Roadtrip Westküste USA

day 1   -   Tacoma

Nach einem zehnstündigen Flug von Frankfurt nach Seattle, startete unsere Reise entlang der Westküste der USA bei einem gemeinsamen Freund in Tacoma. Während eines Spaziergangs am Schuster Parkway und am Ruston Way, machten wir Rast für Fish and Chips bei Northern Fish & Co. Da wir Tacoma erst gegen Nachmittag erreicht hatten, passierte am ersten Tag nicht mehr viel und wir ließen den Rest des Tages gemütlich bei The Spar und später bei Hanks Bar & Grill ausklingen.

day 2   -   Seattle

Sightseeing stand auf dem Programm. Wir fuhren in die Innenstadt Seattles und besuchten den Pike Place Market, der bekannt ist für seine vielen Stände und die kleinen, ausgefallenen Läden. Von dort aus gelangt man zu Fuß in nur wenigen Minuten zur berühmt berüchtigten Gum Wall. In diesem kleinen Gässchen gehört es zum guten Ton, seinen Kaugummi einfach an die Wand zu heften. Eine eklige und trotzdem irgendwie witzige Tradition... Danach besuchten wir das CenturyLink Field, die Heimat der Seattle Seahawks und gönnten uns im Anschluss noch einen traumhaften Ausblick von der Space Needle über die gesamte Stadt. Es ist ein absolutes Muss, den Sonnenuntergang abzuwarten und die Skyline Seattles bei Nacht zu betrachten. Der Tag endete später bei lockerer Atmosphäre in der Parkway Tavern.

day 3   -   Mount Rainier National Park

Der dritte Tag unserer USA Westküsten Reise führte uns in die wundervolle Natur außerhalb Seattles und brachte uns zudem mächtig ins Schwitzen. Wir wanderten entlang des Glacier Basin Trails im Mount Rainier National Park. Umgeben von herrlicher Ruhe und wunderschönen Landschaften, durften wir während des Aufstiegs fantastische Ausblicke genießen. Der Park ist unter Wanderern und Campern zwar sehr beliebt aber keinesfalls überfüllt, sodass wir die meiste Zeit ganz alleine unterwegs waren und die Stille in den Wäldern genießen konnten. Für die anstrengende aber wirklich schöne Wanderung, belohnten wir uns später, zurück in Tacoma, mit einem gemütlichem Ausklang im Hanks.

day 4   -   Port Angeles

Der Abschied von Seattle stand vor der Tür. Wir holten unseren Mietwagen am Flughafen ab und deckten uns im nächsten Walmart mit Proviant und einem günstigen Navigationsgerät ein. Nach dem Abschiedsfrühstück bei Shari's Café & Pies startete unsere aufregende Reise entlang der Westküste USA und wir traten die Fahrt nach Port Angeles an, wo wir uns ein Zimmer im Flagstone Motel gebucht hatten. Dort angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg zum nahe gelegenen Hurricane Hill Trail und wurden wieder einmal für's Wandern mehr als belohnt. Uns erwartete ein fantastischer Ausblick über die Berge bis hin nach Kanada und das bei traumhaft schönem Wetter. Vögel die uns die Kekse aus der Hand futterten und Rehe, die mit etwas Geduld auf Tuchfühlung gingen, machten es zu einem rundum schönen Ausflug. Zurück in Port Angeles, fanden wir abends eine Stärkung im Next Door Gastropub.

day 5   -   Portland

Im Vormittag erreichten wir den Strand von La Push, der erste bleibende Eindruck, den die Westküste der USA bei uns hinterließ. Dieser Strand beeindruckt allein schon durch seine schöne Kulisse, geprägt von angeschwemmten, riesigen Baumstämmen und die Abgeschiedenheit. Nach einem sehr entspannten Aufenthalt fuhren wir anschließend weiter an den Long Beach, mit kurzem Zwischenstopp in Forks und einer Rast in Duffy's Restaurant in Hoquiam, kurz vor Aberdeen. Der Long Beach ist mit seinem befahrbaren Strand als Highway mit einem Tempolimit von 25 Meilen eingestuft, allerdings ist das Auf- bzw. Runterfahren nicht ohne, da man eben doch zunächst erst mal über weichen Sand fahren muss. Nachdem wir uns prompt mit unserem Jeep festgefahren hatten, haben wir den Strand dann doch lieber zu Fuß weiter erkundet. Im frühen Abend erreichten wir dann Portland und checkten im Motel The Palms ein. Von dort aus fuhren wir mit der Bahn in die Stadt und aßen bei Buffalo Wings, einer typisch amerikanischen Sportsbar, zu Abend. Die Innenstadt Portlands ist nachts leider durch viele Obdachlose geprägt, besonders der Bereich um China Town. Da sich für uns dort unter der Woche nicht viele Ausgehmöglichkeiten boten und wir am nächsten Tag früh weiter wollten, fuhren wir nach dem Essen zurück zum Motel.

day 6   -   Newport

Den sechsten Tag an der Westküste der USA starteten wir mit einem Frühstück bei Tasty & Sons und fuhren anschließend in den Ecola State Park. Wir genossen einen schönen Spaziergang zu den Klippen und eine tolle Aussicht, bevor innerhalb von weniger Minuten das Wetter umschlug und wir von einer Sekunde auf die andere, ganz filmreif, von einer Nebelwand nahezu verschluckt wurden. Wir entschlossen uns dazu aufzubrechen und fuhren anschließend weiter an den Strand von Cannon Beach, der für einen der größten Küstenmonolithen der Erde, den Haystack Rock, bekannt ist, welcher bereits als Filmkulisse diente. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Newport. Dort angekommen, checkten wir im Newport Rodeway Inn ein und gingen zum SW Bay Boulevard, wo wir im Local Ocean Seafruits zu Abend aßen. Wenn man keine Reservierung hat, ist es sehr schwierig dort einen Tisch ohne Wartezeit zu ergattern, das Warten aber lohnt sich. Das Lokal hat eine offene Küche, in der das Kochen zur Show wird und wir können ohne Zweifel sagen, dass wir selten so guten Fisch gegessen haben. Eine klare Empfehlung. Die Wartezeit kann man sich außerdem mit den im Hafen ansässigen Seehunden verkürzen ;) Später entdeckten wir in der gleichen Straße noch das Rogues, eine kleine Brauerei mit Pub. Dort gibt es unzählige Bier- und Cider Sorten, durch die man sich munter durchprobieren kann.

day 7   -   Eureka

Die Reise an der schönen USA Westküste ging weiter und wir fuhren zum Cape Perpetua um Thor's Well zu sehen. Ein riesiges "schwarzes Loch" im Meer, aus dem regelmäßig Salzwasserfontänen schießen. Leider hat uns die Flut einen Strich durch die Rechnung gemacht aber die Aussicht und das Gelände lohnen sich dennoch für einen Besuch. Anschließend befuhren wir die "Tour thru tree" am Klamath Tree. Diese war jedoch nicht sehr spektakulär, da man einfach nur auf kurzem Wege durch einen ausgehöhlten Redwood geleitet wird. Ein nettes Foto gab's trotzdem. Den Tall Trees Trail konnte man leider nur mit Anmeldung besuchen, daher fuhren wir gleich weiter nach Eureka. Dort hatten wir ein Zimmer im Days Inn Eureka gebucht und besuchten später das Restaurant Chapala. Dieses glänzte weniger mit herausragender, mexikanischer Küche, als vielmehr mit überdimensionierten Portionen. Im Anschluss trafen wir im nahegelegenen Gallagher's Irish Pub noch ein paar nette Gesprächspartner und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

day 8   -   Fort Bragg

Wir machten uns auf den Weg zu den Redwoods im Humboldt Redwoods State Park und fuhren entlang der Avenue of Giants. Ein Trail führt von dort aus zu Fuß zum Giant Tree, der mit seinen 16 Metern Umfang ein beliebtes Fotomotiv ist, sowie zum Flat Iron Tree. Letzterer ist ein umgestürzter Baum, bekannt durch seine markant ovale Form und wir bemerkten ihn tatsächlich erst, nachdem wir bereits darauf standen :)  Danach ging es für uns noch weiter zum Tall Tree, mit einer schönen Wanderung durch den Wald und anschließend fuhren wir nach Fort Bragg und stärkten uns bei Jenny's Giant Burger, wo uns dann auch noch prompt ein Geistiger bekehren wollte ;) Wir waren im Surf Inn untergebracht und hier lohnt es sich, den Sonnenuntergang an den Klippen, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, entlang des Cliff Way zu genießen. Zusammen mit vielen Rehen, die dort in Seelenruhe durch die Vorgärten streifen.

day 9   -   San Francisco

Nach dem Frühstück führte uns unsere Reise an der Westküste der USA weiter nach San Francisco. Wir hatten das Zimmer vorab per Airbnb gebucht und erhielten von unserer Gastgeberin ein paar gute Tipps rund um die Stadt. Mit der Muni fuhren wir in die Innenstadt und wollten eigentlich zunächst Alcatraz besuchen aber leider war diese Tour über fünf Tage hinweg ausgebucht. Wer Alcatraz sehen möchte, sollte daher bereits vorab online Tickets reservieren. Aber San Francisco hat noch sehr viel mehr zu bieten, also besuchten wir unter anderem den Coit Tower, China Town und die Einkaufsmeile Downtown. Später aßen wir im New Asia zu Abend, das uns mit witzigen Karaoke- und Tanzeinlagen amüsierte. Das Feierabendbierchen genehmigten wir uns in der wirklich sehr günstigen King Bar.

day 10   - San Francisco

Wir besuchten Fisherman's Wharf und ließen uns ganz traditionell vom Cable Car zur Lombard Street bringen. Mit einem Abstecher bei Fort Mason ging es zu unserem persönlichen San Francisco-Highlight, der Golden Gate Bridge. Tipp: Nicht zu lange am ersten Aussichtspunkt um Fotos kämpfen sondern einfach gleich runter zur Brücke gehen, um den besten Blick darauf zu genießen und sich den Küstenwind um die Nase wehen zu lassen. Auf dem Rückweg besuchten wir den Haight Ashbury District mit seinen berühmten Painted Ladys, sowie den kunterbunten Mission District und landeten schließlich am Pier 39, wo wir unter anderem durch den Shop der San Francisco 49ers schlenderten, während wir auf unseren Tisch bei Bubba Gump Shrimp warteten.

day 11   -   San Francisco

Backpacking USA Westküste
Levi's Stadium, San Francisco

Der elfte Tag unseres Roadtrips an der Westküste der USA führte uns zu einem nicht ganz günstigen aber tollen Ausflug ins Levi's Stadium, zum Duell der San Francisco 49ers gegen die Green Bay Packers. Für ein solches Event, sollte man den ganzen Tag einplanen und an Bier und Grillgut denken, denn die wahre Action findet bei der Tailgate Party vor dem Spiel statt ;) Nach einem schönen aber leider wenig erfolgreichen Tag für die 49ers Fans, machten wir uns auf den bahntechnisch etwas chaotischen Rückweg in die Stadt und ließen den Rest des Tages in der Parkside Tavern ausklingen.

day 12   -   Yosemite Park

Wir verließen San Francisco und machten uns auf den Weg nach Yosemite West. Unterwegs kauften wir in einem größeren Supermarkt Lebensmittel für die kommenden Tage ein. Wir hielten zum Lunch bei Black Bear und erreichten schließlich den Yosemite Park. Wir fuhren durch riesige verkohlte Gebiete, die einem die katastrophalen Folgen der schlimmen Waldbrände der Vorjahre erst richtig bewusst werden ließen. Unsere Unterkunft befand sich in den Yosemite West Condominiums (Studio A107). Ein Bereich, der bis dato vor den Bränden verschont geblieben ist und uns mitten im traumhaften Wald, ein schönes und rustikales Selbstversorger Apartment bot.

day 13   -   Yosemite Park

Wir fuhren ins Yosemite Valley und bestiegen den Upper Yosemite Falls Trail am Columbia Rock. Der Wanderweg liegt inmitten einer wunderschönen Landschaft. Bei warmem Wetter kann es etwas anstrengend  werden aber der Ausblick, der einen später erwartet, macht jede Anstrengung wett. Anschließend folgten wir dem Lower Yosemite Falls Trail. Leider lagen die Wasserfälle trocken, da es seit vier Jahren nicht mehr richtig geregnet hatte, dennoch sind die Trails definitiv einen Besuch wert, denn man trifft auf eine wunderschöne Landschaft und genießt fantastische Ausblicke. On top erhält man Einblick in die heimische Tierwelt, so tauchten z.B. plötzlich zwei Wölfe vor uns auf, die vergeblich versuchten sich ein Eichhörnchen zu schnappen. Anschließend fuhren wir weiter zum Glacier Point und genossen erneut eine wahnsinnige Aussicht, mit herausragender Fotokulisse, die zum Verweilen einlädt. Wieder im Apartment, grillten wir auf unserer Terrasse und genossen einen gemütlichen Abend. Man darf nur nichts essbares draußen liegen lassen, da dies die Bären anzieht.

day 14   -   Yosemite Park

Der letzte Tag unserer fantastischen USA Westküsten Reise war angebrochen und zum Abschied ging's noch einmal richtig amerikanisch zu. Wir fuhren auf dem Weg zum Flughafen wieder bei Black Bear vorbei und bestellten uns einen "Nachtisch". Was daheim ein kleines Törtchen wäre, wird dort zum Schnäppchenpreis als Schokobombe im Kuchenformat geliefert. So verrückt, dass es schon wieder toll ist. Im Anschluss fuhren wir schweren Herzens zum Flughafen, wo wir unseren Mietwagen abgaben und zehn Stunden später wieder good old Germany erreichten. Letzten Endes waren wir uns einig, dass die Staaten viele tolle Seiten haben aber die Westküste der USA ist sicher eine der beeindruckendsten!


Westküste USA 2 Wochen