mautstellen auf Straßen und Brücken solltest Du ebenfalls im Blick behalten. Die Abrechnung erfolgt zwar im Zweifelsfall über die Mietwagenfirma, kann aber je nach Vermieter mit einer zusätzlichen Bearbeitungsgebühr beaufschlagt werden. Auf den zweispurigen Highways wird rechts überholt, erschrecke Dich also nicht, wenn dort mal ein LKW an Dir vorbei rauscht, denn die sind in den Staaten in der Regel etwas besser motorisiert und dadurch deutlich schneller unterwegs, als man es von deutschen LKWs gewohnt ist.

14. Der richtige Mietwagen für die Westküste USA

Ein Roadtrip an der Westküste der USA bedeutet, dass Du sehr viel Zeit im Auto verbringen wirst und auch schon mal die ein oder andere buckelige Waldstraße befährst. Ein Kleinwagen mit niedriger Bodenhöhe macht also wenig Sinn, auch wenn er in den Städten wiederum von Vorteil sein kann. Wir haben uns für einen ganz komfortablen Jeep entschieden, der nicht zu groß war aber uns ausreichend Platz geboten hat und mit dem wir auch (fast) überall durchgekommen sind ;)

15. Tanken in den USA

Das Tanken in den USA sorgt gerne mal für Verwirrung, denn dort wird vor dem Tanken bezahlt und man kann oft nur mit Kreditkarte zahlen. Da aber nicht jede Tankstelle auch jede Kreditkarte akzeptiert, solltest Du unbedingt eine Ersatzkarte dabei haben und immer frühzeitig wieder voll tanken, denn in weniger besiedelten Gebieten werden auch die Tankstellen mit der Zeit knapper. Je nach Region kann es auch passieren, dass die Tankstellen schon mal leer gezapft oder deutlich teurer sind als in der Nähe größerer Orte.

16. Ausreichend Trinkwasser für den Roadtrip

Während eines Roadtrips solltest Du immer einen Trinkwasservorrat dabei haben, egal ob in den USA oder woanders. Die Distanzen können manchmal sehr groß sein und wenn Du mitten im Nirgendwo liegen bleibst oder in einem Stau stehst, kann es vor allem bei höheren Temperaturen sehr schnell unangenehm und auf Dauer auch gefährlich werden.

17. Die Nationalparks in den USA besuchen

In den USA gibt es insgesamt 59 Nationalparks, von denen einer schöner ist als der andere. Es gibt also viel zu sehen für Outdoor Fans. Wenn an Deiner geplanten Roadtrip Route Nationalparks liegen, solltest Du auf jeden Fall einen Besuch mit einplanen. Während der Ferienzeiten und an den Wochenenden, können die Parks allerdings sehr voll sein und die Unterkünfte werden knapp, daher solltest Du diese gegebenenfalls frühzeitig buchen oder in der Nebensaison reisen. Sehr nützlich sind auch die "Visitor Centres", das sind Besucherzentren an den Eingängen der Nationalparks, in denen man Kartenmaterial und viele Infos zu den jeweiligen Parks erhält.

18. Der Nationalpark Pass in den USA

Da die Eintrittspreise der Nationalparks in den USA schon mal bei 20 USD oder mehr liegen können, lohnt sich je nach Routenplanung eventuell der  "America the Beautiful" Nationalpark Pass für 80 USD pro Person. Mit diesem Pass kannst Du innerhalb eines Jahres alle Nationalparks der USA ohne Eintrittsgebühren besuchen. Der Pass ist an den Eingängen eines jeden Nationalparks erhältlich.

19. Der USA City Pass

Solltest Du Dich für ein paar Tage oder länger in einer größeren Stadt aufhalten und Dich auf Sightseeing Tour begeben wollen, dann informiere Dich vorab, ob es für die jeweilige Stadt einen City Pass gibt. Diese bieten Vergünstigungen bei Transportmitteln und den Eintrittspreisen von Sehenswürdigkeiten. Eine weitere Möglichkeit um bei Stadtrundgängen zu sparen sind "Hop-on-Hop-off-Busse", die auf verschiedenen Routen die Highlights der Städte abfahren. Bei den Bussen kannst Du beliebig oft ein- und aussteigen.

20. Auswärtiges Amt - Aktuelle Infos zu den USA

Die Website des Auswärtigen Amts informiert Dich in verschiedenen, informativen Kategorien über die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise in den USA und wird regelmäßig aktualisiert. Aber keine Panik, vieles liest sich sehr viel schlimmer als es in Wirklichkeit ist ;)

Noch mehr gute Backpacking Tipps

Viele weitere gute Tipps und Infos, rund um Deine eigene Backpackingreise, findest Du in unseren Backpacking Tipps

Roadtrip Westküste USA 2 Wochen Route

Westküste USA 2 Wochen

Auf unserem Roadtrip auf dem Highway 101 haben wir insgesamt rund 1315 Meilen zurückgelegt, was etwa 2115 Kilometern entspricht. Dafür haben wir ca. 31 Stunden in unserem Jeep verbracht, es lohnt sich also, sich einen bequemen Wagen zu mieten ;) In den USA passiert es einem besonders schnell, dass man die reine Reisezeit innerhalb des Landes total unterschätzt. Die Vereinigten Staaten sind einfach riesig und wie weitläufig das Land wirklich ist, merkt man erst vor Ort. Wir haben für Dich eine Liste mit allen Reisezeiten und Entfernungen (in Meilen) unseres zweiwöchigen Roadtrips an der Westküste aufgestellt. Die Angaben sind gerundet und stehen für die reinen Fahrtzeiten, ohne die vielen unvermeidlichen, kleinen Zwischenstopps und Abstecher auf dieser wunderschönen Route. Plane also schon vorab genügend Zeit ein, denn ein Roadtrip an der Westküste USA lädt sehr oft zu Stopps ein.

- 1315 Meilen (2115 Kilometer)

- 31 Stunden Reisezeit

Westküste USA 2 Wochen Route
Westküste USA Route

Roadtrip Westküste USA 2 Wochen