Backpacking Ecuador 3 Wochen - Reisebericht und Tipps
Quito - Die Hauptstadt Ecuadors auf 2.850m
$ Privater Transfer: 30 US $
$ Busticket: ca. 8 US $
$ Taxi: ca. 25 US $
Die 3 Wochen Backpacking in Ecuador starten in Quito, eine der höchst gelegenen Hauptstädte der Welt auf 2.850 Metern. Vom Flughafen kommst Du mit Bus, Taxi oder Hoteltransfer direkt in die Altstadt von Quito. Für die Fahrt in die Stadt brauchst Du Bargeld, im Untergeschoss des Flughafens gibt es mehrere ATMs. Das Hostel Casa CarpeDM* ist ein toller Ausgangspunkt um Quito zu entdecken. Lass es ruhig angehen und nutze den Anreisetag, um Dich an die Höhe zu gewöhnen. Vom Küchenbereich im oberen Stockwerk des Hostels, hast Du einen einmaligen Blick über die Dächer der Stadt und auf die Madonna Statue auf dem "El Panecillo".
* Werbung
TIPP für die ATMs
Die Höhe der Einzelabhebungen an ATMs ist begrenzt, abhängig von Kreditkarte und ATM. Mit den kostenlosen Kreditkarten der Barclays und Hanseatic hatten wir ein Abhebungslimit von je 200 US-Dollar. Die meisten ATMs erheben Gebühren, nutze daher wenn möglich die Automaten von Banco del Austro. Sie sind gebührenfrei und nahezu überall in Ecuador vorzufinden, auch am Flughafen Quito, nur leider nicht auf den Galapagosinseln.
Die Altstadt von Quito
Centro Histórico | Äquator | TelefériQo | Mercado Artesanal | Cotopaxi | Quilotoa
Quito zählt zu den schönsten Hauptstädten Südamerikas und ist die bedeutendste Kolonialstadt Ecuadors, deren Zentrum UNESCO Weltkulturerbe ist. Die Stadt ist ein Highlight beim Backpacking in Ecuador. Die historische Altstadt, das Centro Histórico, ist ein Stück Geschichte der Kolonialzeit, mit prächtigen Kathedralen, wie der Basílica del Voto Nacional und der Iglesia de la Compañia de Jesús. Kopfsteinpflastergassen führen zwischen kleinen Geschäften, Restaurants und Kolonialbauten hindurch und über belebte Plätze, wie den Plaza Grande und den Plaza San Francisco.
Sicherheitshinweise für Quito
In Quito gibt es viele Taschendiebstähle und Raubüberfälle. Trage nur kleine Summen Bargeld bei Dir und informiere Dich vorab, für was Du z.B. Eintritt zahlen musst und wie hoch dieser ist. Es ist ratsam, nicht mehr als 20 US-Dollar dabei zu haben, was für einen einfachen Stadtbummel auch völlig reicht. Handy oder Kamera nicht offen zur Schau stellen und nach dem Benutzen gleich wieder wegpacken.
Mitad del Mundo
$ Bus: 40 Cent/Person
$ Taxi: ca. 2-4 US $
$ Eintritt: 5 US $/Person
Mitad del Mundo ist eines von zwei Äquatormonumenten und steht 23 Kilometer nördlich von Quito in San Antonio de Pichincha. Der Standort wurde 1736 als Punkt auf dem Äquator bestimmt, heute steht dort ein 30 Meter hohes Denkmal. Davor verläuft eine gelbe Linie, die die Erde in Nord- und Südhalbkugel teilt. Durch GPS-Einsatz stellte sich später heraus, dass der Äquator aber eigentlich 240 Meter weiter nördlich verläuft.
Das zweite Monument, die Reloj Solar Quitsato,
steht 75 Kilometer nordöstlich von Quito und markiert einen mit GPS bestimmten Punkt auf dem Äquator. Tatsächlich aber ist Mitad del Mundo nach wie vor eines der beliebtesten Highlights für
Tagestouristen aus Quito, Genauigkeit hin oder her. Es gehört einfach dazu, sich über die gelbe Linie zu stellen, ein Bein links davon und das andere rechts :)
Mit dem Bus kommst Du zur Endstation Terminal de la Ofelia. Dort steigst Du um und fährst in rund einer Stunde weiter nach San Antonio de Pichincha. Im Turm des Äquatormonuments gibt es eine Kulturausstellung, beim Hinaufsteigen erwartet Dich auf jeder Ebene eine bunte Themenwelt rund um Ecuador. Oben angekommen, hast Du einen tollen Rundumblick und kannst Nord- und Südhalbkugel von oben betrachten. Auf dem Gelände gibt es zahlreiche Shops und Restaurants, die aber vor allem durch hohe Preise glänzen.
Caldera Pululahua
Mit dem Bus erreichst Du zehn Minuten weiter die Caldera Pululahua. ACHTUNG - Der öffentliche Bus hält nur an der Hauptstraße, die letzten anderthalb Kilometer zum Aussichtspunkt Mirador Natural Volcan Pululahua gehst Du zu Fuß. Vom Aussichtspunkt kannst Du zum Grund der Caldera laufen. Die Wanderung auf dem "Sendero Ventanillas" dauert 90 Minuten hin und zurück, die meisten Besucher genießen aber nur die Aussicht vom Mirador. Für den Rückweg nach Quito wartest Du einfach an der Haltestelle (Parada) der Hauptstraße auf den nächsten Bus, der Dich ohne Umwege zurück in Quitos Altstadt bringt.
$ Bus: 40 Cent/Person
Falls der Bus nicht beschriftet ist, frag den Fahrer einfach nach "Centro Histórico". Auf dem Rückweg lohnt ein Abstecher zum Handwerksmarkt im Neustadtviertel Mariscal Sucre. Der Mercado Artesanal la Mariscal ist eine überdachte Markthalle, nordöstlich des "Parque El Ejido". Kunsthandwerk, Schmuck und Textilien werden dort in Masse aber nicht gerade günstig angeboten. Gegenüber liegt die "Galería Artesanal Mitad del Mundo", eine kleine Ladengasse, in denen es vor allem Ponchos und Pullover in allen Formen und Farben gibt.
TelefériQo - Panoramablick über Quito
$ Taxi: 4 US $
$ Ticket: 8,50 US $/Person
Ein Highlight von Quito ist die Fahrt mit der Seilbahn TelefériQo. Sie bringt Dich zur Bergstation des "Cruz Loma" auf 4.050 Meter, an der Ostseite des Vulkans Pichincha. Von der Bergstation hast Du einen wundervollen Blick über Quito und die weißen Gipfel der Vulkane Cotopaxi, Cayambe und Antisana. Die Bergstation ist Ausgangspunkt für die Besteigung des Rucu Pichincha, einem der zwei Gipfel des Pichincha Vulkans. Die meisten Besucher gehe aber nur einen Teil des Wanderwegs. Morgens ist der Himmel übrigens häufiger klar und die Sicht am besten.
Zurück an der Talstation, lauern (private) Taxifahrer, die teure Fahrten in die Stadt anbieten. Sie müssen Parkgebühren entrichten und schlagen diese großzügig auf die Fahrtpreise auf. Du kannst stattdessen ein Stück die Straße hinunter gehen und erreichst nach fünf Minuten einen Parkplatz, auf dem günstigere Taxis warten. Der Preis für eine Fahrt in die Altstadt liegt bei maximal fünf US-Dollar. Von der Fahrt mit den Stadtbussen zur TelefériQo oder zum El Panecillo ist abzuraten. Sie sind deutlich günstiger aber die Haltestellen liegen etwas abseits. Es kommt oft zu Überfällen im Stadtrandbereich, selbst Einheimische nutzen dort lieber Taxis.
TIPP - Öffentliche Busse fahren von 6 bis 21 Uhr und kosten nur max. 25 Cent pro Person für eine einfache Fahrt (Stand 2022). Die Haltestellen hängen meist an der Frontscheibe aus. Quito hat außerdem eine Metrolinie mit 22 Kilometer langer Nord-Süd Verbindung und 15 Stationen. Nach Fertigstellung fehlte ein Betreiber, was die Eröffnung auf Ende 2023 verzögert hat.
Tagesausflug Cotopaxi
$ Tourpreis: 50 US $/Person
Der Cotopaxi ist mit 5.897 Metern der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten, aktiven Vulkane der Welt. Er ist vom Nationalpark Cotopaxi umgeben, 40 Kilometer südlich von Quito, der Wildtiere wie Pumas, Kondore, Lamas und Wildpferde beheimatet und zahlreiche Outdooraktivitäten bietet, wie Wandern, Bergsteigen, Reiten oder Mountainbiken. Ein Highlight ist die Besteigung des Cotopaxi, dafür solltest Du aber körperlich fit und technisch in der Lage sein, den schneebedeckten Gipfel zu erklimmen. Die Höhenlage ist nicht zu unterschätzen, weshalb eine Akklimatisierung wichtig ist. Belohnt wird der Aufstieg bei Nacht mit einem fantastischen Sonnenaufgang auf einem der höchsten Vulkane der Erde.
Wandern + Mountainbiken am Cotopaxi
Eine beliebte Tagestour ab Quito ist das Wandern am Cotopaxi mit anschließender Mountainbike Abfahrt an den Vulkanflanken. Mit CarpeDM Adventures* startest Du morgens um 7:30 Uhr direkt am Hostel. Auf der zweistündigen Fahrt versorgt Dich Dein Guide mit interessanten Fakten und Anekdoten rund um Quito, die umliegenden Vulkane und den Umgang mit Symptomen der Höhenkrankheit, die auf dieser Tagestour durchaus auftreten können.
* Werbung
Am Eingang des Nationalparks folgen zwei kurze Stopps, auf denen Du Dich mit Snacks eindecken und ein WC nutzen kannst. Anschließend geht es weiter zum Carpark auf 4.500 (m). Der Weg führt über eine Buckelpiste aus losem Schotter und Geröll, wenn Du schnell seekrank wirst, solltest Du mit einer Reisetablette vorsorgen. Unterwegs kannst Du den Blick durch die Ferne schweifen lassen, denn die Chancen stehen gut Wildpferde, Lamas, Füchse und Caracaras zu entdecken.
Reisestempel vom Cotopaxi
Vom Carpark wanderst Du in rund einer Stunde zum Jose Rivas Refuge (4.864 m). Die große Schutzhütte ist beliebt bei Tagestouristen, die sich mit heißem Kakao oder Coca-Tee aufwärmen wollen. Achte auf ausreichend warme Kleidung, denn die Hütte ist ungeheizt und nicht für einen längeren Aufenthalt gedacht. Je nach Wind und Wetterlage, führt die Route anschließend weiter zum Gletscherrand auf 5.000 Meter Höhe. TIPP - Bring Deinen Reisepass mit, um Dir darin in der Schutzhütte einen Reisestempel vom Cotopaxi zu sichern.
Zurück am Carpark geht es mit dem Bus wieder ein Stück bergab. Beim nächsten Stopp bekommst Du Helm und Schutzkleidung, wechselst zum Mountainbike und fährst weiter zur Laguna de Limpiopungo. Wenn das Wetter mitspielt, hast Du dort einen wundervollen Blick auf den Cotopaxi, der sich im Wasser des Sees spiegelt. Mit dem Minibus erreichst Du eine halbe Stunde später das Rondador Cotopaxi, wo Dich deftige, ecuadorianische Küche erwartet. Müde und satt geht es im späten Nachmittag zurück nach Quito.
TIPP - Am Cotopaxi ist es immer windig, mal mehr mal weniger. Bereite Dich kleidertechnisch auf Wetterumschwünge und kalte Temperaturen vor. Eine regen- und windfeste Jacke sowie Sonnenbrille sind Pflicht. Sie schützt Deine Augen vor Staub- und Lavasand, der sich wie ein Peeling anfühlen und Spuren auf den Brillengläsern hinterlassen kann. Es sollte also nicht die teuerste Brille sein. Auch Windböen, die plötzlich und heftig auftreten können, sind nicht zu unterschätzen. Sie können Dich sprichwörtlich von den Beinen holen und die Wanderung erheblich erschweren.
Laguna Quilotoa
$ Tourpreis: 50 US $/Person
$ Eintritt: 2 US $/Person
Laguna Quilotoa ist ein Kratersee auf dem gleichnamigen Vulkan Quilotoa. 175 Kilometer südwestlich von Quito liegt der See auf 3.800 Metern Höhe und ist ein Highlight beim Backpacking in Ecuador. Die Landschaft rund um das 800 Jahre alte und 250 Meter tiefe Gewässer ist wunderschön. Durch den hohen Mineralstoffgehalt schimmert das Wasser in satten Blautönen. Du kannst den See in vier bis fünf Stunden umrunden oder zu ihm hinabsteigen. ACHTUNG - Die Umrundung ist nicht zu verwechseln mit dem Quilotoa Loop, womit ein Wandergebiet rund um den Vulkan gemeint ist. Es beinhaltet 200 Kilometer an Wanderwegen und Straßen, die Dich in mehreren Etappen über schöne Gipfel und durch urige Andendörfer führen.
Mit CarpeDM Adventures* kannst Du die Laguna Quilotoa auf einer Tagestour erkunden. Um 7:30 Uhr startet die dreistündige Fahrt und je näher Du in Richtung Latacunga kommst, umso öfter begegnet Dir Werbung für Salcedo-Eis. Die Kleinstadt San Miguel de Salcedo liegt zwischen Latacunga und Ambato und ist bekannt für ihr kegelförmiges Milcheis, das Dir landesweit begegnet. Salcedo-Eis ist eine super leckere Erfrischung, deren Form Wiedererkennungswert hat.
* Werbung
Indigene Familien im Hochland
Im Hochland besuchst eine indigene Familie und erfährst aus erster Hand wie sie leben. Stolz präsentieren sie selbst angebaute Lebensmittel und begrüßen Dich offen und herzlich. Mach Dich auf einen Kulturschock gefasst, denn oft teilen sich mehrere Generationen eine winzige Lehmhütte mit Schlafecke, Kochnische und Grasdach. Nicht nur miteinander, auch einige hundert Meerschweinchen können dort umher flitzen. Das "Cuy" ist ein traditionelles Gericht in den Anden und beschreibt ein in Gänze gebratenes Meerschweinchen. Der Verkauf und Verzehr der Tiere, sichert vielen Menschen das Überleben.
Rund 20 Minuten später erreichst Du Tigua und besuchst den Maler José Luis Toaquiza. Seit vielen Jahren malt er Bilder, die durch eine auffallend bunte Farbwahl weithin bekannt sind. Das Besondere ist, dass hinter jedem Bild eine Geschichte steckt. Zum Beispiel wie der Maler als Kind verkauft und zufällig von seinem Bruder wiedergefunden wurde. Es ist amüsant und beeindruckend, wie viel Du in seinen Bildern entdecken kannst, wenn Du erst mal die Geschichten dazu kennst.
Wandern an der Laguna Quilotoa
An der Laguna Quilotoa führt ein zwei Kilometer langer Pfad hinab zum See und bietet herrliche Ausblicke. Unten angekommen, kannst Du verschnaufen oder Dir ein Kayak mieten und auf den See hinausfahren, bevor Dich der zähe Rückweg erwartet. Der sandige Untergrund und die Höhelage können den Anstieg ganz schön anstrengend gestalten, lass Dir deshalb Zeit und genieße die Aussicht. ACHTUNG - Es ist möglich Pferde für den Aufstieg zu mieten, doch davon ist abzuraten. Uns kamen Tiere entgegen, die sich augenscheinlich hinaufquälten, während Guides und Touristen sie weiter antrieben.
Wer gehfaul ist, sollte lieber gleich oben bleiben und einfach den Ausblick vom Mirador genießen. Oben angekommen, wartet eine leckere Stärkung im Restaurant, bevor Du Dich auf die lange Fahrt zurück nach Quito machst. TIPP - Die Anreise von Quito zum Cotopaxi und zur Laguna Quilotoa zieht sich. Beide Ziele gehören zu den beliebtesten Tagestouren ab Quito aber viele Touristen entscheiden sich zu einer Übernachtung zwischen den Sehenswürdigkeiten um Zeit zu sparen, z.B. in Latacunga.
Cuyabeno - Trekking im Amazonas Regenwald
Ein Trekking im Amazonas Regenwald ist ein Muss auf Deiner dreiwöchigen Backpacking Reise durch Ecuador. Du bist in einer Dschungel Lodge untergebracht und unternimmst täglich Ausflüge mit dem Kanu oder zu Fuß. Ein Klassiker ist die viertägige Tour mit drei Übernachtungen, die wir in der Tucan Lodge verbracht haben. Dich erwartet eine entspannte Zeit mitten im Nirgendwo, mit aufregenden Ausflügen in den Dschungel, authentischer Unterkunft und einmaligen Möglichkeiten zur Tierbeobachtung im Amazonas Regenwald. Hier geht's zum Bericht über das Cuyabeno Trekking.
Carpe DM Adventures
Auch das Dschungel Trekking haben wir mit CarpeDM Adventures* gebucht. Sie bieten Touren rund um Quito und im Amazonas an und vermitteln auch Yacht Kreuzfahrten zu den Galapagosinseln. Mit CarpeDM konnten wir uns über reibungslose Abläufe und tolle Touren freuen. In Verbindung mit einem netten Team, das jederzeit für uns erreichbar war, auch schon im Vorfeld. Je nach Lodge, startet die Tour in Puente Cuyabeno oder Lago Agrio.
Die Stadt heißt eigentlich Nueva Loja und hat rund 58.000 Einwohner, doch kaum einer nennt sie bei ihrem richtigen Namen. Lago Agrio ist eigentlich nur der Name des Kantons, in dem die Stadt liegt. Sie lebt von der Ölindustrie und ist weder schön noch beliebt, Kriminalität und Prostitution sind an der Tagesordnung und das Stadtbild ist nicht sehr einladend. Nach Lago Agrio kommt nur, wer von dort nach Cuyabeno will. Der Ort dient nur als Zwischenstopp, von Übernachtungen wird abgeraten.
TIPP - Von Lago Agrio gibt es keine direkte Busverbindung nach Baños. Du kannst aber über El Coca oder Tena fahren. Tena wird von Touristen gerne als längerer Zwischenstopp genutzt, denn es ist Ecuadors Zentrum für Wildwasserrafting. Das Tourangebot auf dem Río Napo und dem Río Misahuallí ist groß und bedient alle Rafter Niveaus.
Abenteurerparadies Baños
$ Bus El Coca: 10 US $/Person
$ Bus Baños: 13 US $/Person
$ Wäscheservice: 1,50 US $/kg
Die Fahrt von El Coca nach Baños dauert rund sieben Stunden. Die Strecke ist kurvenreich, daher sind Reisetabletten bei empfindlichem Magen ratsam. Das Hostal d'Mathias hat eine 24 Stunden Rezeption und liegt direkt neben dem Busbahnhof in Baños, so konnten wir auch gegen Mitternacht noch problemlos einchecken. Im Hostel bekommst Du ausführliche Infos zu Unternehmungen und sie bieten einen schnellen Wäscheservice an.
Baños de Agua Santa
Baños ist eine kleine Stadt mit 18.000 Einwohnern, rund dreieinhalb Stunden südlich von Quito, am Fuß des aktiven Vulkans Tungurahua. Baños de Agua Santa, übersetzt "Bäder des heiligen Wassers", gehört zum Backpacking in Ecuador einfach dazu und ist bekannt für Wasserfälle und Thermalquellen. Im Laufe der Jahre ist es zu einem Mekka für abenteuerlustige Rucksacktouristen geworden. Es gibt Zip-Lining, Canyoning, Rafting, Bungee-Jumping und vieles mehr. Geradezu gediegen erscheinen da Radtouren wie auf der "Ruta de las Cascadas", einer der schönsten Radstrecken Ecuadors.
TIPP - Die Wettervorhersagen im Internet spinnen nahezu alle bei den Prognosen für Baños. Oft werden nur ein paar Grad über Null gemeldet, was regelmäßig zu besorgten Nachfragen in Ecuador-Foren führt. Die Angaben stimmen nicht, denn die durchschnittlichen Temperaturen in Baños liegen immer um die 20 Grad Celsius, eher mehr als weniger. Bei Meteoblue haben wir verlässliche Vorhersagen für die Region erhalten.
La Casa del Árbol - Die berühmteste Schaukel der Welt
Vorbei am gleichnamigen Wasserfall, wanderst Du zum Aussichtspunkt Mirador La Virgen, der einen tollen Blick über die Stadt bietet. Es geht weiter hinauf zur Columpio Fantasias de Volar, eine riesige Schaukel an einem Abgrund, die ordentlich Nervenkitzel mit sich bringt. Gleich nebenan steht eine private Schaukel mit viel mehr Charme und die nette, kleine Besitzerin hat sie für kurze Zeit mit uns geteilt ;) Wir sind nur zufällig dort gelandet, da wir auf der Route etwas mit der Orientierung haderten. TIPP - Die Wanderwege rund um Baños sind wenig bis gar nicht beschildert. Nutze Offlinekarten auf dem Handy und wirf vorab einen Blick auf die richtige Route.
Weiter geht's zur Casa del Árbol, vorbei an schönen Aussichtspunkten. Der Weg führte uns querfeldein auf das Gelände und entgegen aller Bedenken, waren kaum Besucher dort. Wir konnten ausgiebig schaukeln, die Aussicht auf den Volcán Tungurahua genießen und gemütlich durch den Blumengarten schlendern. Am Ausgang stehen Taxis bereit, Du kannst aber auch alternativ zur Wanderung für ein bis zwei US-Dollar mit dem Bus zur Casa del Árbol fahren.
Ruta de las Cascadas - Die schönste Radtour Ecuadors
$ Räder: 5 US $/Person
$ Rückfahrt: 2,50 US $
Die Ruta de las Cascadas ist eine 61 Kilometer lange Straße von Baños nach Puyo. Den Namen verdankt sie den vielen Wasserfällen entlang der Route. Besonders gerne wird die Strecke mit dem Mountainbike zurückgelegt aber nicht jeder fährt sie bis zu Ende, denn es gibt viele Möglichkeiten für Stopps, bei denen die Zeit verfliegt. Darunter an erster Stelle das Dorf Río Verde, von wo aus Du zum Wasserfall Pailón del Diablo gelangst. Der Stopp ist ein Muss auf der Ruta de las Cascadas und für viele Freizeitradler auch schon das Ziel der Tour.
Die Strecke führt über die Hauptstraße und der erste von vier Tunneln, auf dem Weg ins 17 Kilometer entfernte Río Verde, hat keine Umgehung. Fahre umsichtig und achte immer auf den Verkehr. Entlang der Route liegen fünf größere Wasserfälle und Du hast immer wieder einen tollen Blick in das grüne Tal des Río Pastaza. In Río Verde gibt es Restaurants und einen Sammelpunkt für Pickup-Trucks, die Dich später samt Fahrrad wieder nach Baños bringen. Die Trucks sind einfache Pritschenwagen mit Sitzbank, aber sie sind günstig und die Räder werden sicher transportiert. Die holprige Rückfahrt startet, sobald sich ein paar Fahrgäste zusammengefunden haben.
TIPP - Achte darauf, dass Helm und Schloss beim Fahrrad dabei sind. Du kannst die Fahrt auf der Ruta de las Cascadas außerdem jederzeit beenden, denn es fahren regelmäßig Busse zwischen Baños und Puyo, die Du auf Zuruf anhalten kannst. Die Räder werden an der Rückseite der Busse eingehakt und die Fahrt zurück kostet ein bis zwei US-Dollar, je nach Zustiegspunkt.
Chivas - Unterwegs mit dem Partybus
Wenn das Wetter nicht mitspielt oder Du nicht gerne Rad fährst, kannst Du Chivas nutzen. Chivas sind offene Kleinbusse, die es so nur in Ecuador und Kolumbien gibt. In einigen Regionen wie auch in Baños, fallen sie vor allem durch ihre Lautstärke auf, denn die bunten Busse werden als rollende Diskotheken genutzt. Die Fahrt nach Río Verde kostet rund vier US-Dollar und ist mit mehreren Stopps an Touristenattraktionen verbunden, wie z.B. bei ZIP Lining Haltepunkten.
El Pailón del Diablo - Die Schlucht des Teufels
$ Eintritt Wasserfall: 2 US $/Person
$ Eintritt Hängebrücken: 2 US $/Person
Größtes Highlight an der Ruta de las Cascadas ist der Pailón del Diablo, ein gigantischer Wasserfall, der angeblich in die Schlucht des Teufels stürzt. Von Río Verde führen zwei Wege zum Wasserfall, die je etwa eine Stunde für Hin- und Rückweg beanspruchen. Es gibt zwei Eingänge, an denen Eintritt erhoben wird aber beide Routen sind lohnenswert, um den Pailón del Diablo zu bestaunen.
Sie sind aber nichts für schwache Nerven, denn sie führen über wackelige Hängebrücken und durch eine enge Höhle, die hinter den Wasserfall führt. Schaust Du von oben in die Tiefe, fällt Dein Blick auf einen großen Felsen in Form eines Totenkopfs. Der Legende nach, blickst Du dort dem Teufel direkt ins Gesicht.
Die Altstadt von Cuenca
Morgens haben wir am Schalter von Transportes Amazonas die Tickets für den Bus nach Cuenca gekauft. An den Terminals der Busbahnhöfe herrscht reges Treiben und die Ticketverkäufer ähneln Marktschreiern. Lass Dich nicht verunsichern und frag Dich in Ruhe zum richtigen Schalter durch. Da oft mehrere Busunternehmen die gleichen Ziele anfahren, lohnt es sich Preise und Abfahrtszeiten zu vergleichen. Die Fahrt nach Cuenca dauert rund acht Stunden und führt vorbei an der Nariz del Diablo, dem berühmten Teilstück der Bahnstrecke von Quito nach Guayaquil.
Cuenca ist nach Quito die bedeutendste Kolonialstadt Ecuadors. Das historische Zentrum lockt viele Besucher an und ist UNESCO Weltkulturerbe. Auf den gepflasterten Gassen, die sich zwischen bunten Fassaden hindurch schlängeln, fühlst Du Dich in eine andere Zeit versetzt. Am zentralen Plaza Abdón Calderón befinden sich zwei bedeutende Kathedralen, die alte La Catedral Vieja und die neue La Nueva Catedral, die Platz für bis zu 10.000 Besucher bietet. Zwei weitere schöne Plazas sind der Plaza de San Francisco und der Plaza de San Sebastián, am westlichen Rand des historischen Zentrums.
Mirador de Turi - Der schönste Blick über Cuenca
$ Taxi: 3 US $
$ Essen im Mercado: 6 US $/2 Personen
Neben vielen Kirchen ist die historische Altstadt gesäumt von Kolonialbauten, Museen, schönen Plazas, Restaurants und Kunsthandwerksläden. Ein weiteres Highlight erwartet Dich außerhalb der Stadt. Rund vier Kilometer südlich liegt die Iglesia Turi auf einer Anhöhe am Stadtrand und davor befindet sich der Aussichtspunkt Mirador de Turi. Von diesem Plateau hast Du einen weiten und umwerfenden Blick über die gesamte Stadt.
Zurück im Centro Histórico geht es zum Mercado 10 de Agosto, einer großen, zweistöckigen Markthalle, in der täglich frisches Obst, Gemüse und Fleisch verkauft werden. Dort gibt es auch zahlreiche Imbissstände, mit überwiegend gleichem und großem Angebot an Eintöpfen und anderen traditionellen Gerichten. Die Speisen sind einfach aber unheimlich lecker, authentisch und günstig.
Wandern im Nationalpark Cajas
$ Taxi zum Terminal: 2-3 US $
$ Bus Cajas: 2-3 US $/Person
$ Essen im Mercado: 6 US $/2 Personen
Der Nationalpark Cajas liegt rund 30 Kilometer westlich von Cuenca, auf Höhen von 3.000 bis 4.400 Metern. Vom Terminal in Cuenca erreichst Du Cajas in rund einer Stunde mit dem Bus. Diese stoppen meist am Eingang Toreadora (3.850 m)., wo sich eine Rangerstation befindet an der Du Dich anmelden musst. Es gibt unterschiedliche, markierte Routen, die Du im Inneren der Rangerstation auf einer Übersichtskarte findest. Wir haben Ruta 1 gewählt, die in rund drei Stunden eine wunderschöne und abwechslungsreiche Wanderung im Nationalpark bietet.
Zurück an der Ragerstation, hältst Du einfach den nächsten Bus an der in Richtung Cuenca fährt. Vom Terminal in Cuenca geht es zu Fuß zum traditionellen Handwerksmarkt Mercado Artesanias Rotary. Vor allem Holz-, Eisen- und Flechtwaren sind dort in großer Vielfalt erhältlich, die Auswahl ist groß und die Preise günstig. Daneben liegt der Mercado 9 de Octubre, eine große Markthalle, in der frische Lebensmittel verkauft werden. Auch dort gibt es zahlreiche Imbissstände, die leckeres und günstiges Essen servieren. TIPP - Auf der Suche nach einem guten, ecuadorianischen Kaffee wirst Du im Café de la Sucre fündig, in der Calle Mariscal Sucre.
Von Guayaquil nach Galápagos
$ Taxi zum Terminal: 2-3 US $
$ Bus Guayaquil: 9 US $/Person
$ Taxi zum Hotel: 3-4 US $
Guayaquil (Santiago de Guayaquil) ist das Wirtschaftszentrum Ecuadors, in der Stadt und dem näheren Umland leben rund drei Millionen Menschen. Zudem befindet sich dort der wichtigste Hafen des Landes, weshalb Guayaquil auch Tor zum Pazifik genannt wird. Das touristische Zentrum liegt im Stadtviertel Las Peñas am Río Guayas. Dort befindet sich auch der Cerro Santa Ana, ein Stadthügel, der durch seine auffallend bunten Häuser ins Auge sticht. Südlich grenzt die belebte Uferpromenade Malecón 2000 an das Viertel.
Die Fahrt von Cuenca nach Guayaquil dauert rund vier Stunden und führt vom Hochland auf 2.850 Metern Höhe auf Meeresniveau. Das schlichte Hotel Perla Central liegt südlich von Las Peñas und nur 100 Meter nördlich des Malecón 2000, perfekt für einen kurzen Zwischenstopp. Wir sind an einem Sonntag gegen Mittag angekommen und haben uns gleich in den Wochenendtrubel am beliebten Malecón gestürzt. Am nördlichen Ende hast Du einen tollen Blick auf die bunten Häuschen am Cerro Santa Ana und kannst gemütlich die gesamte Promenade entlang schlendern.
Der Malecón 2000 in Guayaquil
Der Malecón 2000 ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Nördlich liegen ein Museum, Fastfood Restaurants und ein Rummelplatz mit Fahrgeschäften. In südlicher Richtung gibt es Denkmäler, Parkanlagen, Restaurants und das Einkaufszentrum Mercado del Río. Wenige Minuten weiter kommst Du entlang der Calle 10 de Agosto zum Parque Seminario. Eine frei zugängliche, kleine Parkanlage, in der zahlreiche Schildkröten und Leguane leben,
TIPP - Sonntags sind in Las Peñas fast alle Restaurants geschlossen. Die wenigen Lokale die sonntags öffnen, schließen in der Regel spätestens um 18 Uhr. Die Restaurants am Malecón sind teuer, alternativ findest Du am nördlichen Ende einige Fastfood Lokale. Sie servieren traditionelles und interkontinentales Fastfood zu moderaten Preisen.
$ Bus Flughafen: ca. 30 Cent/Person
$ Taxi zum Flughafen: 3-4 US $
$ Transit Tax: 20 US $/Person
Der Flughafen liegt fünf Kilometer nördlich von Guayaquil. Am Migrationsschalter bekommst Du die Transit Control Card. Bewahre sie gut auf, sie dient als Nachweis der Aufenthaltsgenehmigung auf den Inseln. Anschließend wird Dein Gepäck gescannt und Du passierst die Sicherheitskontrolle. Nach gut anderthalb Stunden landest Du mit einer weiteren Stunde Zeitverschiebung auf den Galapagosinseln. Hier geht's weiter zum Reisebericht Galápagos




















































Kommentar schreiben