USA Roadtrip Tipps - Ostküste & Westküste

Roadtrip USA Ostküste Westküste Tipps
Tipps für die USA Ost- und Westküste

Die USA Ostküste

Zur USA Ostküste zählen von Nord nach Süd die Bundesstaaten Maine, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island, Connecticut, New York, New Jersey, Delaware, Maryland, Virginia, North Carolina, South Carolina, Georgia und Florida, die allesamt einen Küstenstreifen entlang des Atlantik haben. Von der Grenze Kanadas bis nach Florida verläuft die USA Ostküste somit vom 45. bis zum 24. nördlichen Breitengrad und beheimatet rund ein Drittel der gesamten US Bevölkerung. Dies nicht zuletzt weil an der Ostküste einige der größten us amerikanischen Städte liegen wie Boston, New York City, Philadelphia, Washington D.C., Atlanta oder auch Miami.

Die USA Westküste

Zur USA Westküste gehören die Staaten Alaska, Washington, Oregon und Kalifornien, die alle an den Pazifik grenzen. Die 1100 Kilometer lange Kaskadenkette, die parallel zur nordamerikanischen Westküste verläuft, trennt die Staaten bis nach Nordkalifornien in den regenreichen Westen und den eher trockenen Osten. Die Westküste der USA ist bekannt für raue Steilküsten, die immer wieder an feine Sandstrände grenzen. Eine wundervolle und abwechslungsreiche Mischung die Dich in ihren Bann ziehen wird. Damit Du gut vorbereitet in Dein USA Roadtrip Abenteuer starten kannst, verraten wir Dir unsere besten USA Tipps für die Ost- und Westküste.

Tipps für den Roadtrip entlang der Ost- und Westküste

Beste Reisezeit für die USA Westküste

Die Monate September und Oktober eignen sich sehr gut für einen Roadtrip an der USA Westküste. Du bist außerhalb der Hauptreisezeiten unterwegs und das Westküstenklima ist auch im Frühherbst noch einladend. Die Temperaturen waren während unserer Reise angenehm und perfekt zum Wandern und Kalifornien begrüßte uns Anfang Oktober noch mit herrlich sommerlichen Temperaturen. Auch April und Mai sind beliebte Monate für einen Roadtrip an der Westküste, vor allem wenn Du viel Zeit in der Natur verbringen willst. Die Nationalparks sind im Frühjahr saftig grün und Du kannst viele Wasserfälle entdecken, die im Spätsommer oft trocken liegen.

Beste Reisezeit für die USA Ostküste

Das Klima an der Ostküste ist größtenteils vergleichbar mit dem deutschen Klima. Von November bis März kühlt es deutlich ab, die Zahl der Regentage ist höher und die Wintermonate können Schneefall mit sich bringen. Die Sommermonate Juni bis August haben durchschnittliche Temperaturen um die 25 Grad und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Frühling und Herbst, sprich April bis Mai und September bis Oktober sind am besten für einen Roadtrip an der Ostküste geeignet. Die Temperaturen sind mild und es gibt in der Regel nur wenige Regentage. Besonders beliebt ist der Reisemonat Oktober, wenn sich das Laub intensiv verfärbt und der Himmel meist strahlend blau im Kontrast dazu steht. Diese Zeit ist im Norden und Osten der USA auch als Indian Summer bekannt.

→  Hauptreisezeiten meiden

Du solltest die Hauptreise- und Ferienzeiten der Amerikaner meiden. Die Hauptreisezeit für die USA Ost- und Westküste ist von Juni bis September, wenn die durchschnittlichen Temperaturen hoch sind und nur selten Regen fällt. Die Amerikaner reisen gerne im eigenen Land, weshalb die Preise in der Ferienzeit rasant ansteigen, die Unterkünfte mancherorts knapp werden und die Nationalparks deutlich voller sind. An amerikanischen Feiertagen wie dem Independence Day oder dem Labor Day, kann es zudem stressig werden, wenn Du in größere Städte hinein- oder herausfahren willst.

→  Roadtrip an der USA Ost- und Westküste - Wie lange?

Unser schöner USA Roadtrip an der Westküste dauerte zwei Wochen, von Ende September bis Anfang Oktober. Noch etwas unerfahren, haben wir die Reisezeit leider recht knapp bemessen. Empfehlenswert für die Route an der Westküste sind eher drei Wochen. Du verbringst viel Zeit im Auto und die wunderschöne Westküste bietet unfassbar viel Sehenswertes, besonders für Natur- und Outdoorfreunde. Da ist jeder zusätzliche Tag willkommen.

Für unseren Roadtrip entlang der Ostküste haben wir uns 17 Tage Zeit genommen. Natürlich ist auch das zu kurz, um alle Highlights der Ostküste zu entdecken aber wir haben die Reisezeit gut eingeteilt und eine schöne und umfangreiche Route für 2,5 Wochen festgelegt.

USA Einreise und ESTA


ACHTUNG - Beachte die aktuellen Einreisebestimmungen aufgrund der Corona Pandemie. Die genauen Richtlinien, sicherheitsbedingte Hinweise für Touristen und weiterführende Links findest Du auf der Website des Center of Disease Control (CDC)


Dein Reisepass muss bei Einreise in die USA mindestens noch für den gesamten Aufenthalt gültig sein Die Einreise mit vorläufigem Reisepass ist ebenfalls möglich allerdings nur in Verbindung mit einem gültigen Visum. Ein touristischer Aufenthalt von bis zu 90 Tagen ist in den USA visafrei. Bei der Einreise muss außerdem die ESTA vorliegen, eine elektronische Einreisegenehmigung mit einer Gültigkeit von zwei Jahren. Die ESTA muss vor der Reise beantragt werden und kostet 14 USD aber Vorsicht, sie wird auf diversen Websites auch viel teurer verkauft. Für die Beantragung solltest Du daher nur die offizielle Website des Department of Homeland Security nutzen. Die Gebühr kannst Du mit PayPal oder Kreditkarte zahlen. Die Erteilung der Einreisegenehmigung erfolgt in der Regel innerhalb von 24 Stunden kann aber manchmal auch einige Tage in Anspruch nehmen, daher solltest Du sie früh genug beantragen.

→  ACHTUNG - ESTA Ausnahmen

Es gibt Ausnahmen bei der Erteilung der ESTA Bescheinigungen. Deutsche Staatsangehörige, die auch einen Pass im Iran, Irak, Nordkorea, Syrien oder Sudan haben, müssen vorab ein Visum beantragen, um in die USA einreisen zu können. In diesen Fällen reicht die ESTA  nicht aus. Das gleiche gilt auch, wenn Du seit dem 1. März 2011 privat oder geschäftlich in folgenden Ländern warst: Iran, Irak, Nordkorea, Syrien, Sudan sowie Libyen, Jemen und Somalia.

USA Tipp - Ein zweiter Reisepass

Grundsätzlich darf man nur einen Reisepass besitzen. Aber es gibt die Möglichkeit bei berechtigten Gründen einen Zweitpass zu beantragen, der manchmal entscheidend von Vorteil sein kann. Doch wozu ist der zweite Reisepass eigentlich gut?

  • Vielreisende wie Weltenbummler oder Geschäftsreisende können damit die teilweise langen Bearbeitungszeiten von Visaanträgen umgehen. Während der eine Pass noch bei der Botschaft liegt, kannst Du mit dem anderen weiterhin reisen.
  • Der Passstempel von diversen Ländern ist bei der Einreise in andere nicht immer gern gesehen. So brauchst Du z.B. bei der Einreise in die USA zusätzlich zur ESTA ein Visum, wenn Du vorher in bestimmten anderen Ländern warst. Ein zweiter Reisepass, ohne entsprechende Stempel, spart Dir Zeit und Geld.

Die Beantragung des Zweitpasses

Den Zweitpass kannst Du bei Deinem zuständigen Bürgeramt beantragen. Du benötigst den ersten Reisepass oder Deinen Personalausweis, ein biometrisches Passfoto und eine Erklärung für das berechtigte Interesse an einem Zweitpass. Geschäftsreisen sind dabei z.B. ein besseres Argument als die Tatsache, dass Du einfach nur gerne reist ;)

Zweitpass - Gültigkeit und Kosten

Der zweite Reisepass ist sechs Jahre gültig und kann nicht verlängert werden. Nach Ablauf musst Du einen neuen Zweitpass beantragen, für den aber oft eine genauere Begründung gefordert wird. Vom Antrag bis zur Ausstellung dauert es ca. drei bis vier Wochen. Wird der Pass früher benötigt, kann gegen Aufpreis eine Expressausstellung innerhalb weniger Tage erfolgen. Wenn es im Notfall richtig schnell gehen muss, kannst Du auch einen vorläufigen Pass beantragen der sofort ausgehändigt wird. Dieser ist allerdings nur maximal ein Jahr gültig und erfordert in der Regel einen Nachweis der Dringlichkeit mittels Flugticket oder ähnlichem. Die Kosten für einen Reisepass mit 32 Seiten sind immer gleich, egal ob Erst- oder Zweitpass:

  • unter 24 Jahre:  37,50 Euro
  • über 24 Jahre:  60 Euro
  • Expresszuschlag: 32 Euro
  • Zuschlag für 48 Seiten: 22 Euro

ACHTUNG - In einigen Ländern ist es illegal mit zwei Pässen zu reisen. Informiere Dich vorab beim Auswärtigen Amt oder der entsprechenden Botschaft und trage das zweite Dokument nie offensichtlich mit Dir herum.

Günstige Flüge in die USA

Wenn Du einen Roadtrip an einer der US Küsten planst, dann lohnt es sich auf die klassische Rundreise zu verzichten und einen Gabelflug zu buchen. Du landest also an einem Flughafen und fliegst von einem anderen zurück in die Heimat. Gabelflüge sind selten viel teurer und wenn Dein Roadtrip entlang der Küste verläuft, sparst Du Dir die Zeit für den Rückweg zum Ausgangsflughafen. Hier findest Du weitere Tipps für günstige Flüge

→  Inlandsflüge USA

Die Distanzen in den USA sind enorm und kaum greifbar, wenn Du noch nie dort warst. In den Staaten kannst Du nicht mal eben mit dem Auto quer durchs Land fahren, um von A nach B zu kommen. Daher ist das Fliegen bei den Amerikanern sehr beliebt und Inlandsflüge verhältnismäßig günstig. Vor allem die Flugverbindungen zwischen Ost- und Westküste sind zu erschwinglichen Preisen verfügbar und die große Anzahl an Flughäfen im gesamten Land, vereinfacht das Reisen zusätzlich. Hier findest Du eine Übersicht aller aktiven Verkehrsflughäfen der USA.

Die beste Reisekreditkarte

Wir benutzen die kostenlose Barclaycard Visa als Hauptkarte und haben zusätzlich die 1plus Visa Card der Santander Consumer Bank als Ersatzkarte im Gepäck. Ausführliche Informationen zu beiden Reisekreditkarten mit all ihren Vor- und Nachteilen sowie guten Tipps findest Du hier: Die beste Reisekreditkarte. An amerikanischen Geldautomaten werden neben den üblichen Gebühren für Abhebungen im Ausland zusätzliche Automatengebühren erhoben, die mittlerweile leider nicht mehr auf Antrag erstattet werden.

→  Kreditkartenzahlung in den USA

Auf Deinem Roadtrip durch die USA kannst Du so ziemlich alles mit Kreditkarte zahlen. Das ist praktisch hat aber den Nachteil, dass Kreditkartenbetrug an der Tagesordnung ist. Die Daten können schnell unbemerkt an einem EC-Terminal abgefischt werden, ohne dass es auffällt. Aber keine Panik, die Kreditkartenbanken sind für solche Fälle abgesichert. Sie informieren Dich bei einem Betrugsverdacht, sperren die Karte und ersetzen entstandene Schäden. Eine Ersatzkarte im Gepäck ist somit aber Pflicht und beide Kreditkarten solltest Du zur Sicherheit immer getrennt voneinander aufbewahren.

→  Bargeld abheben

Auch ein bisschen Bargeld ist von Vorteil, bspw. bei kleineren Einkäufen auf Märkten oder für Trinkgelder. Du findest fast überall Geldautomaten (ATMs), achte aber beim Abheben auf die angegebenen Automatengebühren. Diese sind z.B. an Tankstellen mit rund sieben USD besonders hoch. An den meisten ATMs liegen sie bei rund drei USD.

Wie sicher ist eine Reise durch die Staaten?

Die USA sind ein sicheres Reiseland. Achte auf Deine sieben Sachen und verhalte Dich normal, dann kann nicht viel schief gehen. Wie so oft ist erhöhte Vorsicht in touristisch geprägten Regionen und in größeren Städten geboten, denn dort sind häufiger Taschendiebe und Trickbetrüger unterwegs. Wertgegenstände wie Kamera und Handy solltest Du also nicht unnötig zur Schau stellen und Geld und Kreditkarten immer nah am Körper tragen. Auch Taschen und Rucksäcke nicht aus der Hand legen oder unbeaufsichtigt lassen.

→  WICHTIG: Reisekrankenversicherung

Vor Deiner Reise in die USA solltest Du eine Reisekrankenversicherung abschließen. Mit ihr sind die Kostenübernahme für Behandlungen vor Ort und der Rücktransport geregelt, falls erforderlich. Eine Reisekrankenversicherung fürs Ausland kostet in der Regel nur um die zehn bis 15 Euro pro Jahr und ist im Notfall unverzichtbar.

Motels spontan buchen

Die erste Unterkunft solltest Du bereits vorab buchen. Bei der Beantragung der ESTA wird empfohlen eine Adresse vor Ort anzugeben und diese kannst Du auch gleich als "Kontaktperson" nutzen (Pflichtangabe).  Außerdem wirst Du dadurch entspannter ankommen und musst nicht gleich an Tag eins eine Unterkunft suchen. Alle weiteren Motels auf Deinem Roadtrip durch die USA kannst Du unterwegs auf Booking wählen oder einfach entlang Deiner Route spontan anfahren. Bleib ruhig flexibel, denn Motels gibt es in den USA an jeder Ecke. Eine Ausnahme sind Übernachtungen wie z.B. an den Florida Keys oder in Nationalparks, da die Unterkünfte dort je nach Jahreszeit oder an den Wochenenden und Feiertagen schon mal knapp und kurzfristig gebucht auch deutlich teurer sein können.

Lebensmittel für den Roadtrip kaufen

Supermärkte gibt es in den USA wie Sand am Meer allerdings sind dort Lebensmittel etwas teurer als in Deutschland, auch in den großen Supermarktketten. Für Selbstversorger macht es Sinn, bei häufigen oder größeren Einkäufen sowie bei einem längerem Aufenthalt, bei den Supermärkten nach einer der kostenlosen Kundenkarten zu fragen. Die Karten bieten Rabattaktionen und Prozente auf Deine Einkäufe, mit denen Du den ein oder anderen Dollar sparen kannst.

Trinkgeld geben

In den USA liegen die Trinkgelder, das sogenannte Tip, üblicherweise bei guten 15-20% der Rechnungssumme. Meist trägst Du die Höhe des Tips bei Kartenzahlung    handschriftlich auf der Quittung ein. Davon ausgeschlossen sind viele Fastfood-Restaurants mit Selbstbedienung. Ausnahmen findest Du auch in touristisch geprägten Gebieten, wo die Trinkgelder oft schon in der Rechnung mit drin sind. TIPP - Achte auf den Hinweis Tips are included. Auch Taxifahrer und andere Dienstleister bekommen durchschnittlich ca. 15% Trinkgeld. Für kleinere Annehmlichkeiten wie z.B. das Tragen eines Koffers zum Zimmer etc. sind 1-2 USD angemessen.

Der internationale Führerschein

Für einen Roadtrip in den USA brauchst Du einen internationalen Führerschein. Den beantragst Du bei der Führerscheinstelle Deines Wohnortes. Für die Beantragung benötigst Du Deinen Ausweis, den deutschen Führerschein und ein biometrisches Passfoto. Der internationale Führerschein kostet 16 Euro und wird sofort ausgehändigt, ohne Wartezeit. Er ist drei Jahre gültig allerdings nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein. Du solltest auf Reisen also immer beide bei Dir tragen.

Der Straßenverkehr in den Vereinigten Staaten

Die Tempolimits sind unbedingt zu beachten, denn in den Staaten wird es schnell teuer, wenn Du geblitzt wirst. Die Bußgelder können sich zwischen den Bundesstaaten erheblich unterscheiden. Achte auch auf Mautstellen an Straßen und Brücken und zahle entweder direkt an den Schaltern oder achte darauf, ob ein elektronisches Mautsystem im Auto ist. Die Mietwagenfirma kann Dir darüber Auskunft geben. Die Abrechnung erfolgt zwar im Zweifelsfall immer über die Autovermittler, kann aber von diesen mit einer Bearbeitungsgebühr beaufschlagt werden. Alle Infos zu den Verkehrsregeln und Bußgeldern in den USA findest Du unter Bußgeldkatalog USA

→  Die HOV Lanes

Der Verkehr ist rund um viele größere Städte enorm, besonders zu den Stoßzeiten im Berufsverkehr. Wenn aber mindestens zwei Personen im Wagen sind, kannst Du die HOV Straßen nutzen (High-occupancy vehicle lane), auch bekannt als Fast Lanes. Das sind Fahrbahnstreifen die Fahrgemeinschaften vorbehalten sind. In einigen Städten ist die Mindestpersonenzahl höher angesetzt, achte daher auf die Beschilderung und die Ziffer hinter dem HOV-Lane Hinweis, die die nötige Personenzahl angibt.

→  Bußgelder für Müllsünden

Auf das unerlaubte Wegwerfen von Müll stehen saftige Geldstrafen die je nach Bundesstaat unterschiedlich ausfallen. Eine tolle Maßnahme, die auch kleine Müllsünden mit bis zu 1000 USD bestraft und den positiven Effekt hat, dass die Straßen vieler US-Highways deutlich sauberer sind als in anderen Ländern dieser Welt. Leider merkt man aber auch in den USA schnell am Straßenbild, wo diese Strafen höher und wo niedriger sind. Auf Deinem Roadtrip durch die USA werden Dir immer wieder Straßenschilder begegnen, die auf die finanziellen Konsequenzen der illegalen Müllentsorgung hinweisen.

→  Trinkwasser für den Roadtrip

Während eines Roadtrips solltest Du immer einen Trinkwasservorrat dabei haben, egal ob in den USA oder anderswo. Die Distanzen können manchmal groß sein und wenn Du mitten im Nirgendwo eine Panne hast oder im Stau stehst, kann es ohne Wasser schnell unangenehm und auch gefährlich werden, vor allem natürlich bei höheren Temperaturen.

Highway, Freeway und Interstate - Wo sind die Unterschiede?

Highways entsprechen den deutschen Bundesstraßen. Sie haben ein Tempolimit von maximal 55 mph, können sich kreuzen und verlaufen in der Regel ein- bis zweispurig in eine Richtung. Freeways sind auch als Express Highways bekannt und entsprechen den deutschen Schnellstraßen. Sie sind meist mehrspurig, ohne Kreuzungen aber mit festgelegten Ein- und Ausfahrten, die sich oft auch auf der linken Spur befinden. Das Tempolimit liegt bei maximal 70 mph und sie sind mautfrei. Interstates entsprechen den deutschen Autobahnen. Sie können bis zu sechsspurig in eine Richtung verlaufen und haben ein Tempolimit von maximal 75 mph.

→  Überholmanöver

Auf den Freeways und Interstates kann auch rechts überholt werden. Das liegt mitunter daran, dass die LKWs in den Staaten nicht gedrosselt und somit erheblich schneller unterwegs sind als hierzulande. Sie nutzen die rechten Bahnen, um ohne ständigen Spurwechsel zügig voranzukommen. Für Dich als Autofahrer ist es am entspanntesten, Dich mit Tempomat auf den mittleren Spuren einzuordnen und den Verkehr um Dich herum fließen zu lassen, auch wenn es ungewohnt ist, wenn manchmal LKWs an Dir vorbeibrausen.

Der Mietwagen für den USA Roadtrip

Den Mietwagen für Deinen Roadtrip in den USA solltest Du so früh wie möglich reservieren, am besten gleich nachdem Du die Flüge gebucht hast. Achte dabei darauf, dass Du ihn bis kurz vor der Reise wieder kostenfrei stornieren kannst. Seit Corona sind die Preise für Mietwagen weltweit explodiert und steigen kurzfristig gebucht noch weiter an. So kostete uns der Wagen für die Ostküste erheblich mehr als einige Jahre zuvor an der Westküste.

→  One Way Fee (Einwegmiete)

Bei einem Roadtrip von A nach B bieten die Mietwagenfirmen die Rückgabe des Autos in einem anderen Bundesstaat an. Dabei fällt eine Rückführgebühr an, die sogenannte One Way Fee. Sie ist abhängig von der Mietdauer und der Entfernung des Abhol- und Abgabeortes und kann je nach Vermieter sehr unterschiedlich für die gleiche Strecke ausfallen. Daher solltest Du vorab unbedingt vergleichen. ACHTUNG - Bei Buchung über eine deutsche Website sind Autovermieter verpflichtet, die  Einwegmiete direkt anzugeben. Bei US Websites kann diese Information in den AGBs versteckt sein und die zusätzliche Gebühr erst vor Ort eingefordert werden.

→  Den richtigen Mietwagen wählen

Ein Roadtrip entlang der US Ostküste oder Westküste bedeutet, dass Du viel Zeit im Auto verbringst und auch schon mal bucklige Pisten befährst. Ein Kleinwagen mit niedriger Bodenhöhe macht also wenig Sinn, auch wenn diese in den Städten wiederum von Vorteil sein können und bei den Vermietern etwas günstiger angeboten werden. Der Aufpreis für eine Mittelklasse ist meist nicht besonders hoch, bringt aber deutlich mehr Komfort und Stauraum mit sich.

→  E-ZPass

E-ZPass ist ein elektronisches Mautsystem, das vorwiegend im Norden und Osten der USA verwendet wird. Über einen Transponder an der Windschutzscheibe wird das Fahrzeug beim Passieren einer Mautstelle erfasst und die Abrechnung erfolgt automatisch. Die meisten Mietwagen an der Ostküste verfügen über einen solchen E-ZPass Transponder. Zur Nutzung wird dieser einfach aufgeklappt und die Abrechnung erfolgt über die bei der Mietwagenfirma hinterlegte Kreditkarte.

→  ParkMobile App

In vielen Städten gibt es Parkzonen, die mit der ParkMobile App genutzt werden können. Damit kannst Du Dir Parkplätze in Deiner Nähe anzeigen lassen und die Gebühr direkt über die App bezahlen,  mittels PayPal oder Kreditkarte. In Nähe der Parkplätze befinden sich grüne Hinweisschilder mit einer Parkzonen Nummer. Diese gibst Du zusammen mit Deinem Nummernschild in der App ein und wählst die gewünschte Parkzeit aus. So kannst Du auch Parkplätze vorab reservieren. Nachteil ist, dass Du dafür eine Internetverbindung brauchst. Wenn Du spontan auf Parkplatzsuche bist, dann findet sich allerdings oft schon im näheren Umkreis ein freier WLAN Spot, den Du dafür nutzen kannst. Einfach ein bisschen umher laufen und auf ein freies Signal achten ;)

Leihwagen mit oder ohne Navi?

Auf einem USA Roadtrip ist ein Navigationsgerät Gold wert aber die Mietwagenfirmen lassen sich diese gut bezahlen. Integrierte Navis im Leihwagen bedeuten in der Regel einen höheren Mietpreis, daher lohnt es sich je nach Tarif, ein günstiges Gerät direkt vor Ort zu kaufen, z.B. in einem Walmart.

→  Tanken in den USA

In den USA kannst Du beim Tanken bar oder mit Kreditkarte zahlen. Bei Barzahlung musst Du allerdings vor dem Tanken zahlen. Am gängigsten ist die Kreditkartenzahlung direkt an der Zapfsäule, was aber bei einigen Tankstellenketten nur für US Bürger möglich ist. Das erkennst Du daran, dass Du erst eine Postleitzahl (ZIP Code) eintippen sollst, z.B. bei vielen "BP Tankstellen". In diesem Fall kannst Du Deine Kreditkarte drinnen an der Kasse hinterlegen und anschließend tanken oder eine andere Tankstelle anfahren wie z.B. "Exxon", bei denen Du in der Regel auch mit europäischer Karte direkt an der Zapfsäule zahlen kannst.

Da aber nicht jede Tankstelle auch jede Kreditkarte akzeptiert, solltest Du unbedingt eine Ersatzkarte im Gepäck haben und rechtzeitig wieder voll tanken, denn in weniger besiedelten Gebieten fällt die Anzahl an Tankstellen oft knapper aus. Je nach Region kann es auch passieren, dass die Tankstellen schon mal leer gezapft sind oder das Benzin deutlich teurer ist als in der Nähe größerer Orte. Das Tanken selbst unterscheidet sich zu Deutschland nur darin, dass die meisten Zapfsäulen nur einen Schlauch haben und Du vorher den gewünschten Kraftstoff auswählen musst (select grade).

Die US Nationalparks

In den USA gibt es 59 Nationalparks und einer ist schöner als der andere. Wenn entlang Deiner geplanten Reiseroute Nationalparks liegen, solltest Du auf jeden Fall einen Abstecher einplanen. Während der Ferienzeiten und an den Wochenenden können die Parks etwas voller sein und die Unterkünfte knapp werden, daher solltest Du diese ggf. vorher buchen. Nützlich sind auch die Visitor Centres, das sind Besucherzentren an den Eingängen der Nationalparks, die Kartenmaterial und Infos zu den jeweiligen Parks verteilen.

→  Der US Nationalpark Pass

Da die Eintrittspreise der US Nationalparks schon mal bei 20 USD oder mehr liegen können, lohnt sich je nach Routenplanung der America the Beautiful - Nationalpark Pass für 80 USD pro Person. Mit diesem Pass kannst Du innerhalb eines Jahres alle Nationalparks der USA ohne weitere Eintrittsgebühren besuchen. Der Pass ist online und an den Eingängen eines jeden Nationalparks erhältlich.

→  Der USA City Pass

Wenn Du Dich ein paar Tage oder länger in einer größeren Stadt aufhältst und Dich auf Sightseeing Tour begeben willst, dann informiere Dich vorab ob es einen City Pass gibt. Dieser bietet Vergünstigungen bei Transportmitteln und Eintrittspreisen von Sehenswürdigkeiten. Sparen kannst Du auch mit Hop-on-Hop-off-Bussen, die auf verschiedenen Routen die Highlights der Städte abfahren. Bei diesen Bussen zahlst Du einmal und kannst anschließend beliebig oft ein- und aussteigen.


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