Roadtrip Westküste USA

Kapitelübersicht:

Tag 1  -  Westküste USA - Tacoma  (Washington)

Nach einem zehnstündigen Flug von Frankfurt nach Seattle, startete unsere Reise entlang der schönen Westküste der USA bei einem gemeinsamen Freund in Tacoma. Während eines Spaziergangs am "Schuster Parkway" und am "Ruston Way", machten wir Rast für Fish and Chips bei "Northern Fish & Co". Da wir Tacoma erst gegen Nachmittag erreicht hatten, passierte am ersten Tag nicht mehr viel und wir ließen den Rest des Tages gemütlich bei The Spar und später bei Hanks Bar & Grill ausklingen.

Tag 2  -  Seattle

Sightseeing stand auf dem Programm. Wir fuhren in die Innenstadt Seattles und besuchten den "Pike Place Market". Dieser öffentliche Markt liegt an der "Elliott Bay" und besteht bereits seit 1907. Mit mehr als zehn Millionen Besuchern pro Jahr, ist der "Pike Place Market" das beliebteste Reiseziel in Seattle und auf Rang 33 der meistbesuchten Touristenattraktionen der Welt. Er ist bekannt und beliebt für seine vielfältigen, kleinen Stände und Läden, bestehend aus Antiquitätenhändlern, Comicläden und Sammlergeschäften, kleinen Restaurants, Vintage, Trödel und vielem mehr. Außerdem finden sich dort Fischhändler, Frischwaren- und Handwerkerstände. Der Markt wird täglich betrieben und zählt rund 500 Einwohner in acht verschiedenen Gebäuden.

Roadtrip Westküste USA 2 Wochen

Vom "Pike Place Market" gelangt man zu Fuß in wenigen Minuten zur berühmt berüchtigten "Gum Wall", die sich in der "Post Alley" befindet. In diesem kleinen Gässchen gehört es zum guten Ton, dass Touristen aus aller Welt ihren Kaugummi an die Wand heften. Eine eklige und trotzdem irgendwie witzige Tradition, die mittlerweile als Wahrzeichen vor Ort gilt. Im Anschluss besuchten wir das "Century Link Field", die Heimat der "Seattle Seahawks" und gönnten uns danach einen traumhaften Ausblick von der "Space Needle" über die gesamte Stadt. Dieser 184 Meter hohe Aussichtsturm mit sich drehendem Restaurant wurde zur Weltausstellung 1962 errichtet und gilt als Wahrzeichen der Stadt, welches jährlich von über einer Millionen Menschen besucht wird. Es ist ein Muss, den Sonnenuntergang abzuwarten und die Skyline Seattles bei Nacht zu betrachten. Der Tag endete später für uns bei lockerer Atmosphäre in der Parkway Tavern.

Tag 3  -  Mount Rainier National Park

Der dritte Tag unserer USA Westküsten Reise führte uns in die wundervolle Natur außerhalb Seattles und brachte uns mächtig ins Schwitzen, denn wir wanderten entlang des "Glacier Basin Trails" im Mount Rainier National Park. Umgeben von herrlicher Ruhe und einer wunderschönen Landschaft, durften wir während des Aufstiegs fantastische Ausblicke genießen. Der Park ist unter Wanderern und Campern zwar sehr beliebt aber keinesfalls überfüllt, sodass wir die meiste Zeit ganz alleine unterwegs waren und die Stille in den Wäldern genießen konnten. Der Nationalpark umfasst eine Fläche von rund 950km² rund um den "Mount Rainier", einen 4392 Meter hohen Vulkan. Der Park zählt jährlich rund 1,8 Millionen Besucher und verfügt über vier Besucherzentren sowie zahlreiche Rangerstationen. Für die anstrengende aber wirklich schöne Wanderung, belohnten wir uns später zurück in Tacoma, mit einem gemütlichem Ausklang im Hanks.

Tag 4  -  Port Angeles

Der Abschied von Seattle stand vor der Tür. Wir holten unseren Mietwagen am Flughafen Seattle ab und deckten uns im nächsten Walmart mit Proviant und einem günstigen Navigationsgerät ein. Nach dem Abschiedsfrühstück bei Shari's Café & Pies, startete unsere aufregende Reise entlang der Westküste und wir traten die Fahrt nach Port Angeles an, wo wir ein Zimmer im Flagstone Motel hatten. Dort angekommen, machten wir uns gleich auf den Weg zum nahegelegenen "Hurricane Hill Trail" im Olympic National Park und wurden wieder einmal für das Wandern mehr als belohnt, denn uns erwartete ein fantastischer Ausblick über die Berge bis hin nach Kanada und das bei traumhaft schönem Wetter. Vögel die uns die Kekse aus der Hand futterten und Rehe, die mit etwas Geduld auf Tuchfühlung gingen, machten es zu einem rundum schönen Ausflug. Der "Olympic Nationalpark" wurde 1938 gegründet und umfasst eine Fläche von rund 3750m² zu der auch ein Streifen entlang der Pazifikküste zählt. Zurück in Port Angeles fanden wir abends eine leckere Stärkung im Next Door Gastropub.

Tag 5  -  Portland  (Oregon)

Im Vormittag erreichten wir den Strand von La Push. Dieser beeindruckt allein schon durch seine Abgeschiedenheit und die schöne Kulisse, geprägt von angeschwemmten, riesigen Baumstämmen. La Push ist eine kleine Siedlung mit etwa 350 Einwohnern und wird von den Mitgliedern des indianischen Stammes der "Quileute" bewohnt. Der Bekanntheitsgrad von La Push schnellte mit Erscheinen der "Twilight Saga" in die Höhe und wird seitdem von vielen Tagestouristen besucht. Nach einem sehr entspannten Aufenthalt, fuhren wir anschließend weiter an den Long Beach, mit kurzem Zwischenstopp in Forks und einer Rast in "Duffy's Restaurant" in Hoquiam, kurz vor Aberdeen. Der "Long Beach" ist mit seinem befahrbaren Strand als Highway mit einem Tempolimit von 25 Meilen eingestuft. Allerdings ist das Auffahren bzw. Herunterfahren nicht ohne, da man eben doch zunächst erst mal über weichen Sand fahren muss. Nachdem wir uns prompt mit unserem Jeep festgefahren hatten, haben wir den Strand dann doch lieber zu Fuß weiter erkundet. Im frühen Abend erreichten wir dann später Portland und checkten im Motel The Palms ein. Von dort aus fuhren wir mit der Bahn in die Stadt und aßen bei "Buffalo Wings" zu Abend, einer typisch amerikanischen Sportsbar. Die Innenstadt Portlands ist nachts leider durch viele Obdachlose geprägt, besonders der Bereich um "China Town". Da sich für uns dort unter der Woche nicht viele Ausgehmöglichkeiten boten und wir am nächsten Tag früh weiter wollten, fuhren wir nach dem Essen zurück zum Motel.

Tag 6  -  Newport

Den sechsten Tag an der Westküste USA starteten wir mit einem Frühstück bei Tasty & Sons und fuhren anschließend in den Ecola State Park. Der Park erstreckt sich über 14 Kilometer entlang der Pazifikküste und bietet zahlreiche Wander- sowie Surfmöglichkeiten. Wir genossen einen schönen Spaziergang zu den Klippen und eine wunderschöne Aussicht, bevor innerhalb von wenigen Minuten das Wetter umschlug und wir von einer Sekunde auf die andere, ganz filmreif von einer Nebelwand verschluckt wurden. Wir entschlossen uns dazu aufzubrechen und fuhren weiter an den Strand von Cannon Beach, der für einen der größten Küstenmonolithen der Erde bekannt ist, den "Haystack Rock", welcher bereits den "Goonies" als Filmkulisse diente. Im Anschluss fuhren wir weiter nach Newport. Dort checkten wir im Newport Rodeway Inn ein und gingen zum "SW Bay Boulevard", wo wir im Local Ocean Seafruits zu Abend aßen. Wenn man keine Reservierung hat, ist es sehr schwierig dort einen Tisch ohne Wartezeit zu ergattern, das Warten aber lohnt sich. Das Lokal hat eine offene Küche, in der das Kochen zur Show wird und wir können ohne Zweifel behaupten, dass wir selten so guten Fisch gegessen haben. Daher eine klare Empfehlung von uns! Die Wartezeit kann man sich zudem mit den im Hafen ansässigen Seehunden verkürzen ;) Später entdeckten wir in der gleichen Straße noch das Rogues, eine in Newport ansässige Brauerei mit mehreren Pubs in Oregon und Washington. Im "Rogues" gibt es unzählige Bier- und Cider Sorten, durch die man sich munter durchprobieren kann.

Tag 7  -  Eureka  (Kalifornien)

Die Reise an der schönen USA Westküste ging weiter und wir fuhren zum Cape Perpetua um "Thor's Well" zu sehen. Ein riesiges "schwarzes Loch" im Meer, aus dem regelmäßig Salzwasserfontänen schießen. Leider hat uns die Flut einen Strich durch die Rechnung gemacht aber die Aussicht und das Gelände sind dennoch einen Besuch wert. Danach erreichten wir nach einiger Zeit das sonnige Kalifornien und befuhren die "Tour thru tree" am "Klamath Tree". Diese ist allerdings nicht sehr spektakulär, da man einfach nur auf kurzem Wege durch einen ausgehöhlten "Redwood" geleitet wird. Ein nettes Foto gab's trotzdem. Der "Tall Trees Trail" lässt sich leider nur mit vorheriger Anmeldung besuchen, daher fuhren wir gleich weiter nach Eureka. Dort hatten wir ein Zimmer im Days Inn Eureka reserviert und suchten später das Restaurant Chapala auf, das weniger mit herausragender, mexikanischer Küche glänzt, als vielmehr mit überdimensionierten Portionen. Im Anschluss trafen wir im nahegelegenen Gallagher's Irish Pub noch ein paar nette Gesprächspartner und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Tag 8  -  Fort Bragg

Wir machten uns auf den Weg zu den "Redwoods" im etwa 50km entfernten Humboldt Redwoods State Park. In diesem Park befindet sich der Rockefeller Forest, der weltweit größte, zusammenhängende Wald aus Küstenmammutbäumen. Wir fuhren entlang der "Avenue of Giants", von wo aus ein Trail zum "Giant Tree" führt, der mit seinen 16 Metern Umfang ein beliebtes Fotomotiv ist. Folgt man dem Trail weiter, erreicht man den "Flat Iron Tree". Dieser ist ein umgestürzter Baum, bekannt durch die markant ovale Form und wir bemerkten ihn tatsächlich erst, nachdem wir bereits darauf standen :) Danach ging es für uns weiter zum "Tall Tree", mit einer schönen Wanderung durch den Wald und anschließend fuhren wir nach Fort Bragg und stärkten uns bei Jenny's Giant Burger, wo uns dann auch noch prompt ein Geistiger bekehren wollte ;) Wir waren im Surf Inn untergebracht und dort lohnt es sich wirklich, den Sonnenuntergang an den Klippen des "Cliff Way" zu genießen, gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Zusammen mit vielen Rehen, die in Seelenruhe durch die Vorgärten streifen.

Tag 9  -  San Francisco

Nach dem Frühstück, führte uns unsere Reise an der Westküste USA weiter nach San Francisco. Wir hatten das Zimmer vorab per Airbnb gebucht und erhielten von unserer Gastgeberin ein paar gute Tipps rund um die Stadt. Mit der "Muni" fuhren wir in die Innenstadt und wollten eigentlich zunächst Alcatraz besuchen aber leider war diese Tour über fünf Tage hinweg ausgebucht. Wer Alcatraz sehen möchte, sollte daher unbedingt bereits vorab online Tickets reservieren. San Francisco hat aber noch sehr viel mehr zu bieten, also besuchten wir unter anderem den Coit Tower, einen 64 Meter hohen Aussichtsturm, von dem man das Panorama San Franciscos genießen kann. Außerdem sind Chinatown sowie die Einkaufsmeile Downtown einen Besuch wert. Später aßen wir im "New Asia" zu Abend, das uns mit witzigen Karaoke- und Tanzeinlagen amüsierte. Für einen kleinen Absacker bietet sich die nahegelegene und wirklich sehr günstige "King Bar" an.

Tag 10  -  San Francisco

Wir besuchten Fisherman's Wharf, ein Hafenviertel im Nordosten San Franciscos, das zu den beliebtesten Touristen Attraktionen der Stadt zählt. Dort sind viele Restaurants ansässig, bekannt für Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten aber auch viele Geschäfte, Galerien und Museen. Außerdem ist "Fisherman's Wharf" ein guter Ausgangspunkt für einige beliebte Ausflugsziele in der Nähe, wie z.B. Chinatown, der Cable-Car-Turnaround oder auch die Lombard Street. Auch wir ließen uns ganz traditionell vom Cable Car zur "Lombard Street" bringen. Diese Straße führt in Richtung der Golden Gate Bridge und ist als kurvenreichste Straße der Welt bekannt geworden, deren markanter Kurventeil sich gerade mal über einen Block erstreckt. Von dort aus kann man einen Abstecher bei Fort Mason machen, einer ehemaligen Kaserne der United States Army. Dort verläuft ein Fußweg, welcher am Hafen beginnt und über die Landspitze führt und eine sehr schöne Aussicht auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge bietet. Letztere war eines unserer persönlichen Highlights in San Francisco, das wir gleich im Anschluss besuchten. Die 1937 eröffnete Hängebrücke gilt als Wahrzeichen der "Bay Area" und wurde 1995 sogar zu einem der modernen Weltwunder erklärt. TIPP für die Golden Gate Bridge: Nicht zu lange am ersten Aussichtspunkt um Fotos kämpfen, sondern einfach gleich runter zur Brücke gehen, um den besten Blick darauf zu genießen und sich den Küstenwind um die Nase wehen zu lassen. Auf dem Rückweg besuchten wir den Haight Ashbury District mit seinen berühmten "Painted Ladys", sowie den kunterbunten Mission District und landeten schließlich wieder am Fisherman's Wharf, genauer gesagt am "Pier 39", wo wir unter anderem durch den Shop der "San Francisco 49ers" schlenderten, während wir auf unseren Tisch bei Bubba Gump Shrimp warteten.

Tag 11  -  San Francisco

Der elfte Tag unseres Roadtrips an der Westküste USA führte uns zu einem nicht ganz günstigen aber tollen Ausflug ins Levi's Stadium, zum NFL Duell der "San Francisco 49ers" gegen die "Green Bay Packers". Für ein solches Event sollte man den ganzen Tag einplanen und an Bier und Grillgut denken, denn die wahre Action findet bei der "Tailgate Party" vor dem Spiel statt ;) Nach einem schönen aber leider wenig erfolgreichen Tag für die 49ers Fans, machten wir uns auf den bahntechnisch chaotischen Rückweg in die Stadt und ließen den Rest des Tages in der Parkside Tavern ausklingen.

Tag 12  -  Yosemite Nationalpark

Wir verließen San Francisco und machten uns auf den Weg nach Yosemite West. Der Yosemite Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 3080km² und zieht jährlich über drei Millionen Besucher an, wovon die meisten aber nur den zentralen Teil des Parks besuchen, das Yosemite Valley. Unterwegs kauften wir im Supermarkt Lebensmittel für die kommenden Tage ein, hielten zum Lunch bei Black Bear und erreichten später den Yosemite Park. Wir fuhren durch riesige, verkohlte Gebiete, die einem die katastrophalen Folgen der schlimmen Waldbrände der Vorjahre erst richtig bewusst werden ließen. Unsere Unterkunft befand sich in den Yosemite West Condominiums (Studio A107). Ein Bereich, der bis dato vor den Bränden verschont blieb und uns mitten im traumhaften Wald, ein schönes und rustikales Selbstversorger Apartment bot.

Tag 13  -  Yosemite Nationalpark

Wir fuhren ins beliebte Yosemite Valley, das nur etwa ein Prozent der Gesamtfläche des Yosemite Parks ausmacht aber dort spielen sich die meisten touristischen Aktivitäten ab. Das Gletschertal liegt im westlichen Teil des Parks, in der Sierra Nevada in Nordkalifornien und erstreckt sich über eine Länge von rund 13km. Wir bestiegen den "Upper Yosemite Falls Trail" am Columbia Rock, der Wanderweg liegt inmitten einer wunderschönen Landschaft. Bei warmem Wetter kann es etwas anstrengend  werden aber der Ausblick, der einen später erwartet, macht jede Anstrengung wett. Anschließend folgten wir dem "Lower Yosemite Falls Trail". Leider lagen die Wasserfälle während unseres Besuchs trocken, da es seit vier Jahren nicht mehr richtig geregnet hatte, dennoch sind die Trails definitiv einen Besuch wert, denn man trifft auf eine wunderschöne Landschaft und genießt fantastische Ausblicke. On top erhält man Einblick in die heimische Tierwelt. So tauchten z.B. plötzlich zwei Wölfe vor uns auf, die vergeblich versuchten, sich ein Eichhörnchen zu schnappen. Im Anschluss fuhren wir weiter zum Glacier Point, ein Aussichtspunkt oberhalb des Yosemite Valley. Er liegt an der Südseite des Tals in einer Höhe von 2200 Metern und bietet einen überwältigenden Ausblick über das gesamte Yosemite Valley. Wir genossen die fantastische Aussicht mit herausragender Fotokulisse, die zum Verweilen einlädt und machten uns anschließend wieder auf den Weg ins Tal. Wieder im Apartment, grillten wir auf unserer Terrasse und genossen einen gemütlichen Abend.

Tag 14  -  Yosemite Nationalpark

Der letzte Tag unserer fantastischen USA Westküsten Reise war angebrochen und zum Abschied ging's noch einmal richtig amerikanisch zu. Wir fuhren auf dem Weg zurück nach San Francisco wieder bei Black Bear vorbei und bestellten uns einen "Nachtisch". Was daheim ein kleines Törtchen wäre, wird dort zum Schnäppchenpreis als Schokobombe im Kuchen-Format geliefert. So verrückt, dass es schon wieder toll ist. Im Anschluss fuhren wir schweren Herzens zum Flughafen, wo wir unseren Mietwagen abgaben und zehn Stunden später wieder Good Old Germany erreichten. Letzten Endes sind wir uns einig, dass die USA viele schöne Seiten haben aber die Westküste ist definitiv eine der beeindruckendsten!

Westküste USA 2 Wochen