USA Roadtrip Tipps für die Westküste

Zur USA Westküste gehören die Staaten Alaska, Washington, Oregon und Kalifornien, die allesamt an den Pazifik grenzen. Die 1100 Kilometer lange 'Kaskadenkette', die parallel zur nordamerikanischen Westküste verläuft, trennt die Staaten bis nach Nordkalifornien in den regenreichen Westen und den eher trockenen Osten. Die Westküste der USA ist bekannt für ihre rauen Steilküsten, die immer wieder an feine Sandstrände grenzen. Eine wundervolle und abwechslungsreiche Mischung, die Dich in ihren Bann ziehen wird. Damit Du gut vorbereitet in Dein USA Roadtrip Abenteuer starten kannst, verraten wir Dir unsere besten USA Tipps für die Westküste.

Roadtrip USA Westküste Tipps
Tipps für die USA Westküste

Tipps für den Roadtrip entlang der Westküste

Beste Reisezeit für die USA Westküste

Die Monate September und Oktober eignen sich sehr gut für einen Roadtrip an der USA Westküste. Du bist außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs und das Westküstenklima ist auch im Frühherbst noch einladend. Die Temperaturen waren während unserer USA Reise angenehm und perfekt zum Wandern. Kalifornien begrüßte uns Anfang Oktober noch mit herrlich sommerlichen Temperaturen. Auch April und Mai sind beliebte Monate für einen Roadtrip an der Westküste, vor allem wenn Du viel Zeit in der Natur verbringen willst. Die Nationalparks sind im Frühjahr saftig grün und Du kannst viele Wasserfälle entdecken, die im Spätsommer leider trocken liegen.

→  Hauptreisezeiten meiden

Du solltest die Hauptreise- und die Ferienzeiten der Amerikaner meiden. Die Hauptreisezeit für die USA Westküste ist von Juni bis September, wenn die durchschnittlichen Temperaturen hoch sind und nur selten Regen fällt. Die Amerikaner reisen gerne im eigenen Land, weshalb die Preise in den Ferienzeiten rasant ansteigen, die Unterkünfte mancherorts knapp werden und die Nationalparks deutlich voller sind. An amerikanischen Feiertagen, wie dem 'Independence Day' oder dem 'Labor Day', kann es zudem sehr stressig werden, wenn Du in größere Städte hinein- oder herausfahren willst.

→  Roadtrip an der USA Westküste - Wie lange?

Unser schöner USA Roadtrip dauerte zwei Wochen, von Ende September bis Anfang Oktober 2015. Noch etwas unerfahren, haben wir die Reisezeit leider recht knapp bemessen, empfehlenswert für diese Route sind sogar eher drei Wochen. Du verbringst viel Zeit im Auto und die wunderschöne Westküste bietet unfassbar viel sehenswertes, besonders für Natur- und Outdoorfreunde. Da ist jeder zusätzliche Tag willkommen.

Einreise und Visum USA

Dein Reisepass muss bei Einreise in die USA mindestens noch für den gesamten Aufenthalt gültig sein. Bei der Einreise muss außerdem die ESTA vorliegen, eine elektronische Einreisegenehmigung, mit einer Gültigkeit von zwei Jahren. Die ESTA muss vor der Reise beantragt werden und kostet 14 USD, wird aber auf diversen Websites viel teurer verkauft - ACHTUNG. Die Einreise mit einem vorläufigen Reisepass ist ebenfalls möglich, allerdings nur in Verbindung mit einem gültigen Visum. Ein touristischer Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist in den USA grundsätzlich visafrei.

→  ACHTUNG: ESTA Ausnahmen

Es gibt Ausnahmen bei der Erteilung der ESTA Bescheinigungen. Deutsche Staatsangehörige, die auch einen Pass im Iran, Irak, Nordkorea, Syrien oder Sudan haben, müssen vorab ein Visum beantragen, um in die USA einreisen zu können. In diesen Fällen reicht die ESTA  nicht aus. Das gleiche gilt auch, wenn Du seit dem 1. März 2011 privat oder geschäftlich in folgenden Ländern warst: Iran, Irak, Nordkorea, Syrien, Sudan sowie Libyen, Jemen und Somalia.

USA Tipp - Ein zweiter Reisepass

Grundsätzlich darf man nur einen Reisepass besitzen. Aber es gibt die Möglichkeit, bei berechtigten Gründen einen Zweitpass zu beantragen, der manchmal entscheidend von Vorteil sein kann. Doch wozu ist der zweite Reisepass eigentlich gut?

  • Vielreisende, wie Weltenbummler oder Geschäftsreisende, können damit die teilweise langen Bearbeitungszeiten von Visaanträgen umgehen. Während der eine Pass noch bei der Botschaft liegt, kannst Du mit dem anderen weiterhin reisen.
     
  • Der Passstempel von diversen Ländern, ist bei der Einreise in andere nicht immer gern gesehen. So brauchst Du bei der Einreise in die USA zusätzlich zur ESTA ein Visum, wenn Du vorher in bestimmten anderen Ländern warst. Ein zweiter Reisepass, ohne entsprechende Stempel, spart Dir Zeit und Geld.

Die Beantragung des Zweitpasses

Den Zweitpass kannst Du bei Deinem zuständigen Bürgeramt beantragen. Du benötigst den ersten Reisepass oder Deinen Personalausweis, ein biometrisches Passfoto und eine Erklärung, für das berechtigte Interesse an einem Zweitpass. Dass Du einfach nur gerne reist, ist allerdings nicht wirklich ein überzeugender Grund. "Geschäftsreisen" sind ein besseres Argument ;)

Zweitpass - Gültigkeit und Kosten

Der zweite Reisepass ist sechs Jahre gültig und kann nicht verlängert werden. Nach Ablauf, musst Du einen neuen Zweitpass beantragen, für den aber oft eine genauere Begründung gefordert wird. Vom Antrag bis zur Ausstellung dauert es ca. drei bis vier Wochen. Wird der Pass früher benötigt, kann gegen Aufpreis eine Expressausstellung innerhalb weniger Tage erfolgen. Wenn es im Notfall richtig schnell gehen muss, kannst Du auch einen vorläufigen Pass beantragen, der sofort ausgehändigt wird. Dieser ist allerdings nur maximal ein Jahr gültig und erfordert meist einen Nachweis der Dringlichkeit, mittels Flugticket oder ähnlichem. Die Kosten für einen Reisepass mit 32 Seiten sind immer gleich, egal ob Erst- oder Zweitpass:

  • unter 24 Jahre:  37,50 Euro
  • über 24 Jahre:  60 Euro
  • Expresszuschlag: 32 Euro
  • Zuschlag für 48 Seiten: 22 Euro

ACHTUNG - In einigen Ländern ist es illegal mit zwei Pässen zu reisen. Informiere Dich vorab beim Auswärtigen Amt oder der entsprechenden Botschaft. Du solltest Dich auch nicht mit zwei Reisepässen erwischen lassen, wenn Du bei der Einreise einen Landesstempel aus einem der beiden Dokumente verheimlichen willst.

Günstige Flüge an die US Westküste

Wenn Du einen Roadtrip an der USA Westküste planst, dann lohnt es sich, auf die klassische Rundreise zu verzichten und einen Gabelflug zu buchen. Du landest also an einem Flughafen und fliegst von einem anderen zurück in die Heimat. Gabelflüge sind oft günstiger und wenn Dein Roadtrip entlang der Küste verläuft, sparst Du Dir die Zeit für den Rückweg zum Ausgangsflughafen. Unser USA Roadtrip startete in Seattle und wir sind ab San Francisco zurückgeflogen. Hier findest Du weitere Tipps für günstige Flüge.

→  Inlandsflüge USA

Die Distanzen in den USA sind enorm und kaum greifbar, wenn Du noch nie dort warst. In den Staaten kannst Du nicht mal eben mit dem Auto quer durchs Land fahren, um von A nach B zu kommen. Daher ist das Fliegen bei den Amerikanern sehr beliebt und Inlandsflüge verhältnismäßig günstig. Vor allem die Flugverbindungen zwischen Ost- und Westküste sind zu erschwinglichen Preisen verfügbar und die große Anzahl an Flughäfen im gesamten Land, vereinfacht das Reisen zusätzlich. Hier findest Du eine Übersicht aller aktiven Verkehrsflughäfen der USA.

Die beste Reisekreditkarte

Wir benutzen die kostenlose Barclaycard Visa als Hauptkarte und haben zusätzlich die 1plus Visa Card der Santander Consumer Bank als Ersatzkarte im Gepäck. Ausführliche Informationen zu beiden Reisekreditkarten mit all ihren Vor- und Nachteilen sowie guten Tipps findest Du hier: Die beste Reisekreditkarte. An amerikanischen Geldautomaten werden neben den üblichen Gebühren für Abhebungen im Ausland zusätzliche Automatengebühren erhoben, die mittlerweile leider nicht mehr auf Antrag erstattet werden.

→  Kreditkartenzahlung in den USA

Auf Deinem Roadtrip durch die USA kannst Du so ziemlich alles mit Kreditkarte zahlen. Das ist praktisch, hat aber den Nachteil, dass Kreditkartenbetrug an der Tagesordnung ist. Die Daten können schnell unbemerkt an einem EC-Terminal abgefischt werden, ohne dass es auffällt. Aber keine Panik, die Kreditkartenbanken sind für solche Fälle abgesichert. Sie informieren Dich bei einem Betrugsverdacht und ersetzen entstandene Schäden. Eine Ersatzkarte im Gepäck ist somit aber Pflicht und beide Kreditkarten solltest Du zur Sicherheit immer getrennt voneinander aufbewahren.

Wie sicher ist eine Reise durch die Staaten?

Die USA sind ein sicheres Reiseland. Achte auf Deine sieben Sachen und verhalte Dich normal, dann kann nicht viel schief gehen. Wie so oft, ist erhöhte Vorsicht in touristisch geprägten Regionen und in größeren Städten geboten, denn dort sind häufiger  Taschendiebe unterwegs. Wertgegenstände wie eine Kamera, solltest Du daher nicht unnötig zur Schau stellen sowie Geld und Kreditkarten nah am Körper tragen. Auch Taschen und Rucksäcke solltest Du nicht aus der Hand legen oder unbeaufsichtigt lassen.

→  WICHTIG: Reisekrankenversicherung

Vor Deiner Reise an die USA Westküste, solltest Du unbedingt eine Reisekrankenversicherung abschließen. Mit ihr sind die Kostenübernahme für Behandlungen vor Ort und der Rücktransport geregelt, falls erforderlich. Reisekrankenversicherungen fürs Ausland kosten in der Regel nur um die zehn Euro im Jahr und sind im Notfall unverzichtbar.

Motels spontan buchen

Die Airbnb Unterkunft in San Francisco sowie das Loft im Yosemite Park, hatten wir bereits vorab gebucht. Alle weiteren Motels auf unserem Roadtrip an der USA Westküste haben wir spontan auf 'Booking' gefunden. Bleib ruhig flexibel, denn Motels gibt es in den USA an jeder Ecke. Eine Ausnahme sind z.B. Übernachtungen in Nationalparks, da die Unterkünfte dort je nach Jahreszeit oder an den Wochenenden schon mal knapp werden können. Es ist allerdings immer günstiger außerhalb der Nationalparks zu übernachten, egal zu welcher Jahreszeit.

Lebensmittel für den Roadtrip kaufen

Supermärkte gibt es in den USA wie Sand am Meer, allerdings sind Lebensmittel dort etwas teurer als in Deutschland, auch in großen Supermarktketten. Für Selbstversorger macht es Sinn, bei häufigen oder größeren Einkäufen sowie bei einem längerem Aufenthalt, bei den Supermärkten nach einer der vielen kostenlosen Kundenkarten zu fragen. Die Karten bieten Rabattaktionen und Prozente auf Deine Einkäufe, mit denen Du durchaus sparen kannst.

Trinkgelder geben

In den USA liegen die Trinkgelder, das sogenannte 'Tip', üblicherweise bei guten 15-20% der Rechnungssumme. Meistens trägst Du die Höhe des Tips bei Kartenzahlung handschriftlich auf der Quittung ein. Davon ausgeschlossen sind viele Fastfood-Restaurants mit Selbstbedienung. Ausnahmen findest Du auch in großen Tourismusgebieten, wo die Trinkgelder schon in der Rechnung enthalten sind. TIPP - Achte auf den Hinweis 'Tips are included'. Auch Taxifahrer und andere Dienstleister bekommen durchschnittlich ca. 15% Trinkgeld. Für kleinere Annehmlichkeiten, wie z.B. das Tragen eines Koffers zum Zimmer etc., sind 1-2 USD angemessen.

Der Straßenverkehr in den Vereinigten Staaten

In Deinen Roadtrip an der USA Westküste brauchst Du einen internationalen Führerschein. Die Tempolimits sind unbedingt zu beachten, denn in den Staaten wird es schnell teuer, wenn Du geblitzt wirst. Achte auch auf Mautstellen an Straßen und Brücken und zahle wenn möglich, direkt an den Schaltern. Die Abrechnung erfolgt zwar im Zweifelsfall über die Mietwagenfirma, kann aber von dieser mit einer Bearbeitungsgebühr beaufschlagt werden. Alle Infos zu den Verkehrsregeln und Bußgeldern in den USA, findest Du unter Bußgeldkatalog USA.

→  Die HOV Lanes

Der Verkehr ist rund um viele größere Städte enorm, besonders zu den Stoßzeiten. Wenn aber mindestens zwei Personen im Wagen sind, kannst Du die HOV Straßen nutzen (High-occupancy vehicle lane), auch bekannt als Fast Lanes. Das sind Fahrbahnstreifen, die Fahrgemeinschaften vorbehalten sind. In einigen Städten ist die Mindestpersonenzahl höher angesetzt, achte daher auf die Beschilderung und die Ziffer hinter dem HOV-Lane Hinweis, die die nötige Personenzahl angibt.

→  Bußgelder für Müllsünden

Auf das unerlaubte Wegwerfen von Müll stehen saftige Geldstrafen, die je nach Bundesstaat zwar unterschiedlich aber durchweg hoch ausfallen. Eine tolle Maßnahme, die auch kleine Müllsünden mit bis zu 1000 USD bestraft und den positiven Nebeneffekt hat, dass die Straßengräben der US-Highways deutlich sauberer sind als in vielen anderen Ländern dieser Welt. Auf Deinem Roadtrip entlang der Westküste begegnen Dir immer wieder Straßenschilder, die auf die finanziellen Konsequenzen der illegalen Müllentsorgung hinweisen.

→  Trinkwasser für den Roadtrip

Während eines Roadtrips solltest Du immer einen Trinkwasservorrat dabei haben, egal ob in den USA oder woanders. Die Distanzen können manchmal groß sein und wenn Du mitten im Nirgendwo eine Panne hast oder im Stau stehst, kann es ohne Wasser schnell unangenehm und auf Dauer auch gefährlich werden, vor allem bei höheren Temperaturen.

Der Mietwagen für den Roadtrip

Den Mietwagen für Deinen Roadtrip an der USA Westküste kannst Du z.B. direkt am Flughafen mieten. Spezielle Mietpakete ermöglichen auch die Rückgabe in einem anderen Bundesstaat, kosten aber in der Regel einen Aufpreis. TIPP - Beim Autovermieter 'Alamo' war die Rückführung des Wagens inklusive, heißt die Abgabe in einem anderen Bundesstaat kostenlos.

Ein Roadtrip an der Westküste bedeutet, dass Du viel Zeit im Auto verbringst und auch schon mal buckelige Waldstraßen befährst. Ein Kleinwagen mit niedriger Bodenhöhe macht also wenig Sinn, auch wenn er in den Städten wiederum von Vorteil sein kann. Wir haben uns für einen kleinen Jeep entschieden, der nicht zu groß aber komfortabel war und uns ausreichend Platz geboten hat.

→  Leihwagen mit Navi

Auf einem Roadtrip an der USA Westküste ist ein Navigationsgerät Gold wert aber die Mietwagenfirmen lassen sich diese gut bezahlen. Integrierte Navis im Leihwagen bedeuten meist einen höheren Mietpreis, daher lohnt es sich je nach Tarif, ein günstiges Gerät direkt vor Ort zu kaufen, z.B. in einem 'Walmart'.

→  Tanken in den USA

In den USA wird vor dem Tanken gezahlt und das geht häufig nur mit Kreditkarte. Da aber nicht jede Tankstelle auch jede Kreditkarte akzeptiert, solltest Du unbedingt eine Ersatzkarte im Gepäck haben und rechtzeitig wieder voll tanken, denn in weniger besiedelten Gebieten fällt die Anzahl an Tankstellen etwas knapper aus. Je nach Region kann es auch passieren, dass die Tankstellen schon mal leer gezapft sind oder das Benzin deutlich teurer ist als in der Nähe größerer Orte.

Die US Nationalparks

In den USA gibt es 59 Nationalparks, einer schöner als der andere. Wenn an Deiner geplanten Roadtrip-Route Nationalparks liegen, solltest Du auf jeden Fall einen Abstecher dorthin einplanen. Während der Ferienzeiten und an den Wochenenden können die Parks allerdings etwas voller sein und die Unterkünfte werden knapp, daher solltest Du diese ggf. vorher buchen. Nützlich sind auch die 'Visitor Centres', die Besucherzentren an den Eingängen der Nationalparks, die Kartenmaterial und Infos zu den jeweiligen Parks verteilen.

→  Der US Nationalpark Pass

Da die Eintrittspreise der US Nationalparks schon mal bei 20 USD oder mehr liegen können, lohnt sich je nach Routenplanung der "America the Beautiful" Nationalpark Pass für 80 USD pro Person. Mit diesem Pass kannst Du innerhalb eines Jahres alle Nationalparks der USA ohne weitere Eintrittsgebühren besuchen. Der Pass ist an den Eingängen eines jeden Nationalparks erhältlich.

→  Der USA City Pass

Wenn Du Dich ein paar Tage oder länger in einer größeren Stadt aufhältst und Dich auf Sightseeing Tour begeben willst, dann informiere Dich vorab, ob es einen City Pass gibt. Dieser bietet Vergünstigungen bei Transportmitteln und Eintrittspreisen von Sehenswürdigkeiten. Sparen kannst Du auch mit 'Hop-on-Hop-off-Bussen', die auf verschiedenen Routen die Highlights der Städte abfahren. Bei diesen Bussen zahlst Du einmal und kannst anschließend beliebig oft ein- und aussteigen.


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