Sri Lanka Reisebericht

Pidurangala Rock mit Blick auf Sigiriya, Sri Lanka 3 Wochen

3 Wochen Sri Lanka - Reisebericht und Highlights

INFO - Alle Angaben zu Eintrittspreisen und Transportkosten sind ohne Trinkgelder aufgeführt, Stand Februar 2024Der Wechselkurs lag zu diesem Zeitpunkt bei ca. 335 LKR für einen Euro.

Dambulla

Unterkunft: Sayare Inn
Restaurant: UpRising + Bamboo Restaurant

Nach Ankunft am Flughafen Bandaranaike International sind wir gleich weiter nach Dambulla gefahren. Die einfachste und schnellste Möglichkeit um vom Flughafen in die Zentralprovinz zu gelangen ist per Taxi oder privatem Fahrer. Bus und Zug sind deutlich günstiger aber nach der langen Anreise waren wir froh, einfach abgeholt und ohne Umwege ins rund drei Stunden entfernte Dambulla gebracht zu werden.

$ Fahrer: 24.000 LKR | 71,50 €

$ Unterkunft: 12.000 LKR (3 Nächte) | 36 €

Ankunft am Flughafen

Am Flughafen geht es zuerst zur Passkontrolle. Das Touristenvisum für Sri Lanka kannst Du vorab unter eta.gov.lk beantragen. Die elektronische Einreisegenehmigung ist der Passnummer zugeordnet und spart Zeit am Einreiseschalter. Reist ihr zu zweit, sollte anschließend einer auf das Gepäck warten und der andere schon Geld abheben. In der Ankunftshalle gibt es vier ATMs an denen großer Andrang herrscht. Daneben auch einige Exchange-Schalter, die aber schlechtere Wechselkurse haben. TIPP - Die Bank of Ceylon (BOC) und People's Bank erheben keine zusätzlichen Automatengebühren.

Höhlentempel von Dambulla

$ Eintritt: 2.000 LKR/Person | 6 €

Der Höhlenkomplex liegt stadtnah inmitten eines Felsblocks und umfasst mehrere Tempelanlagen. Wandmalereien und Skulpturen im Inneren erzählen vom Buddhismus und der Geschichte Buddhas. Die Höhlentempel von Dambulla sind UNESCO-Weltkulturerbe und ziehen viele gläubige Einheimische und Touristen an. Unmittelbar südlich verläuft eine Verbindungsstraße zwischen A6 und A9, von der Treppenstufen hinauf zu den Höhlentempeln führen. Knie und Schultern müssen innerhalb der Anlage bedeckt sein und gegen eine kleine Spende werden Deine Schuhe gegenüber des Eingangs aufbewahrt. Von den Höhlentempeln gelangst Du in rund 15 Minuten Fußweg zum Goldenen Tempel, auf dem ein riesiger, goldener Buddha in sitzender Position errichtet wurde.

$ TukTuk: 200 LKR | 60 Cent

Wir haben Dambulla gegen Mittag erreicht und uns gleich auf den Weg zu den Höhlentempeln gemacht. Mit dem TukTuk war der Einstieg nach rund fünf Minuten erreicht, die Fahrt wurde kostenlos von der Unterkunft organisiert. Vom Goldenen Tempel sind wir später zu Fuß zum UpRising Restaurant gelaufen, das mit kühlen Erfrischungen und leckeren Curries lockt. Mit dem hauseigenen TukTuk vom Reggae-Onkel, wurden wir anschließend wieder zur Unterkunft gebracht.

Löwenfelsen Sigiriya

Die Felsenfestung Sigiriya gilt als eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas. Über 1.800 Treppenstufen führen entlang der Felswand auf den 200 Meter hohen Monolithen, auf dessen Gipfel sich Reste einer Festung befinden. Die rund dreistündige Besteigung des Löwenfelsen Sigiriya machst Du am besten früh morgens, um der brennenden Sonne und den Besuchermassen zuvor zu kommen. Sei aber darauf gefasst, dass trotzdem viel los sein wird. Der anstrengende Aufstieg, vorbei an den 1.500 Jahre alten Wolkenmädchen-Fresken, wird mit einem tollen Panorama belohnt. Der Eintritt beträgt 11.000 LKR pro Person, es gibt allerdings eine viel günstigere Alternative.

Pidurangala Rock - Die Alternative zu Sigiriya

$ Eintritt: 1.000 LKR/Person | 3 €

Nur zehn Minuten nördlich von Sigiriya liegt der 200 Meter hohe Pidurangala Rock. Er war einst Rückzugsort buddhistischer Mönche und wird heute vor allem von Touristen bestiegen, die sich den hohen Eintrittspreis und Besucherandrang bei Sigiriya sparen wollen. Der Aufstieg zum Pidurangala Rock ist nicht weniger anstrengend aber die Besucherzahlen deutlich geringer und der Eintritt kostet nur einen Bruchteil von dem des Löwenfelsen. Highlight ist neben dem spektakulären Panorama am Gipfel, der Blick auf den berühmten Nachbar-Monolithen Sigiriya.

TukTuk Fahrer: 4.000 LKR | 12 €

TukTuk Innenstadt: je 400 LKR | 1,20 €

Wir starteten um 4:30 Uhr mit einem TukTuk und erreichten den Pidurangala Felsen rund 40 Minuten später. Der treppenreiche Aufstieg ist in einer halben Stunde geschafft, mit ein wenig Stau in Engstellen. Der Weg ist in der Hauptsaison beleuchtet und somit auch früh morgens gut begehbar. Auf dem Felsplateau halten sich Affen und Hunde auf, die darauf warten bei Touristen etwas essbares zu finden. Verstaue Dein Frühstück sicher im Rucksack und lass diesen nie unbeobachtet. Während des Aufenthaltes auf dem Pidurangala Rock, hat unser TukTuk Fahrer am Parkplatz gewartet. Der gesamte Ausflug hat inklusive Fahrt rund drei Stunden gedauert.

Polonnaruwa

Einritt: 30 USD/Person | 27 €

Fahrer:  15.000 LKR | 45 €

Der archäologische Park von Polonnaruwa ist UNESCO-Weltkulturerbe und wichtiger Teil des Kulturellen Dreiecks. Die vielen Ruinen der alten Königsstadt liegen großflächig verteilt, weshalb es sich anbietet das 140 Kilometer von Dambulla entfernte Polonnaruwa mit einem Fahrer zu besuchen, der Dich zu den bedeutendsten Tempeln, Stupas und Palastanlagen bringt. Du kannst die Ruinen auch mit dem Rad erkunden, allerdings kann es je nach Reisezeit brütend heiß werden. Die Eintrittskarten erhältst Du am Museum, das Dir einen Überblick über die verschiedenen Anlagen und deren Geschichte gibt.

Nicht nur vorm Museum werden Dir (selbsternannte) Guides sagen, dass Du ihre Dienste in Anspruch nehmen musst um die Ruinen besichtigen zu dürfen. Das ist nur ein Versuch Trinkgeld zu kassieren, Du kannst Polonnaruwa jederzeit ohne Guide besuchen und solltest einfach abwinken. Wenn Du einen richtigen Guide an Deiner Seite haben willst, dann frag im Museum danach.


TIPP - Beim Betreten der Anlagen müssen die Schuhe ausgezogen werden und Schultern und Knie bedeckt sein. Da der sandige Untergrund sehr heiß werden kann, solltest Du Socken dabei haben die schmutzig werden dürfen und Deine Füße vor Verbrennungen schützen.


Safari im Hurulu Eco Park

Safari: 23.000 LKR/2 Personen | 68,50 €

Auf dem Rückweg haben wir spontan eine dreistündige Jeep-Safari im Hurulu Eco Park gemacht. Das Gebiet ist nicht als Nationalpark ausgewiesen, weshalb der Touristenandrang niedriger ist. Den leidigen Jeep-Run auf Elefanten und andere Wildtiere gibt es aber genauso wie in jedem anderen Schutzgebiet Sri Lankas, in dem Safaris angeboten werden. Neben verschiedenen Wildvögeln sind es vor allem die Elefantenherden mit Jungtieren, die Besucher in den Hurulu Eco Park locken. Auf der holprigen Safari kannst Du den sanften Riesen sehr nahe kommen.

Jeep-Safari Sri Lanka

Drei Stunden Safari haben uns völlig gereicht. Zwar wirkten die Elefanten an die Fahrzeuge gewöhnt und relativ entspannt aber wir bekamen ein Gefühl dafür, woher die vielen negativen Berichte über Jeep-Safaris rühren. Darüber, wie Tiere von Fahrzeugen eingekesselt und unter Stress gesetzt werden, wie Fahrer abseits der Wege durch die Vegetation brettern, um so nah wie möglich heran zu kommen und wie sie sich gegenseitig über Sichtungen informieren, was zu absurden Jeep-Ansammlungen rund um die Tiere führt.

Busfahrt nach Kandy

TukTuk: 400 LKR | 1,20 €

Bus: 283 LKR/Person | 85 Cent

Nach dem Frühstück sind wir mit dem TukTuk in die Innenstadt gefahren und in den nächsten Bus nach Kandy gestiegen, die mehrmals pro Stunde in die zweieinhalbstündige Fahrt starten. Neben den staatlichen, rostroten und überwiegend heruntergekommenen Bussen, sind vor allem die knallbunten Busse privater Unternehmen auf Sri Lankas Straßen unterwegs. Meist restlos voll und ohne Klimaanlage, dafür stehen Fenster und Türen während der Fahrt offen. Das Gepäck kommt in den hinteren Laderaum und gezahlt wird während der Fahrt.

Bus fahren in Sri Lanka

Bus fahren ist in Sri Lanka sehr günstig aber nur wenige Touristen nutzen das. Der Grund dafür könnte im Fahrstil der Busfahrer liegen. Um es unverblümt zu sagen: Nahezu alle Busfahrer Sri Lankas scheinen lebensmüde zu sein. Sie kennen nur Vollgas und Bremse, Tempolimits innerorts spielen keine Rolle und überholt wird laut hupend immer und überall, auch mit Gegenverkehr. Die meisten von ihnen fahren ohne Rücksicht auf Verluste und scheinen bei Polizeikontrollen einen Freifahrtschein zu haben. Da dieser wilde Verkehr in Sri Lanka normal ist, geht es überraschend oft gut, auch wenn Sicherheitsmängel wie spiegelblanke Busreifen noch dazu kommen.

Kandy

Unterkunft: Resort Beam
Restaurant: Hela Bojun Hala

$ TukTuk: 600 LKR | 1,80 €

$ Unterkunft: 16.100 LKR (2 Nächte) | 48 €


Nächster Stopp unserer dreiwöchigen Sri Lanka Rundreise war Kandy. Mit einem TukTuk sind wir vom Bahnhof zu unserer Unterkunft gefahren und zu Fuß weiter zum Kandy Aussichtspunkt und an den Kandy Lake. Kandy zählt ca. 150.000 Einwohner und der Stadtkern ist ein hektisches Gewusel aus Menschenmassen, die sich um Straßenläden, Verkaufsstände und Auslagen drängen, die von Gewürzen über Obst, Gemüse, Kleidung, Elektronik und unzähligem Nippes alles Mögliche anbieten. Gepaart mit einer enormen Lautstärke und ungewohnt aufdringlichen Einheimischen, wurde uns das Chaos schnell zu viel und wir flüchteten zur Hela Bojun Hala, südlich des Kandy City Centers.

Hela Bojun Hala

Die Hela Bojun Hala ist eine kleine Fressmeile mit 13 Street Food Ständen. Einheimische Frauen kochen traditionelle Gerichte aus der Küche Sri Lankas, zubereitet mit frischen, lokalen Zutaten. Nur wenige der ausschließlich vegetarischen Gerichte und Süßspeisen sind mit englischen Namen versehen aber Du kannst Dich problemlos durchfragen. Die authentische Küche spiegelt sich auch in der Art wider, wie sie serviert wird, denn alles wird mit den Fingern gegessen, selbst Rice and Curry. Unschlagbar sind auch die Preise, denn für umgerechnet rund 2,70 € konnten wir uns zu zweit querbeet durchfuttern und waren pappsatt.

TukTuk zurück: 700 LKR | 2 €

Botanischer Garten Kandy

Eintritt: 3.000 LKR/Person | 9 €

$ TukTuk Tagestour: 7.000 LKR | 21 €

Den nächsten Tag verbrachten wir mit einem netten aber übereifrigen TukTuk Fahrer namens Aja, dessen Fahrstil uns einige Stoßgebete entlockte. Erster Stopp war der Botanische Garten von Kandy. Der 80 Hektar große Royal Botanic Garden liegt westlich von Kandy und seine Ursprünge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Das weitläufige Gelände teilt sich in verschiedene Bereiche auf und lädt dazu ein, stundenlang zwischen bunten Blumen und seltenen Gewächsen hindurch zu spazieren und ganze Scharen von Flughunden hoch oben in den Baumkronen zu entdecken.

Ambuluwawa Tower

$ TukTuk: 1.000 LKR | 3 €

Eintritt: 2.000 LKR/Person | 6 €

Nach zwei Stunden Aufenthalt ging es weiter zum Ambulawawa Tower. Am Eingang warten eigene TukTuk Fahrer, die Dich über Serpentinen hinauf zum Tower bringen. Du kannst die Strecke auch kostenlos zu Fuß gehen aber die anderthalb Kilometer verlaufen unheimlich steil. Die TukTuks sind mit Nummern versehen und fahren regelmäßig hoch und runter. Merk Dir die Nummer Deines TukTuks, denn mit dem gleichen fährst Du später auch wieder zurück zum Eingang. TIPP - Wenn Du von Kandy zum Adam's Peak reist, kannst Du den Ambulawawa Tower auch auf der Durchreise besuchen.

Der weiße Ambulawawa Tower ragt auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges 55 Meter in die Höhe. Die ausgefallene Architektur erinnert an einen Schlossturm eines Disney Märchens. Außen windet sich eine Treppe schneckenförmig zur Spitze hinauf und wird immer schmaler, bis kein Fuß mehr auf die Stufen passt. Der Aufstieg bietet eine grandiose Aussicht, doch wer sich hinauf wagt sollte schwindelfrei sein. Die Kombination aus Höhe, einer niedrigen Balustrade und heftigen Windböen, kann auf der engen Treppe unangenehm werden, besonders wenn Dir Personen entgegen kommen. Für den Auf- und Abstieg kannst Du ca. 30 Minuten einplanen.

Sri Lankas Teefabriken

Sri Lanka ist bekannt für große Teeplantagen im Hochland. Tagtäglich schuften Teepflückerinnen auf den Feldern und sammeln Teeblätter auf ihrem Rücken. Die Arbeitsbedingungen stehen in der Kritik, denn trotz harter Arbeit werden die wenigsten angemessen entlohnt, können sich und ihre Familien kaum ernähren und leben unter prekären Umständen in den Unterkünften innerhalb der Teeplantagen. Wir stoppten in einer Teefabrik und erhielten eine kostenlose Führung, mit Erklärungen zu Anbau und Ernte sowie einen Rundgang durch die fast schon historisch anmutende Teefabrik. Anschließend folgte eine ausgiebige Teeprobe und wie vermutlich fast alle Besucher, haben auch wir am Ende noch einen Beutel Tee als Mitbringsel für Zuhause erworben.

Touristenfalle Tagestour

Nahezu alle Fahrer kassieren Provisionen wenn sie Touristen zu bestimmten Orten schleusen. Auch unser TukTuk Fahrer versuchte emsig, uns diverse Aktivitäten aufzuschwatzen. Er beschwörte uns den Zahntempel erst zur abendlichen Puja zu besuchen. Die Zeit bis dahin, hatte er natürlich vorsorglich schon mit eigenen Ideen verplant. Überlege Dir vorab was Du sehen willst und bestehe beharrlich darauf, die Ziele nur zu Fahrtbeginn zu nennen reicht leider nicht. Wenn Du einen Vorschlag der Fahrer ablehnst, fangen sie immer wieder damit an. TIPP - Das Top- Argument unseres Fahrers war stets, die Zeit bis zur abendlichen Puja-Zeremonie im Zahntempel rumzukriegen. Warum wir im Nachhinein darauf verzichten würden, erfährst Du weiter unten.

Teepflückerinnen Sri Lanka, Sri Lanka 3 Wochen
Teepflückerinnen Sri Lanka, Sri Lanka 3 Wochen

Sri Lankas Edelsteine

Nächstes Ziel sollten die Kandy Dancer sein. Da die traditionellen Kandy Tänze durchaus als sehenswert gelten haben wir zugestimmt, leider ohne zu wissen was uns erwartete. Wir erreichten ein Hotel außerhalb von Kandy und wurden von einer Dame in Empfang genommen, die uns ungefragt in einem Vorführraum abstellte. Es folgte ein Film über die Edelsteinproduktion Sri Lankas und wenig überraschend sollten wir anschließend einen Verkaufsraum besuchen. Unser Ablehnen entfachte wenig Begeisterung aber brachte uns immerhin schnell wieder nach draußen.

Kandy Dancer

$ Eintritt: 2.000 LKR/Person | 6 €

Die Kandy Tänze umfassen verschiedene Tanzformen, denen Themen aus Kultur und Geschichte gewidmet sind. Die Tänzer tragen aufwendige Kostüme und führen zum Teil akrobatische Einlagen auf. Musikalisch werden sie durch Trommeln und Gesänge begleitet. Leider ließ die Atmosphäre im Hotel zu wünschen übrig. Die zugegebenermaßen eindrucksvollen, kulturellen Tänze sorgten aber für etwas Ablenkung von der Tatsache, dass wir mitten in einer Kaffeefahrt gelandet waren.

Zahntempel Kandy

$ Eintritt: 2.000 LKR/Person | 6 €

Um 18 Uhr erreichten wir den Zahntempel von Kandy. Es wird empfohlen ihn zur Puja zu besuchen, die drei Mal täglich im unteren Teil des Tempels stattfindet. Bei der Puja-Zeremonie wird Buddha durch lautes Trommeln und Flötenspiel Ehrerweisung erbracht. Danach bildet sich im oberen Stock eine lange Warteschlange vor der Zahnreliquie, die zu den Puja-Zeiten ausgestellt wird. Sehen wirst Du den heiligen Zahn Buddhas aber nicht, da er in goldenen Schatullen verborgen bleibt. Der Tempelbesuch zur Puja ist ein Erlebnis, das uns leider schnell zu viel wurde. Unzählige Besucher, stickig-warme Luft und selbst beim Verlassen des Tempels bildet sich eine Warteschlange. Die Puja verliert durch die Menschenmengen ihren Zauber und der eigentlich beeindruckende Tempel geht völlig unter. Nach einer Stunde ergriffen wir die Flucht und würden es heute vorziehen, den Tempel tagsüber in Ruhe zu besuchen. Puja-Zeiten: 5:30 | 9:30 | 18:30 Uhr.


Alkohol kaufen in Sri Lanka

Bier und andere alkoholische Getränke kannst Du in Sri Lanka nur in Liquor-Shops kaufen. In Kandy liegt einer etwas versteckt am Parkplatz hinter Cargills Food City. Manche Supermärkte haben integrierte Liquor-Shops, bei denen Du alkoholische Getränke separat erwerben kannst. TIPP - Abgesehen von Ella, haben wir nur selten Alkohol auf Speisekarten gesehen, dennoch gibt es fast überall zumindest Flaschenbier. Die teuren Lizenzen sind der Grund dafür, dass viele offiziell keinen Alkohol verkaufen, es unter der Hand aber dennoch tun.


Wandern durch Sri Lankas Teeplantagen

Für Wanderer gibt es in der Nähe von Kandy zwei schöne Touren. Zum einen die 13 Kilometer lange Wanderung vom nahegelegenen Mahakanda nach Hantana, rund fünf Kilometer südlich von Kandy, für die Du vier Stunden Gehzeit einplanen solltest. Eine weitere schöne Wanderung ist die erste Etappe des Pekoe Trails, ein 300 Kilometer langer Fernwanderweg der in 22 Etappen von Hantana durch das zentrale Hochland bis nach Nuwara Eliya führt. Die erste Etappe verläuft ebenfalls auf 13 Kilometern von Hantana nach Galaha.

Teeplantagen im Hochland von Sri Lanka, Sri Lanka 3 Wochen

Nallathanniya (Adam's Peak)

$ Fahrer: 18.000 LKR | 54 €

$ Unterkunft: 6.300 LKR (1 Nacht) | 19 €

Unterkunft: Daffodill's Inn
Restaurant Tipp: Waterside Cafeteria

Von Kandy geht es weiter nach Nallathanniya (Delhousie). Die Autofahrt dauert rund dreieinhalb Stunden. Ein TukTuk ist günstiger aber weniger komfortabel und mit Bus ist die Fahrt nur über Umwege möglich. Wer Weg führt vorbei an endlosen Teeplantagen, steilen Abhängen und um einen wunderschönen Stausee herum. Wir erreichten Nallathanniya am Sonntag Mittag und wurden mit Menschenmassen konfrontiert. Über Kilometer reihten sich parkende Busse aneinander und es war kaum möglich in den Ortskern zu gelangen. In der Hochsaison sind die Wochenenden vollkommen überlaufen, montags war zum Glück weit weniger los. TIPP - Schon vorab Geld abheben. Vor allem an den Wochenenden sind so viele Menschen vor Ort, dass die beiden einzigen Geldautomaten (BOC + HNB) oft leer sind.

Adam's Peak

Länge: 14 Kilometer | Aufstieg: 2:30 h | Abstieg: 1:45 h

Der 2.243 Meter hohe Adam's Peak ist von November bis April ein wichtiger Pilgerort Sri Lankas. Ziel ist ein heiliger, 1,56 Meter langer "Fußabdruck" auf dem Gipfel des Berges. Der Legende nach sollen der aus dem Paradies vertriebene Adam, Buddha und der hinduistische Gott Shiva auf dem Berg gewesen sein. Um den Sonnenaufgang vom Gipfel zu sehen, solltest Du schon in der Nacht aufbrechen. TIPP - Nallathanniya ist der perfekte Ausgangspunkt für die Besteigung. In der Hauptsaison lohnt es sich, die Unterkunft vorab zu reservieren. Während der Pilgersaison solltest Du Wochenenden und Vollmondtage für die Besteigung des Adam's Peak meiden.

Aufstieg zum Adam's Peak

Um 2:30 Uhr starteten wir bei 14 Grad Außentemperatur, der lange Aufstieg zum Adam's Peak brachte uns trotzdem ins Schwitzen. Umso wichtiger ist es, warme Kleidung für den Gipfel im Gepäck zu haben. Oben weht meist ein kräftiger und kalter Wind, ein dünner Fleece-Pulli und eine winddichte Jacke sind ratsam. Der Weg führt aus dem Dorf hinaus und teilt sich vor einem Hindu-Tempel. Geschäftige Einheimische lotsen Touristen in den Tempel, wo sie gegen eine Spende den Segen Shivas erhalten. Du kannst aber auch einfach abwinken und links am Tempel vorbeigehen. Der Weg führt an mehreren kleinen Tempelanlagen und buddhistischen Statuen vorbei und ist gesäumt von zahllosen Verkaufsständen. TIPP - In der Pilgersaison ist der Aufstieg beleuchtet, es gibt Möglichkeiten Toiletten zu nutzen und unterwegs werden kalte Getränke, Street Food und Snacks verkauft.

Sonnenaufgang am Adam's Peak

Nach zweieinhalb Stunden erreichten wir den Gipfel des Adam's Peak. Da die Treppen nach oben hin immer enger verlaufen, staut es sich zum Schluss etwas. Dem kalten Wind ausgesetzt, verzichteten wir darauf uns in die lange Barfuß-Warteschlange einzureihen, die zum Tempel führte. Unterhalb des Gipfels gibt es eine Art Podest um den Sonnenaufgang zu beobachten, das war kurz vor fünf am frühen Morgen aber schon voll. Sitzmöglichkeiten gibt es auf der Aufstiegsseite der Treppe und am Hang neben der Abstiegsseite.

Lohnt sich Adam's Peak?

Adam's Peak ist einer der wichtigsten Pilgerorte Sri Lankas. Das macht ihn zu einer bedeutenden Sehenswürdigkeit, die viele Reisende auf ihre ToDo-Liste packen. Doch für wen lohnt sich der anstrengende Aufstieg? Vorwiegend für alle, denen an der religiösen Geschichte des Ortes gelegen ist. Wem dieser Aspekt nicht so wichtig ist, wird sich einfach nur einer sportlichen Herausforderung stellen, die mit einem wundervollen Sonnenaufgang belohnt wird. Doch wenn das Wetter nicht passt, ist die Enttäuschung am Gipfel oft groß.

Nuwara Eliya

Unterkunft: Paul Wood Cabanas

$ TukTuk: 11.000 LKR | 33 €

$ Unterkunft: 10.550 LKR (2 Nächte) | 31,50 €

Nach dem Abstieg warteten Dusche und Frühstück auf uns. Mit dem TukTuk der Unterkunft machten wir uns anschließend auf den dreistündigen Weg nach Nuwara Eliya. Nuwara Eliya ist die höchstgelegene Stadt Sri Lankas und zählt rund 25.000 Einwohner. Die Kleinstadt liegt inmitten der hügeligen Teeplantagen und ist für Wanderer Ausgangspunkt für den Horton-Plains-Nationalpark, der rund eine Autostunde südlich von Nuwara Eliya liegt.

Horton Plains

$ Fahrer: 13.000 LKR | 39 €

Eintritt: 11.060 LKR/Person | 33 €

Im zentralen Hochland Sri Lankas liegt der 31 km² große Horton-Plains-Nationalpark. Er gilt wegen seines Artenreichtums als Biodiversitäts-Hotspot und ist UNESCO Weltnaturerbe. Der Nationalpark teilt sich auf in 2.000 Hektar Grasland und 1.100 Hektar subtropischen Bergregenwald. Er begeistert vor allem mit den Baker's Falls, World's End und Mini World's End. Auf einem neun Kilometer langen Rundweg können alle drei Sehenswürdigkeiten besucht werden. TIPP - Zwischen 10 Uhr und 11 Uhr ziehen oft dichte Nebelschwaden auf, Du solltest daher möglichst früh starten, um die Aussichtspunkte bei klarer Sicht genießen zu können.

Wanderung: 10 Kilometer
Dauer: 3 Stunden

Wir starteten um 5:30 Uhr bei stürmisch-nebligem Wetter und erreichten eine Stunde später den Parkeingang mit Ticketschalter. Auf der Weiterfahrt zum Horton Plains Park Office kannst Du Hirsche entdecken, die sich dort fast immer in Sichtweite aufhalten. Vor der Wanderung erfolgt eine Taschenkontrolle, Plastikverpackungen sind verboten, abgesehen von Wasserflaschen. Alles andere muss in Papiertüten umgepackt werden. Je nach Wetter kannst Du die dreistündige Wanderung mit oder gegen den Uhrzeigersinn machen. Aufgrund des Nebels liefen wir auf Anraten unseres Fahrers zuerst in Richtung Baker's Falls und hatten Glück, die Nebelwand riss plötzlich auf und wir erreichten alle Aussichtspunkte bei Sonnenschein.

Baker's Falls + World's End

Baker's Falls ist ein 20 Meter hoher Wasserfall und beliebtes Fotomotiv. Von dort geht es weiter zum World's End Viewpoint, der am Rand einer 900 Meter hohen Steilklippe einen kilometerweiten Ausblick bietet. World's End ist Dreh- und Angelpunkt im Nationalpark und wirkt wie ein Magnet auf asiatische Touristen, die für lange Fotoschlangen sorgen. TIPP - Abgesehen vom World's End Schild und einem dekorativen Wegweiser, unterscheidet sich der Ausblick kaum zu dem, den Du vom kleinen Bruder hast. Der Mini World's End Viewpoint liegt nur 500 Meter weiter und der Höhenunterschied der Klippen bleibt unbemerkt, da sie mit Hecken überwuchert sind. Du kannst also getrost vorm Touristentrubel am World's End fliehen und den Ausblick vom Mini World's End genießen.

Wandern in den Horton Plains

Die Horton Plains sind eine schöne Wanderregion. Wir haben Hirsche, viele Vogelarten und große Eichhörnchen gesehen und waren überwiegend alleine unterwegs. Ob das umgerechnet rund 33 € pro Person plus Fahrer wert ist? Wir empfanden es als einen schönen aber etwas zu teuren und kurzen Wanderausflug, von dem wir bereits um 12 Uhr mittags wieder nach Nuwara Eliya zurückkehrten. Nicht zuletzt, weil die Wetterumschwünge in den Horton Plains pünktlich sind und um 11 Uhr schon wieder dicke Nebelschwaden aufzogen. Wir wanderten anschließend zum Lover's Leap Wasserfall, der fußläufig zu unserer Unterkunft lag und verbrachten den regnerischen Nachmittag bei einer Tasse Tee und dem spontanen Entschluss, ab Ella ein eigenes TukTuk zu mieten.

Zugfahrt von Nuwara Eliya nach Ella

Zugfahren ist ein Highlight in Sri Lanka. Die Waggons der zweiten und dritten Klasse sind zwar oft voll und allenfalls mit Ventilatoren ausgestattet, dafür sind Fenster und Türen geöffnet und Du kannst die Fahrt auf besondere Weise erleben. Die Strecke von Kandy nach Ella gilt als eine der schönsten Bahnstrecken Sri Lankas und Tickets mit Sitzplatzreservierung sind in der Hauptsaison früh ausgebucht (Sri Lanka Railways). Das liegt vor allem an Agenturen, die die Tickets sofort aufkaufen und überteuert weiterverscherbeln. Eine Masche die funktioniert, denn Touristen denken sie MÜSSTEN in Sri Lanka diese Strecke mit dem Zug fahren. Was aber um ehrlich zu sein völliger Quatsch ist. Die Fahrt ist schön aber kein Muss!

Zugtickets Nanuoya nach Ella

$ Fahrt nach Nanu Oya: 2.000 LKR | 6 €

$ Dritte Klasse Tickets: 160 LKR/Person | 50 Cent

$ Reservierte Plätze: 2.000 LKR/Person | 6 €

Vor Ort gibt es günstige Tickets ohne Sitzplatzgarantie aber in der Hauptsaison sind die Waggons oft brechend voll. Das ist mit Gepäck mehr als ungemütlich, vorausgesetzt Du passt überhaupt noch rein. In unserer Unterkunft wurde uns die nächste Ticket-Masche erklärt, bei der andere dafür bezahlt werden, Dir den Platz frei zu halten. Sie steigen morgens in Kandy in den Zug, schnappen sich freie Plätze in der zweiten oder dritten Klasse und bleiben sitzen, bis sie von Dir übernommen werden.

Wir kauften am Bahnhof günstige dritte Klasse Tickets, um Zugang zum Bahnsteig zu bekommen und zahlten anschließend bei einem Bahnangestellten für die reservierten Plätze. Ein etwas zweifelhaftes Vorgehen aber er stellte sicher, dass wir die Plätze übernehmen konnten. Der Zug erreichte Nanuoya mit zwei Stunden Verspätung und war restlos voll, unser Gepäck wanderte durchs Fenster in den Zug und wir quetschten uns durch den Gang hinterher. TIPP - In Fahrtrichtung links hast Du die beste Aussicht.

Ella

Unterkunft: Sudumal Cottage
Restaurant: Rocky + True Food
Shopping + Souvenirs: Chill Bay

Drei Stunden später erreichten wir Ella. Die Kleinstadt ist auch bei den Einheimischen ein beliebtes Reiseziel, das in eine schöne Bergkulisse eingebettet ist. Abgesehen davon ist Ella unspektakulär aber die herrliche Umgebung lädt zu Wanderungen ein, z.B. zur Rawana Ella-Höhle und den benachbarten Rawana Ella Falls, zum Ella Rock, der Nine Arches Bridge oder zum Little Adam's Peak. Den kurzen Weg vom Bahnhof ins Zentrum kannst Du zu Fuß zurücklegen. Die Straßen sind gesäumt mit Bars, Cafés, Restaurants, Mini-Markets und Mode- und Souvenirshops. Auch wenn der Ort sehr touristisch und das Preisniveau etwas höher ist, sind die Lokale überwiegend ansprechend und gemütlich.

$ Unterkunft: 17.800 LKR (3 Nächte) | 53 €

Little Adam's Peak

Little Adam's Peak + Nine Arches Bridge
Wanderung: 9 Kilometer
Dauer: 3 Stunden

Der Little Adam's Peak ist eine Erhebung in fußläufiger Nähe zu Ella. Bis auf eine ähnliche Form, haben der Little Adam's Peak und sein großer Bruder wenig gemeinsam und die Wanderungen sind nicht zu vergleichen. Der Gipfel des Little Adam's Peak ist vom Stadtzentrum Ellas nach rund einer Stunde erreicht. Die Wanderung führt über einen befestigten Weg hinauf zur Ella Swing, einer Zip-Line und einem angrenzenden Pool-Club. An diesem Trubel vorbei, geht es über Treppenstufen und einen Trampelpfad weiter zum Aussichtspunkt auf 1.140 Meter Höhe, mit Blick auf den Ella Rock und ins davorliegende Tal.

Nine Arches Bridge

Die Nine Arches Bridge ist zu einem Instagram-Star geworden und eines der beliebtesten Fotomotive Sri Lankas. Der 25 Meter hohe und 900 Meter lange Viadukt liegt zwischen den Bahnhöfen Ella und Demodara. Mehrmals täglich rollt gemütlich ein Zug über die neun Bögen der alten, gemauerten Eisenbahnbrücke. Woher der Hype um die Brücke kommt ist unklar, aber die Lage inmitten tiefgrüner, verwilderter Vegetation hat zweifellos seinen Reiz. Die Wanderung zur Nine Arches Bridge lässt sich mit dem Little Adam's Peak zu einem neun Kilometer langen Rundweg vereinen.

Vorbei am Nine Arches Bridge Viewpoint, kannst Du querfeldein zur Brücke hinabsteigen. Achtung, der Abstieg führt über einen steilen Trampelpfad und kann bei Nässe zu einer gefährlichen Rutschpartie werden. Auf der Brücke tummeln sich täglich viele Besucher, besonders zu den Zeiten, an denen die Züge über das alte Viadukt rollen. TIPP - Die Fahrtzeiten ändern sich häufig und Verspätungen gehören in Sri Lanka zum Alltag. Wenn Du nostalgische Züge auf der Eisenbahnbrücke sehen willst, frage am besten bei den Locals nach den aktuellen Zeiten. Durch den Tunnel geht es anschließend zu Fuß, rund drei Kilometer entlang der Gleise, zurück nach Ella.

Ella Rock

$ Eintritt: 930 LKR/Person | 3 €

Wanderung: 12 Kilometer
Dauer: 5,5 Stunden

Der 1.350 Meter hohe Ella Rock ist ein beliebtes Wanderziel. Den Rundweg ab Ella kannst Du mit einem Abstecher an der Ravana's Cave verbinden, alternativ führt eine Route oberhalb der Höhle über Treppenstufen durch den Wald. Sie wird allerdings seltener genutzt und ist an einigen Stellen etwas verwildert und unübersichtlich, da mehrere Pfade verzweigt nach oben laufen. Vorbei an schönen Aussichtspunkten führt der Waldweg zum Ella Rock Viewpoint. Ein Stück weiter folgt ein zweiter Aussichtspunkt, an den ein kleiner Buddha Schrein unter einem Felsvorhang angrenzt. TIPP - Gute 500 Meter vorm Ella Rock Viewpoint befindet sich ein kleiner Stand, an dem leckere Mangosteen und frisch gepresste Fruchtsäfte verkauft werden.

Entlang der Gleise zurück nach Ella

Vorbei an Reisfeldern und urigen Häuschen, geht es wieder ins Tal und entlang der Bahngleise zurück nach Ella. Direkt an den Gleisen liegen drei kleine Restaurants und nach kurzer Zeit kommst Du in die Nähe des Small Ravana Waterfall. Der Zugang durch ein Holztor ist von der Bahnstrecke aus sichtbar, allerdings nicht ohne weiteres passierbar. Zutritt zum Wasserfall kannst Du bei einem alten Mann erkaufen, der sich stets in Nähe der Gleise aufhält.

Durch den Yala-Nationalpark an die Küste

Die dreiwöchige Sri Lanka Reise ging für uns im eigenen TukTuk weiter. Alle Infos zur TukTuk Miete findest Du unter TukTuk Sri Lanka. Auf dem Weg zur Küste wählten wir einen Umweg über die B35, die direkt durch den Yala-Nationalpark verläuft. Die Strecke führt auf 175 Kilometern kurvenreich aus dem Hochland hinaus, über Buttala durch den Yala-Nationalpark in Richtung Kataragama und am Bundula-Nationalpark vorbei nach Tangalle.

Die erste TukTuk Panne

Die erste Fahrt mit eigenem TukTuk führte gerade in den Yala-Nationalpark, als wir eine Panne hatten. Denkbar ungünstig, da wir mitten in einem von Elefanten besiedelten Gebiet gestrandet waren. Schnell kamen uns drei Männer zu Hilfe, eine von vielen Situationen, in denen sich die Einheimischen als unheimlich freundlich und hilfsbereit zeigten. Nach kurzem Fachsimpeln wurden wir behelfsmäßig zum Parkeingang abgeschleppt, wo ein Mechaniker unser TukTuk mit minimaler Ausrüstung wieder in Gang brachte und uns zu seiner Werkstatt im Nachbarort führte. Nachdem die Zündkerzen gereinigt und der Tank zur Sicherheit nochmal nachgefüllt war, machten wir uns mit zwei Stunden Verspätung wieder auf die Reise. TIPP - Zwischen Buttala und Kataragama gibt es keine Tankstelle. Im Falle einer Panne die TukTuk Rental Notruf-Hotline kontaktieren und alle Rechnungen aufbewahren, die Kosten werden erstattet.

$ Werkstatt: 3.500 LKR | 10,50 €

$ Benzin: 1.000 LKR | 3 €

Begegnungen mit Elefanten

Die Fahrt durch den Yala-Nationalpark ist ein tolles Erlebnis, bei dem Dir Pfauen, Warane, Axishirsche, Hasen, Schakale und Elefanten begegneten. Die meisten Elefanten stehen nur am Straßenrand, doch wir trafen auch auf einen, der mitten auf der Straße darauf wartete, vorbeifahrende Fahrzeuge mit seinem Rüssel zu inspizieren. Wir standen einige Minuten planlos in sicherer Entfernung davor und wussten nicht so recht weiter. Selbst entgegenkommende Busse hatten ihre Mühe, sich an ihm vorbei zu drängen. Letztlich waren es wieder Einheimische, die uns aus der Patsche halfen indem sie für uns wendeten und Geleitschutz gaben.

Wir schafften es gerade so seinem neugierigen Rüssel zu entkommen aber die Situation zeigte deutlich, wie schnell es im TukTuk brenzlig werden kann. Auch wenn alle Elefanten friedlich waren, hätten sie unser TukTuk problemlos umstoßen können. Wenn Dir ein Elefant auf der Straße begegnet, ist es wichtig Abstand zu halten und zügig vorbei zu fahren. Vor allem im TukTuk, denn diese bieten keinerlei Schutz vor neugierigen Elefanten, die ihren Rüssel auf der Suche nach Essbarem überall reinstecken. Schuld daran sind Touristen, die Tiere aus Autos heraus füttern, oft in Begleitung von schlechten Guides, die damit auf hohe Trinkgelder hoffen.

Tangalle

Unterkunft: Alpha Monkey
Frühstück: Little Pumpkin
Restaurant: Green Coconut + Little Pumpkin

$ Unterkunft: 37.620 LKR (3 Nächte) | 112 €

$ Benzin: 1.300 LKR | 4 €

In Kataragama machten wir den nächsten Tankstop. Du sagst dem Angestellten nur "Full Tank", sperrst den Tankdeckel auf und zahlst anschließend direkt bar an der Zapfsäule. Über die A2 ging es weiter vorbei am Bundala-Nationalpark bis nach Tangalle. Der östliche Bereich von Tangalle ist sehr naturbelassen und Dich erwarten einige besonders schöne Unterkünfte direkt am Strand. Die Übernachtungspreise am Tangalle Beach und südlich der Rekawa Lagoon sind etwas höher aber selbst in der Hauptsaison ist der Strand ruhig und nur wenig besucht. Das Meer ist zwar herrlich warm aber entlang der Südküste gibt es nur vereinzelte Strände, an denen Baden gefahrlos möglich ist.

An den meisten Stränden gibt es ordentlich Wellengang und heftige Unterströmungen, weshalb sie sich mehr zum gelegentlichen Abkühlen als zum Schwimmen eignen. Dafür bieten sie hervorragende Bedingungen zum Surfen. Die ersten beiden Tage an der Küste haben wir zu faulen Strandtagen erkoren und machten nur Abstecher in Tangalles Innenstadt, um ein paar Einkäufe zu erledigen. Die Straße dorthin führt am Palmenstrand entlang und ist gesäumt mit kleinen Restaurants und Bars, die besonders abends zum Verweilen einladen.

Jeep Safari im Yala-Nationalpark

Wir wollten ursprünglich eine Safari im Yala-Nationalpark machen aber die Meinungen zu Yala Safaris gehen zurecht weit auseinander. Es ist reine Glückssache auf Wildtiere zu treffen, besonders auf Leoparden, die das Highlight des Parks sind. Dieser Umstand begünstigt die Gestaltung solcher Safaris. Sie enden nicht selten in regelrechten Hetzjagden, bei denen sich die Guides gegenseitig über Sichtungen informieren und Tiere von Jeeps eingekesselt werden. Yala ist zudem der meistbesuchte Nationalpark des Landes und es gibt derart viele Safari-Jeeps, dass die Anzahl pro Tag bereits reglementiert werden musste. Da wir schon eine Safari im Hurulu Eco Park gemacht hatten, haben wir uns gegen eine weitere entschieden.

Dondra Head Lighthouse + Coconut Tree Hill

An Tag 15 unserer Rundreise durch Sri Lanka, machten wir uns auf den Weg ins 50 Kilometer entfernte Weligama. Wir folgten der zerklüfteten Küste und machten Halt am Dondra Head Lighthouse, dem südlichsten Punkt der Insel. Das Dondra Head Lighthouse ist der größte Leuchtturm Sri Lankas und seit 1890 in Betrieb. Nächster Stopp war der Coconut Tree Hill, eine Landzunge in Mirissa, auf der sich die Überbleibsel einer Kokosnussplantage befinden. Der kleine Palmenhügel ist Privatland aber frei zugänglich und an sich nichts besonderes, dennoch ist er der berühmteste Mini-Hügel Sri Lankas. Der Coconut Tree Hill lockt täglich viele Touristen an, während sich in der angrenzenden Bucht Wasserschildkröten tummeln.

Benzin: 1.800 LKR | 5,50 €

Weligama

Unterkunft: Surf Orchid
Bar-Tipp: Awe's Beach-Bar (Coconut Beach)

$ Unterkunft: 24.000 LKR (3 Nächte) | 72 €

$ Surfkurs (1,5 h): 7.500 LKR/Person | 22,50 €

Unsere Unterkunft lag in Nähe des Coconut Beach, etwas außerhalb von Weligama. Coconut Beach ist ein beliebter Surf-Spot mit Strandbars, Meeresschildkröten und ein paar Restaurants und Gästehäusern. Am Strand gibt es vereinzelt Stellen, die sich durch Felsen geschützt zum Baden eignen und von den Strandbars hast Du einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang. Am Coconut Beach treffen sich auch weniger erfahrene Surfer. Anfänger sollten sich jedoch erst mal in der Bucht von Weligama, dem Beginner's Surf Beach, aufs Brett wagen. Dort reihen sich viele Surfschulen und Verleihe aneinander. TIPP - Am Coconut Beach findest Du Awe's Coconut Surf School, die auch private Surfkurse am Beginner's Beach anbietet.

Mirissa

Mirissa wird oft angepriesen aber wir konnten dem Ort nicht viel abgewinnen, es ist eher das drum herum, das Touristen anlockt. Darunter gute Surfspots, der Coconut Tree Hill und Whalewatching. Zu letzterem sind die Meinungen im Netz allerdings so lala. Die Touren sind nicht günstig, die Boote überfüllt und wenn sich Wale blicken lassen, stürzen sich alle Boote in deren Richtung und vertreiben sie wieder. Auch Mirissa Beach hat uns nicht überzeugt, er ist mit Strandliegen vollgepflastert und von Bars, Restaurants und Hotels gesäumt.

Sri Lankas Stelzenfischer

Wenn Du mit eigenem TukTuk unterwegs bist, lohnt es sich rund um Weligama ein bisschen an der Küste entlang zu cruisen. Zwischen Weligama und Kogalla kannst Du an mehreren Stellen Stelzenfischer entdecken, die heutzutage aber fast nur noch für Touristen auf ihre Stelzen steigen. Das lassen sie sich mit einem Trinkgeld für Fotos entlohnen, das gerne mal bei bis zu 1.000 LKR liegt. TIPP - Augen offen halten lohnt sich, denn von der Straße aus, kannst Du auch mal den ein oder anderen kostenlosen Schnappschuss erwischen.

Benzin: 1.720 LKR | 5,10 €

Galle

Unsere letzte Unterkunft lag rund zehn Minuten westlich von Galle. Wir hatten die Stadt gerade hinter uns gelassen, als uns die nächste TukTuk Panne ereilte. Leider mal wieder zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da es ein Vollmondtag war und die Poya-Days Feiertage sind. Folglich hatte auch keine Werkstatt geöffnet. Ein einheimischer TukTuk Fahrer wollte uns helfen und telefonierte für uns herum, um einen Mechaniker aufzutreiben. Letzten Endes konnte aber doch nur TukTuk Rental helfen, die uns zügig ein Ersatzgefährt auftrieben.

Unterkunft: 17.000 LKR (3 Nächte) | 50 €

Die Unterkunft Amaranthe Beach Cabanas ist ein echter Geheimtipp. Schlichte Holzhütten am Strand, mit großer Terrasse, nettem Gastgeber und guter Küche. Wellen und Strömung sind stark, weshalb sich der Strandabschnitt nicht gut zum Baden eignet, dafür hat man den Strand aber für sich alleine. Abends führte uns Gastgeber Shehan zu einer kleinen Tempelanlage. Da Poya Day war, herrschte eine besondere Stimmung unter den Einheimischen Besuchern, die uns an Ritualen und Zeremonien zu Ehren Buddhas teilnehmen ließen. TIPP - Shehan ist auch ein super Lehrer für das traditionelle Brettspiel Carrom, bei dem Du Deine Fingerfertigkeit beweisen kannst.

Galle Dutch Fort

Das Galle Fort ist die älteste europäische Festung in Südasien. Die drei Kilometer lange Wallanlage zählt 14 Bastionen und kann zu Fuß komplett umrundet werden. Von den Mauern der Festung hast Du eine tolle Aussicht und kannst Abstecher in den lebhaften Kern des Galle Fort machen. Dort reihen sich Restaurants, Shops und Souvenirläden aneinander. TIPP - Wir haben unser TukTuk zwischen Reisebussen geparkt und waren offensichtlich irgendjemandem im Weg, weshalb es später auf der anderen Straßenseite stand. Das ist uns öfter passiert, deshalb keine Panik wenn das TukTuk nicht mehr dort steht, wo Du es abgestellt hast. In der Regel findest Du es ein paar Meter weiter wieder :)

Kayak Safari Hikkaduwa

Tourpreis: 9.700 LKR (2 Personen) | 29 €

Die Unterkunft lag nur sieben Kilometer vom Ratgama Lake entfernt, auf dem Du schöne Kayaktouren durch die Lagunen machen kannst. Auf einer dreistündigen Lagoon-Safari entdeckst Du viele Vogelarten und Verane, während Du gemütlich im seichten Wasser durch die Stille gleitest oder ein Bad im warmen Lagunensalzwasser nimmst. Zum Sonnenuntergang paddelst Du zum Kanal, der den See mit dem Meer verbindet und wartest auf den vorgelagerten Felsen, bis die Sonne am Horizont verschwindet. Nach der Kayak Tour wagten wir unsere erste TukTuk Fahrt bei Dunkelheit. Die Beleuchtung der TukTuks ist ausreichend aber nicht gut und vor uns tauchten immer wieder Radfahrer auf, die ohne Licht unterwegs waren. Auch die Busse fahren bei Dunkelheit genauso aggressiv wie tagsüber, weshalb Nachtfahrten im TukTuk kein Vergnügen sind.

Von Galle zurück nach Negombo

Benzin: 1.640 LKR | 4,90 €

Benzin: 1.700 LKR | 5 €

Du kannst das TukTuk in Galle abgeben und mit dem Zug zurück nach Colombo fahren oder die lange Fahrt mit dem TukTuk meistern. Wir wählten eine Route, die uns noch ein Stück an der Küste entlang und später durchs Landesinnere führte. Fernab vom Tourismus, fuhren wir durch kleine Dörfer, über schmale Nebenstraßen und durch dichte Kokosnussplantagen. So umgingen wir den dichten Verkehr von Colombos Stadtkern und kamen direkt zum Büro von TukTuk Rental, das sich in Flughafennähe an der Negombo Lagoon befindet. Mit zwei kurzen Street Food Pausen, waren wir fünfeinhalb Stunden unterwegs, bevor wir das Main Office von TukTuk Rental erreichten. Wir wurden herzlich empfangen und konnten nochmal in Ruhe duschen und umpacken, bevor man uns kostenlos zum Flughafen brachte.

Tipps für den Flughafen

Am Flughafen kommt das gesamte Gepäck durch einen Security Check, bevor Du Dein Aufgabegepäck abgibst und Dir den Ausreisestempel abholst. Souvenirs solltest Du vorab kaufen, am Flughafen mangelt es zwar nicht an Shops aber die Preise sind happig. Am Flughafen kannst Du überall mit Sri-Lanka-Rupien bezahlen, auch wenn die Preise nur in US-Dollar angegeben sind. Unter einigen Schnellrestaurants und Bistros, ist das Palm Strip positiv aufgefallen. Die Portionen sind ordentlich und die Preise für Flughafenverhältnisse okay.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Uwe Haßfeld (Mittwoch, 10 April 2024 11:37)

    Tolle Beschreibung! Könnte ich mir auch gut vorstellen, will aber vorher noch nach Anuradhapura und eigentlich an die Ostküste zum Schnorcheln bei den Pigeon Islands. Mal sehen ...